Labor Day('13) * * Reitman's schwülstig bebilderte Romanze nimmt erst im letzten Drittel an Fahrt auf, hat mit der Plausibilität zu kämpfen und enttäuscht durch sein zahnloses Ende - bietet aber auch Figuren mit Substanz, die von einem herausragenden Cast verkörpert werden
 Das Labyrinth('50) * * * harte Cops, noch härtere Gangster: aufgrund der starken (Männer-)Figuren und der konzentrierten Inszenierung weiß der grimmige Noir-Thriller trotz der dünnen Story zu fesseln
 Das Lächeln der Tiefseefische * * * ein Film aus der Heimat - einfach schön:-)....ansonsten ein realitätsnahes Jugenddrama, welches ruhig konsequenter hätte ausfallen können
L.A. Confidential * * * * * perfekt inszenierter Thriller im Noir-Stil, spannend und top besetzt
 L.A. Crash * * * * * das intensive Episodendrama um Rassismus und Entfremdung bietet hervorragende Darsteller und starke Momente
 Lady Macbeth * * * wer ein Portrait der Shakespeareischen Figur erwartet wird enttäuscht werden, da hier lediglich die Hauptfigur in ihren Charakterzügen dieser ähnelt, diese Zügen kommen in dem in streng komponierten Bildern inszenierten Psychodrama dann aber auf grausame Art zur Geltung, wenn die von der Aristokratie gedemütigte Frau sich ihr Glück auf rigorose Weise erkämpft
 Lady Snowblood * * * * * virtuos inszeniertes Rache-Epos mit etwas Poesie und viel Blut
Lady Snowblood 2: Love Song of Vengeance * enttäuschend: die Motivation der Lady ist unglaubwürdig, der politische Hintergrund uninteressant und die Inszenierung(Fujita!) uninspiriert
 Lady Vengeance * * * der Abschluss der Rache-Trilogie kommt sehr ruhig, poetisch und mit tollen Bildern
Die Lady von Shanghai * * der virtuosen Inszenierung steht eine unstimmige bis umglaubwürdige Story entgegen
 Ladykillers('55) * * net allzu witzig, aber sehr charmant
 Ladykillers('04) * * mit nur halb soviel Charme, hat aber auch seine Momente, dazu sauber inszeniert und Hanks zieht 'ne 1A Show ab
 Lake Bodom('16) * * das vermeintliche Slashermovie ist apart inszeniert und bietet zumindest eine schöne Wendung, leider kriegt man am Ende nicht alle Fäden zu einem schlüssigen Ganzen geschnürrt
Lake Placid * * * ironisch-komisch mit heftigen Schockmomenten
 Lakeview Terrace * * die ersten zwei Drittel sind subtil inszeniert und voller Zweideutigkeiten - dann wird die übliche Schiene gefahren...
  Lamerica * * erschütternd, aber etwas trocken
Lammbock - Alles in Handarbeit   dämlicher Kiffer"spaß", weder Story noch Lacher vorhanden
 Lampedusa * * die Charakterstudie enttäuscht als solche, fängt aber in schönen bis poetischen Bildern das Leben auf der provinziellen Insel ein
Lancelot, Ritter der Königin * man kann Bresson zugute halten, dass er dem Mittelaltergenre wirklich sämtliche Romantik austreibt, andererseits übertreibt er es mit der Reduktion, indem er z.B. seine Darsteller die Texte nur noch ausdruckslos aufsagen lässt
 Land of the Dead * * * auch im letzten Teil der Zombie-Reihe greift Romero tief in die Gore-Kiste und schlägt sozialkritische Töne an
 Lang lebe Charlie Countryman * * man, so langsam macht sich der LaBeouf - die mit viel visueller Originalität erzählte Lovestory berührt, schrammt aber mit seinem mutlosen Ende und Schweiger als rumänischen Gangsterboss(!!!) am Kultstatus vorbei
 Lang lebe Ned Devine! * * die schrullige Komödie lebt vor allem durch seine äußerst liebenswerten Figuren
 Der lange heiße Sommer * * * das auf mehrere Faulkner-Geschichten basierende Südstaatendrama vereint dementsprechend viele Themen miteinander, überzeugt durch facettenreiche Charaktere, unerwartete Wendungen und grandiose Darsteller
 Lange Nacht * grottig, wenn auch mit guten Ansätzen und einem Ende, wie man es sich in manch einer Großproduktion wünscht
 Der lange Weg * * * ein ruhiges und vor allem klischeefreies Emanzipationsdrama
Der lange Weg nach Hause * * * spannend und kraftvoll, ein Film für's Herz
 Der längste Tag * * * der D-Day sehr detailreich von allen Seiten betrachtet, großspurig in alter Hollywood-Manier inszeniert und besetzt
Lantana * * * während der Thriller nach ner Zeit schwächelt, wird das Drama immer intensiver
Larry Flynt - Die nackte Wahrheit * * * Forman rückt in seinem sehr unterhaltsamen Portrait den Kampf für Meinungsfreiheit in den Vordergrund, dazu sind Harrelson und Love wahrscheinlich in ihren besten Rollen zu sehen 
Lars und die Frauen * * die schräge Dramödie ist doch etwas zahm und lang geworden, analysiert aber präzise seinen Protagonisten, der von einem starken Gosling verkörpert wird
 Lasst mich leben * * * packendes Plädoyer gegen die Todesstrafe mit einer grandiosen Susan Hayword
Last Boy Scout * * * * * coole Typen mit coolen Sprüchen - mein Favorit im BuddyGenre
Last Cowboy Standing * * das finnische Drama um die Aufarbeitung eines düsteren Familiengeheimnises ist bedrückend bis ergreifend, aber leider auch ein gutes Stück zu lang
 Last Days('05) * vielleicht für "Gerry"- oder "Nirvana"-Fans interessant...
 Last Exit Reno * * * * atmosphärisches Spielerdrama mit hervorragender Charakterisierung
 The Last House on the Left('72) * Craven's Terrorstreifen lebt tatsächlich nur von seiner Schonungslosigkeit, denn sowas wie Spannung, Atmosphäre oder gar Logik, gibt es nicht...
The Last Man on Earth('64) * * atmosphärischer Endzeithorror mit Trashnote und starkem Finale
Last Man Standing * * * * * Neo-Noir im Westernlook mit viel Geballer und Coolness
 The Last Movie('71) * * nach dem großen Erfolg von "Easy Rider" ging Hopper noch Peru und schuf mit einer experimentellen Bilderflut ein Stück assoziatives Avantgardekino, dessen Story sich am Ende genauso verliert wie der Protagonist in der Fremde
The Last Winter('06) * * der ambitionierte Ökoschocker geht leider zum Ende etwas ins Mystische, bleibt dabei aber interpretierbar und besticht durch seine sinistre Atmosphäre
Lauf um dein Leben('68) * * Sollima erreicht nicht die Klasse der ersten beiden Cuchillo-Filme, wobei Cast, Humor und Score eine unterhaltsame Mischung ergeben
 Laura('44) * * * * Preminger's kleiner, feiner Noir ist spannend bis zum Schluss, herausragend gespielt und inszeniert
 Laurel Canyon('02) * * * das mit McDormand, Beckinsale und Bale hervorragend besetzte Drama um komplizierte Familienverhältnisse und fragile Beziehungskonstellationen gibt keine einfachen Antworten und wirkt gerade deshalb erfrischend ehrlich
 Lautlos * * nichts Neues, aber sehr gut inszeniert
 Lautlos im Weltall * * * ökokritischer SciFi-Streifen mit beklemmender Atmosphäre und einem toll'n Bruce Dern
Lawless('12) * * die Story über ein paar Schnapsbrenner bleibt trotz sichtbaren Ambitionen recht oberflächlich und enttäuscht etwas im Finale - was bleibt ist ein auffällig großer Auflauf hervorragender Darsteller
 Lawman('71) * * * der Spätwestern um einen Hardliner, der anfängt an seinem Rigorismus zu zweifeln, baut zwar kaum Spannung auf, lebt aber von seinen gut ausgearbeiteten Figuren, der Altherrenbesetzung(Lancaster, Ryan, Cobb) und dem zynischen Schluss
 Lawn Dogs - Heimliche Freunde * * die sozialkritische, wunderbar gespielte Aussenseiterstory ist mal todernst und mal herrlich verträumt, wirkt aber konstruiert
 Lawrence von Arabien * * * * der Filmklassiker begeistert nicht nur durch seine Bilder und Darsteller, sondern fesselt besonders durch den inneren Konflikt des Helden
Layer Cake * * * britischer Gangsterfilm im Stil von B,D,K,G, der zwar mit weniger Humor kommt, aber dafür mit einer großartigen Inszenierung und vielen Twists punkten kann
 Le Mans 66 * * * Mangold erzählt die Geschichte zweier Rennsportfanatiker, die vor allem mit dem eigenen Rennstall zu kämpfen haben, dabei überträgt sich die Elektrizität der beiden dank Bale, Damon und den adrenalinhaltigen Rennsequenzen auf den Zuschauer, der erfreulicherweise nicht mit Patriotismus und allzu großen Emotionen enerviert wird
 Leaving Las Vegas * * * Figgis' Suiziddrama ist ein einziger Rausch in den Abgrund, in dem der Alkohol die letzten glücklichen, aber genauso zerbrechlichen Momente entstehen lässt und die Liebe den letzten Hoffnungsschimmer darstellt
 Lebanon * * trotz der räumlichen Enge bleiben einem die Figuren fern, so reicht's nur zum originell verpackten, realistischen Kriegsbild 
 Leben * * russisches Episodendrama über den Umgang mit dem Tod, in dem bitterer Lokalkolorit mit Poesie kompensiert wird
Leben! * * * Zhang Yimou begleitet in stimmigen Bildern eine Familie über die Jahrzehnte, dabei gehen Politisches und Privates so natürlich ineinander über, das der Titel gerechtfertigt scheint
 Ein Leben('16) * * * das auf Realismus ausgelegte Charakterportrait einer Adligen im 19. Jahrhundert schaut auf eine Frau, die ihre Freude am Leben durch gerade dieses allmählich einbüßt und am Ende am eigenen Unglück zu zerbrechen droht
 Das Leben der Anderen * * sehr interessant und authentisch, jedoch wirkt der innere Wandel der Hauptfigur etwas sprunghaft und unglaubwürdig
Das Leben der Mrs. Skeffington * * eine Frau lebt nur für ihre Schönheit und vergisst dabei die wichtigen Dinge im Leben - Rains und Davis sind großartig, nur die Lösung ihrer Probleme am Ende ist nur allzu perfekt
Das Leben des Brain * * * * die Engländer ziehen den religiösen Fanatismus durch den Kakao - herrlich
 Das Leben des David Gale * * * packender Mix aus Verschwörungsthriller und Drama, Spacey gewohnt gut
 Ein Leben für ein Leben * * etwas unstimmig und grotesk, jedoch mit einem verdammt guten Goldblum
 Das Leben gehört uns('11) * * * Donzelli verarbeitet zusammen mit ihrem Ex-Mann die eigene Geschichte, dabei rausgekommen ist eine einzigartige Anleitung zum "Weiterleben", die der tristen Realität mit vitalisierendem Optimismus begegnet
Das Leben ist schön * * * * * die mitreißende Tragikomödie von und mit Benigni ist einfach wunderschön
Leben nach dem Tod in Bangkok * * * das kunstvolle Aussenseiterdrama lädt zum Interpretieren ein und besticht durch seine traumhaft-ruhigen Bilder
 Leben und Lieben in L.A. * * wirkt wie eine "Short Cuts"-Version für's weibliche Geschlecht;-)...dank guter Besetzung aber ganz unterhaltsam
Das Leben und nichts anderes * * * Noiret, Azéma und Vignal auf der Suche nach Toten und der Liebe - aufwändig fotografiertes, detailiertes Zeitbild mit einem Schuss Ironie
Leben und Sterben des Colonel Blimp * * * der farbenprächtige Mix aus Drama, Satire und Propaganda geht auf, ist warmherzig, von leichter Tragik und durchdringender Aufrichtigkeit
Leben und Sterben in L.A. * * hält Klischees, Ungereimtheiten, aber auch Überraschungen bereit, wäre insgesamt aber mehr drin gewesen
 Das Leben vor meinen Augen * * * das mysteriöse PsychoDrama spielt gekonnt mit dem Zuschauer, manchmal etwas plump, aber insgesamt fesselnd
 Lebendig begraben('62) * * kleines, kauziges B-Movie, das am Ende sogar noch ein Ass im Ärmel hat
 Lebendig gefressen * so doof, dass es schon wieder Spass macht
 Lebensabend * * * * zusammen mit einem brillanten Cast sinniert Duvivier mal komisch, mal bitter über das, was einem im Alter noch bleibt, zwar nicht ohne melodramatische Zuspitzungen, aber immerhin berührend und wahrhaftig
 Lebensgier * * Zola's "La Bête Humaine" wurde schon 1938 von Renoir superb adaptiert, Lang setzt den Stoff nun nicht nur spannungsorientiert um, durch das famose Spiel von Grahame und Ford behält der Konflikt auch seine Intensität, leider wirkt das Ende im Gegensatz dazu verwässert
Lebenskünstler('38) * * so naiv darf auch nur ein Capra sein, anbei ist die Lebensfreude von Barrymore und seiner Sippe schon ansteckend
 Lebenszeichen - Proof of Life * * * das fesselnde Entführungsdrama gewährt einen authentischen Blick auf Täter, Opfer und Angehörige
 Legend('15) * * * * kein sinnfreier Actioner à la "Gangster Squad", auch wenn's genug coole Sprüche und brutales Gekloppe gibt, nimmt sich Helgeland doch Zeit für die Figuren, der Bruderkonflikt und die Lovestory stehen im Vordergrund, genauso wie ein herrlicher Hardy in der Doppelrolle
 Die Legende vom Ozeanpianisten * * * auch dieser Tornatore sorgt für große Kinomomente, auch wenn er nicht ganz die Klasse anderer Werke erreicht
Die Legende von Barney Thomson ** Carlyle's Regiedebüt ist eine kleine schwarze Komödie mit illustrer Besetzung(u.a. Thompson und Winstone) und so mancher Überraschung, als großer Schwachpunkt fällt dabei ausgerechnet die von Carlyle gespielte, jämmerlich-nervige Titelfigur auf
 Die Legende von Paul und Paula * * * * leichtfüssig, poetisch und traurig wie schön - eine großartige Inszenierung und die sympathischen Darsteller machen diese Lovestory einzigartig
Legion of the Dead * * Horrortrash, teilweise ganz lustig
 Eine Leiche zum Dessert * * * ein köstlicher Spaß! - bis auf das verkorkste Ende...
 Leichen pflastern seinen Weg * * * * der brutale SchneeWestern ist verdammt zynisch und mit Trintignant und Kinski fabelhaft besetzt
 Der Leichendieb * * Wise's kleines Drama um einen überengagierten Arzt, der für den Fortschritt ethische Grenzen überschreitet, gefällt durch stimmige Gruselbilder und den letzten gemeinsamen Auftritt von Karloff und Lugosi
 Leichensache Zernik * * der raue, etwas trockene DEFA-Krimi fängt sehr realistisch eine Mörderjagd in Berlin zur Nachkriegszeit ein, die vor allem durch die Sektorenteilung erschwert wird
 Leid und Herrlichkeit * * * Almodóvar reflektiert wunderbar unaufgeregt über sein Leben während einer Krise zwischen Altersbeschwerden, Depression und honigsüßen Kindheitserinnerungen und findet mit dem fabelhaft spielenden Banderas die perfekte Verkörperung seiner selbst
 Die Lektion * * * das bulgarische Drama zeigt wie eine anständige, an Werte glaubende Frau durch Fremdverschulden in eine Notlage gerät und dadurch ihre moralischen Vorstellungen überdenken muss, das besondere ist, dass der Alltag nicht nur authentisch, sondern auch spannend wie ein Thriller geschildert wird
Lemming * * * kühl bebildertes, spannendes Psychodrama mit dem Doppel-Charlotte-Bonus
 Lemmy Caution gegen Alpha 60 * * * anspruchsvoller Mix aus Film noir und Zukunftsvision
Leo und Claire * * sehr wirkungsvoll in seiner Anklage gegen Justiz und Bürgertum, wirkt aber arg konstruiert und klischeebeladen
 Leolo * * * schräges Familienportrait, witzig und mit einem Hauch Poesie
Leon - Der Profi * * * * * Killerdrama mit Tiefgang, Spannung und fantastischen Darstellern - ein Meisterwerk
 Der Leopard * * * aufwändiges Zeitportrait in prächtigen Bildern mit einer großartigen Besetzung, besonders Lancaster spielt klasse
Leoparden küsst man nicht * * netter ScrewballFlick mit toller Besetzung
 Lerchen am Faden * * * nach einer Vorlage seines Lieblingsautors Hrabal inszeniert Menzel diese später verbotene, bissige wie subtile Politsatire, die mit Wärme und Poesie auf die Menschen im Sozialismus blickt
 Lethal Weapon * * solide Actionkomödie mit ein paar guten Sachen
 Lethal Weapon 2 * * bringt etwas mehr Witz in die Geschichte,(nicht nur wegen Pesci's Auftritt), bewahrt sich aber dennoch eine gewisse Ernsthaftigkeit
 Lethal Weapon 3 * * das Übliche, insgesamt aber etwas schwächer als die Vorgänger
 Lethal Weapon 4 * * * endlich vereinen sich Action und Witz zu einem einzigen Spektakel, welches keine Langweile aufkommen lässt und dazu die gesamte Reihe gepflegt abrundet
 Letters from Iwo Jima * * * * Eastwood widmet sich nun der Schlacht aus der Sicht der Japaner und lässt es sich dabei nicht nehmen, auch deren Kultur zu hinterfragen
 Letzte Ausfahrt Brooklyn * * * * mitreißend und schonungslos
 Der letzte Befehl * * * Ford räumt seinen Figuren in dem melancholisch fotografierten Edelwestern erfrischend viel Raum für die humane Thematik ein
 Die letzte Chance('45) * * * * durchweg spannendes Flüchtlingsthrillerdrama vor der Kulisse des 2.Weltkrieges, humanistisch geprägt und heute aktueller denn je
 Der letzte Countdown * * die Thematik wird natürlich nicht ausgereizt und dient vornehmlich der Unterhaltung, das macht der Film aber, trotz einiger lahmer Passagen, ganz gut
 Letzte Fahrt nach Memphis * * * harte Gangsterballade mit packenden Verfolgungsjagden und 'nem coolen Mitchum
 Die letzte Festung * US-Patriotismus gemischt mit 'ner guten Portion Heldenpathos, schade um Redford und Gandolfini
 Die letzte Flut * * Weir gelingt es auch hier wieder eine besondere Atmosphäre zu gestalten, was dem Apokalypsethema natürlich zuspielt, allerdings schafft er es nicht, sich inhaltlich von dem Genredurchschnitt abzuheben
 Die letzte Frau * * Ferreri geht in dem radikalen wie ausufernden Drama mit den Unzulänglichkeiten des einfachen Mannes ins Gericht, der zwischen seinem Ego, sexueller Begierde und echter Zuneigung gefangen ist
Die letzte Jagd('56) * * Brooks punktet in seinem kritischen Western vor allem durch beeindruckende Tieraufnahmen und einen grandiosen Schluss
Der letzte Kaiser * * * aufwändiges Epos, welches vor allem durch seine gewaltigen Bilder fasziniert
 Der letzte Kampf * * * Besson kunstvolles Endzeitszenario ist ebendso originell wie gehaltvoll und besticht durch seine beklemmende Grundstimmung
Das letzte Kommando('73) * * * * der in locker aneinandergereihten Episoden erzählte Roadtrip behält trotz aller Blödelei seine wehmütige Note und gefällt durch das erlesene Ensemble
 Der letzte König von Schottland * * * * der unberechenbare Whitaker verleiht dem intensiven Politdrama permanente Spannung - Oscar eindeutig verdient!
 Der letzte Kuss * * * das kleine, glaubhaft gespielte Beziehungsdrama hat etwas Wahrhaftiges an sich
Der letzte Mann('24) * * von der bildtechnischen Seite wirklich sehenswert, leider fällt das erste Ende unbefriedigend aus, was vielleicht nicht so schlimm wäre, wenn nicht noch ein zweites folgen würde...
 Die letzte Metro * * ganz nett... vielleicht haben Theaterfreunde mehr Spass dran;-)
 Die letzte Nacht des Boris Gruschenko * * * Woody Allen über Liebe, Glauben und Tod - köstlich
 Der letzte Scharfschütze * * toll gespielter, melancholischer Abschiedswestern, der im Mittelteil etwas ermüdet und im Finale kränkelt
 Die letzte Schlacht('78) * * * mit 'ner guten Portion Humor und einem starken Burt Lancaster
 Das letzte Schweigen * * * ein bisschen wie "Zodiac", realistisch beobachtet, getragen von Spitzendarstellern und einer bedrückenden Atmosphäre
 Das letzte Stück Himmel * * feinfühlig erzählt, jedoch schaffen es die Brüder nur selten zu berühren
 Der letzte Tango in Paris * * * * * rattenscharfe Dialoge, ein grandioser Brando, aber auch eine wunderbare Schneider sorgen für ein intensives Erlebnis, das noch lange nachwirkt
 Der letzte Tycoon * * was sich von der Regie und der Besetzung her wie ein Meisterwerk ließt, entpuppt sich als überlanges wie zerfasertes Portrait eines Hollywoodmoguls, der sich durch eine unerwiderte Liebe selbst zerstört - brillant gespielte Einzelszenen sowie die zahlreichen Gastauftritte machen das Ganze erträglich
Das letzte Ufer('59) * * Kramer gelingt trotz Starbesetzung kein emotionaler Zugang zu den Figuren - ein kraftvoller Appell gegen Atomkrieg jedoch allemal
Die letzte Verführung * * perfides Spiel einer verführerischen Hauptdarstellerin
Die letzte Vorstellung * * * das angenehm undramatische Portrait des amerikanischen Kleinstadtlebens der 50er Jahre zeichnet sich durch leise Melancholie und präzise gezeichnete Figuren aus
 Der letzte Wagen * * in schönsten Technicolorbildern schildert das Westerndrama einerseits den Überlebenskampf einiger Halbstarker in der Wildnis, andererseits den Konflikt eines Mannes(großartig: Widmark), der zwischen zwei Welten steht, leider spitzt sich dieser Konflikt nicht in einem psychologischen Finale zu, sondern wird spannungsraubend vor Gericht ausgetragen
 Der letzte Zug('62) * * nach einem nervenaufreibenden Start geht's bergab, denn nur noch fragwürdiger als der deutsche Verleihtitel ist die nahezu lächerliche Naivität des Antagonisten, welche sicherlich den größen Anteil an dem Spannungsabfall in der zweiten Hälfte hat und dazu den realistischen Inszenierungstil Edwards' konterkariert
 Der letzte Zug von Gun Hill * * erreicht zwar nicht die Spannung von "Zähl bis drei und bete", hat aber mit Douglas und Quinn zwei Zugpferde am Start, die eine Sichtung lohnenswert machen
Die letzten Amerikaner * * Walter Hill über die Dummheit des Menschen
 Die Letzten beißen die Hunde * * * eine echte Männerfreundschaft mit viel Charme und Witz trifft auf ein spannendes CaperMovie mit toller Besetzung
 Die letzten Glühwürmchen * * auch wenn der Antikriegsanime die Grausamkeiten des Krieges sehr feinfühlig und emotional darstellt, lässt einen das Geschehen nahezu unberührt, auch weil teilweise das Unglück allzu konstruiert scheint
Ein letzter Kuss * * * wie aus dem Leben - dabei nicht unbedingt witzig, aber mit der einen oder anderen schmerzlichen Erkenntnis
 Letztes Jahr in Marienbad * * * man kann sich diesem fast statischen, kunstvoll-eleganten, hypnotisierenden Bann einfach nicht entziehen
 Der Leuchtturm('19) * * * die Leiden des jungen Wärters: in seinem zweiten Spielfilm setzt Eggers mit ausdrucksstarken Darstellern und ebenso fotografierten Schwarzweißbildern ein kammerspielartiges Horrormär in Szene, in dem die Isolation nicht nur alte Wunde aufreißt, sondern den ganzen Menschen zu zerstören droht
 Leviathan('14) * * * * in konzentrierten, symbolstarken Bildern erzählt Zvyagintsev die packende, mit subtiler Spannung und bitterer Ironie unterlegte Geschichte vom Kampf des kleinen Mannes gegen ein korruptes, scheinheiliges System
 Liam * * gelungenes Arbeiterportrait der 30er Jahre, die Göre(Liam) an sich nervt
Liberty Heights * * * schönes Zeitbild, welches mal nicht die drastische Schiene fährt
Lichter * * * schonungsloser Blick auf den Flüchtlingsalltag in Europa
 Lichter der Großstadt * * * * auch dieser Chaplin verbindet gekonnt Tragikomödie mit Sozialkritik und hat dazu einige der besten Slapstick-Einlagen inne
 Lichter der Vorstadt * * Kaurismäki gibt einem keine Chance, sich mit den Figuren zu identifizieren, sein lakonischer Stil bleibt jedoch erhalten
L.I.E. - Long Island Expressway * * * * * in dem subtilen Drama um einsame Menschen verkörpert Paul Dano den Jungen, der kurz vor dem Absturz steht, brillant zwischen abgeklärter Coolness und drohender Zerbrechlichkeit
Liebe('12) * * * tja, wenn Haneke das Thema Liebe angeht, ist es doch schon selbstverständlich, dass der Tod auch 'ne Rolle spielt - realistisch-nüchtern und äußerst intensiv
 Liebe 1962 * * Antonioni lässt einen die Trostlosigkeit seiner Figuren regelrecht spüren, das kann begeistern, aber auch nerven
 Liebe auf den ersten Schlag * * das Drama um Selbstfindung und die erste Liebe kommt mit interessanten Figuren und originellen Wendungen, leider aber auch mit einem laschen Nachgeschmack, da das Handeln der Protagonisten kaum Konsequenzen nach sich zieht
 Liebe das Leben * * * das sinnlich-subtile Frauendrama ist auf eine erfrischende Art sehr weise und dazu toll gespielt
 Die Liebe der Jeanne Ney * * * mit der bezaubernden Jéhanne in der Titelrolle inszeniert Pabst ein dynamisches, mit interessanten Figuren versehendes Stummfilmmelodram, dem ein Unhappy End gar nicht so schlecht gestanden hätte...
Die Liebe einer Frau('79) * * Gavras präsentiert eine unpolitische Nacht mit Schneider und Montand, ein locker inszeniertes Drama über zwei verlorene Seelen, das einen doch nicht unberührt lässt
 Die Liebe in den Zeiten der Cholera * Newell kann nur bei dem Versuch scheitern Márquez's Roman, der zum größten Teil aus Gedanken besteht, zu verfilmen
Liebe ist kälter als der Tod * * Fassbinder's kühl-gekünsteltes Debüt orientiert sich stark an Werke Melvilles, lässt aber schon deutlich die später so prägende Handschrift des Regisseurs erkennen
 Liebe und andere Verbrechen * * auch wenn's etwas dauert: mit den Figuren wird man doch noch warm und selbst wenn das triste Milieudrama mit lakonischem Witz nicht ganz rund ist, geht es zumindest seinen eigenen Weg
Der Liebe verfallen * * realistisches, fast nüchternes Liebesdrama, ohne Hollywoodkitsch, aber auch ohne Überraschungen
 Die Liebenden('17) * * das toll gespielte Drama fängt das vermeintliche Ende einer langjährigen Ehe mit viel Feingefühl für die Charaktere, aber auch mit Sinn für Ironie ein, nur zum Ende hin tuen sich leider Unstimmigkeiten auf
 Die Liebenden des Polarkreises * * * das poetische Drama um Liebe, Sehnsucht und Schicksal besticht durch eine belebende Inszenierung
Liebesgrüße aus Moskau * * Bond darf endlich mit Gadgets spielen, was dem Film leider auch nicht mehr Tempo verleiht, wobei es Young am Ende nochmal gut krachen lässt
Liebesgrüße aus Pistolen * * das zweite Shaft-Abenteuer wirkt handlungstechnisch geschlossener als der Vorgänger und bietet natürlich mehr Action
 Liebesleben * * Schrader verbindet das Drama um eine Frau, die plötzlich den Halt im Leben verliert(und dabei nur wenig Empathie beim Zuchauer weckt) mit einem Familienmelodram, das sich auch mit dem jüdischen Geist auseinandersetzt
 Liebling der Frauen('54) * * * Clément's verschmitzte Komödie über einen unsterblich verliebten Frauenhelden hat zwar schon etwas Staub angesetzt, gefällt aber durch einen differenziert gezeichneten, von Philipe leidenschaftlich verkörperten Protagonisten
Das Lied in mir * * leise, klug und echt, jedoch auch glatt, ohne Wagnis, ohne Überraschungen
 The Life and Death of Peter Sellers * * * * das tragikomische Biopic kommt nicht nur dem begnadeten Komödianten sehr nahe, sondern steckt auch voller cineastischer Reminiszenzen und inszenatorischen Einfällen, dazu erweist sich Rush als goldrichtige Besetzung: nach einer Weile verschwindet er förmlich hinter seiner Rolle
 Life in a Fishbowl * * * Zophoníasson verwebt perfekt die aufreibenden Geschichten seiner drei Protagonisten ineinander, die für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stehen könnten und in ihrer Gesamtheit ein aufrichtiges Portrait der nicht nur isländischen Gesellschaft ergeben
 The Light Between Oceans * * Cianfrance verbindet leidenschaftliches Schauspielkino mit differenzierten Lebens- und Moralfragen und hüllt das ganze in malerische Landschaftsaufnahmen, leider nähert sich seine ohnehin zum Melodram neigende Geschichte am Ende immer mehr dem Kitsch
 Lights Out('16) * * der immerhin mit Maria Bello gekrönte Gruselschocker lebt leider nur von seiner simplen wie effektiven Grundidee, geht aber weder plottechnisch noch inszenatorisch über Genrekonventionen hinaus
 Like Father, Like Son('13) * * * dem heiklen Thema nimmt sich Kore-eda sehr vielseitig, gelassen und subtil an und beweist sich wieder als ein Meister der Beobachtung des menschlichen Verhaltens
 Likemeback * * das italienische Lifestyle-Drama beschreibt zwar gut die verunsicherte Stimmung der von den sozialen Medien geprägten Generation, etwas mehr Aussagekraft hätte man sich dann aber doch gewünscht
 Lili Marleen * * das umstrittene Werk erinnert an ein klassisches Melodrama, zugleich offenbart es die gefährliche Faszination des NS-Regimes
Lilja 4-ever * * * * * das beklemmende wie berührende Jugenddrama besticht neben seiner passend-rauen Form durch eine authentische Milieuzeichnung und herausragende Jungdarsteller
The Limey * * * dass Soderbergh einer der kreativsten US-Filmemacher ist, beweist er auch mit diesem ungewöhnlichen Rachethriller, der vom Schnitt und der Struktur an einen experimentierfreudigen Vertreter aus der New-Hollywood-Ära erinnert und zugleich eine ganz eigenwillige Stimmung entstehen lässt, in der die Figuren nie das sind, was sie zu sein scheinen
 Limit('31) * * der schön bebilderte Klassiker treibt einen wirklich ans Limit der Geduld - ein bisschen weniger Poesie und ein Hauch mehr Handlung hätten nicht geschadet
 Lindbergh - Mein Flug über den Ozean * * Lindberghs Geschichte war ein Herzensprojekt von Stewart, jedoch kann weder er noch Wilder verhindern, dass der Zuschauer ähnlich mit der Müdigkeit zu kämpfen hat wie der Protagonist;-)
 La linea * unglaublich abgedroschen, bis auf das Ende, aber das ergibt nicht unbedingt einen Sinn...
 Die linke Hand Gottes * * Bogey macht sich gut als Priester, die Story ist in der ersten Hälfte recht spannend, jedoch zum Schluss mehr als blauäugig
Lisa und der Teufel * * Bava inszeniert einen surrealen Albtraum, mischt diesen mit einem dunklen Familiengeheimnis, einem Haufen Puppen und einem guten Schuss Ironie
Little Big Man('70) * * * das ironische Westernepos räumt mit Klischees, Heldentum und Wildwest-Romantik auf, erzählt dazu die tragische Geschichte eines Mannes(wundervoll: Hoffman), der zwischen den Welten pendelt, ohne je wirklich anzukommen
Little Buddha * * kleiner Geschichtsunterricht in hübschen Bildern, vielmehr aber nicht
 Little Children * * * * der Vergleich mit "American Beauty" tut sich schnell auf und auch wenn nicht ganz dessen Klasse erreicht wird, lohnt sich eine Sichtung
 Little Fish('05) * * * das Drogendrama lässt einen regelrecht mit der Hauptfigur mitfühlen, bleibt dabei stets nachvollziehbar und umhüllt sich mit einer besonderen Atmosphäre
Little Miss Sunshine * * * ein niedlicher, herzerwärmender Film mit subtilen Humor und herrlichen Charakteren, das Ende ist vielleicht nicht ideal, aber dafür klischeefrei
 Little Odessa * * kühler, bitterer Mix aus Gangster- und Familiendrama
 Little Paris * * kleiner Beitrag zum Thema Selbstverwirklichung
Little Thirteen * * dramaturgisch nicht geschlossene, aber durchaus authentische Generations- und Milieustudie, deren Schwerpunkt auf dem Umgang mit Sex liegt
 Live by Night * * die eleganten Bilder und die authentische Ausstattung lassen zwar ein gutes Gefühl für Zeit und Ort entstehen, doch leider krankt Affleck's vierte Regiearbeit an mangelnder Substanz und dem unnahbaren Helden
 Live Flesh - Mit Haut und Haar * * Almodóvars "Love, Sex and Crime" -Story kommt weniger skurril daher, seine Themen sowie sein Gefühl für Figuren sind hier aber auch wieder erkennbar
Livid - Das Blut der Ballerinas * * im neuen Streich der "Inside"-Macher muss sich eine schauerliche, exzellent bebilderte Horrorgeschichte gegen ein wortwörtlich "abgehobenes" Finale behaupten
 The Lobster * * Lanthimos schaut hier mit herrlich absurdem Humor auf den Menschen von heute, der stets dazu gedrängt wird, sich unterzuordnen und kategorisieren zu lassen, leider lässt einen aber auch diese Versuchsanordnung des Griechen trotz toller Darsteller unberührt und unbefriedigt zurück
 Das Loch('60) * * * * Becker's Ausbruchsdrama bietet neben den genretypischen Spannungsmechanismen vor allem lebendige Figuren, die der Geschichte um Kameradschaft und Loyalität eine fesselnde Dynamik verleihen
Lockende Versuchung * * durchaus unterhaltsam und mit charmanten Witz
 The Lodge('19) * * * das ausdrucksstark fotografierte,  englischsprachige Debüt der Österreicher Fiala und Franz über die unheilbaren Wunden von religiösem Fanatismus wartet mit psychologischer Spannung, superben Darstellern und bösen Überraschungen auf
 Loft('08) * * ...oder die Frage: Wer ist das größte Arschloch? - reines Unterhaltungsstück, so glatt und kalt wie seine Figuren
 Logan Lucky * * Soderbergh ist eine mit gut aufgelegten Darstellern bestückte Hinterwäldler-Version von "Ocean's Eleven" gelungen, die am Ende aber ruhig noch mehr Witz, Wendungen und Spannung vertragen hätte
 Lohn der Angst * * * * * grandioses Spannungskino mit hervorragender Charakterzeichnung
 LOL (Laughing Out Loud) * * Azuelos nimmt die Probleme ihrer weiblichen Helden ernst und schafft es diese in einem lockeren, authentischen Erzählton zu behandeln, nur am Ende lösen sich die Schwierigkeiten etwas zu leicht in Luft auf
Lola('81) * * * Fassbinder verlegt den "blauen Engel" in die Politik des Nachkriegsdeutschlands und macht aus Lola selbst, nur ein Instrument der Mächtigen - allein schon wegen den drei Hauptdarstellern sehenswert
Lola('09) * * Mendoza schafft auch hier wieder ein nüchternes Abbild der Realität in seiner Heimat
 Lola, das Mädchen aus dem Hafen * * Demy's leichter, formal sehr ansprechender Nouvelle-Vague-Romanze fehlt nur ein bitterer Abgang, den Beethoven's fatalistisch anmutende Siebente ja auch geradezu heraufbeschwört
 Lola rennt * * * ein kleiner, origineller, belebender Streifen für Zwischendurch
 Lolita('62) * * * * Kubrick's garstige Verfilmung voller Andeutungen und Boshaftigkeit besticht unter anderem durch die exzellenten Darsteller
 Lolita('97) * * lange nicht so böse wie der Kubrick, so wird aus schwarzen Humor trockener Ernst, Swain und Irons machen ihre Sache aber gut
Lollipop Monster * * poppig überdrehter Mix aus Coming-of-Age-Drama und Satire auf übertolerante Erziehungsmethoden
 London to Brighton * das Thema ist heikel, der Film hingegen recht brav, bis auf wenige Ausnahmen spannungslos und absolut überraschungsfrei
 Lone Star('96) * * * komplexes Vergangenheitspuzzle, in dem die Verbindungen schlüssig und mit texanischer Ruhe sichtbar werden
 The Loneliest Planet * nichts gegen sperrige Arthouse-Filme, aber hier löst sich ein sehr interessanter Konflikt mitsamt seiner angestoßenen Reflexion im Nichts auf
A Lonely Place to Die * * der vor schöner Naturkulisse fotografierte Survivalthriller baut zumindest im ersten Drittel Spannung auf, spult dann Genrestandard runter und endet in einem deplatzierten Actionfinale
 Lonesome Jim * * trockenes, zuweilen treffend-komisches IndieFilmchen mit passender Besetzung
A Long and Happy Life('13) * * die vor idyllischer Kulisse spielende, bittere Tragödie eines russischen Bauerns reißt einen, trotz starker Präsenz des Protagonisten, nicht ganz mit
Long Riders * * * zeichnet sich durch eine fesselnde Story und der Hill-typischen Gewaltästhetik aus
 Long Weekend('08) * anstatt die Spannung aus der Frage zu ziehen, ob es sich um natürliche Zufälle oder doch eine bösartige Natur handelt, setzt der Ökohorror gerade zum Ende hin auf typische Genreklischees
The Look of Love * * Winterbottom zelebriert in dem verklärend wirkenden Portrait die oberflächliche Welt aus Sex und Geld, welcher Paul Raymond verfallen ist und der er seine Familie opferte - sehenswert: Imogen Poots als verlorene Tochter
 The Lookout('12) * * * knallharter Polizeithriller nach alter französischer Schule, spannend wie schnörkellos erzählt und mit Auteuil, Kassovitz und Gourmet bestens besetzt
Looper * * * * klug und übersichtlich erzählter Mix aus Zeitreisethriller und Charakterdrama, nicht der ganz große Wurf, aber von Anfang an fesselnd
 Lord of War - Händler des Todes * * * zynischer Einblick in die Waffenindustrie, mit viel Sarkasmus und einer guten Besetzung
 The Lords of Salem * spannungsloser Hexenteufelmumpitz, der vergeblich auf den Spuren von "Rosemary's Baby" wandelt, aber zumindest durch seine Bildern teilweise überzeugt
 Lore('12) * * die typischen Auswüchse der Adoleszenzzeit treffen hier auf die Wirren der letzten Kriegstage mit dem Bewusstwerden des wahren Ausmaßes des NS-Terrors - das ist zwar alles sehr interessant, hebt sich aber dennoch kaum von anderen Coming-of-Age-Dramen ab
 Loriots Pappa ante portas * * auch Nicht-Loriot-Fans sollten mal reinschau'n
 Lornas Schweigen * * wiedermal beweisen die Dardenne-Brüder ihr Können in Sachen Realismus, ihre Geschichte wühlt auf, endet aber etwas unbefriedigend
 Lost in Africa * * das ruppige Abenteuer entpuppt sich durch gelungene Landschafts- und Tieraufnahmen als recht unterhaltsam, auch wenn die Sicht auf die Ureinwohner mehr als konservativ ausfällt
 The Lost Boys('87) * * kurzweiliger Vampirhorror mit 'ner guten Portion Ironie, Witz und 80er-Jahre-Power
 Lost Highway * * * * Lynch's Kultfilm bietet einen großen Raum für Spekulationen, ohne dabei den Anspruch zu haben auf diese einzugehen, das Mysterydrama bleibt bis zum Ende ein Rätsel, welches durch die beklemmende Atmosphäre und den menschlichen Zwang Lösungen zu finden dennoch fesselt
 Lost in Beijing * * das Großstadtdrama nimmt sich viel Zeit für seine "kleine" Geschichte, Bilder und Darsteller stimmen aber
 Lost in Translation * * * Coppola's subtil beobachtende Tragikomödie über den Umgang mit der Einsamkeit hat ein gutes Gespür für die richtige Dosis an Melancholie und Humor, sowie für die richtigen Darsteller
 Lost River * * in seinem Regiedebüt ist Gosling zumindest visuell und atmosphärisch schon ganz nah an seinen Vorbildern, nur die Story könnte durchaus mehr Substanz vertragen - man darf gespannt sein!
The Lost Son('99) * dem Neo-Noir mangelt es an Atmosphäre und Spannung, dafür driftet er im letzten Drittel ins Unglaubwürdige ab...
 The Lost World('25) * * * die damals revolutionäre Tricktechnik des Abenteuerklassikers wirkt aus heutiger Sicht genauso putzig wie die Story einfältig, der Unterhaltungswert ist für das geneigte Publikum aber immer noch enorm
 Louder Than Bombs('15) * * Trier beschreibt mit sehr viel Geduld und Feingefühl das Innenleben seiner Figuren, leider sind diese recht unsympathisch geraten, so dass kaum Empathie für sie aufkommt
Louise Hires a Contract Killer * * die bitterböse Sozialkomödie bietet neben den tollen Darstellern herrlich trockenen Humor, wird mir aber gerade zum Ende hin zu bizarr
Der Loulou * * * Pialat reiht Beobachtungen aus dem Alltag der Figuren aneinander und überlässt dem Zuschauer das interpretieren
Love('11) * * prätentiöses Weltraumsurvivaldrama, das immerhin durch seine Bilder punkten kann
 Love('15) * * "Die Leiden des jungen Murphys" - der bis jetzt konventionellste Noé ist etwas lang, monoton und substanzlos geraten, verdeutlicht aber anhand seines Protagonisten, dass die stärkste Liebe immer noch uns selbst gilt
 Love & Mercy * * * auch wenn man Dano am Ende doch noch den einen oder anderen Gesichtsausdruck gewünscht hätte, bleibt das Biopic gerade wegen ihm, Giamatti, Cusack und vor allem der unfassbaren Geschichte lange im Gedächtnis
Love Crime * * wenn auch nicht übermäßig spannend, so guckt man Sagnier doch gerne beim Ausführen ihres Racheplans zu, dazu wirft der elegante Thriller einen garstigen Blick auf's Managerbusiness
Love Is All You Need * * Light Bier: für alle, den die bitteren Biere zu sehr auf den Magen geschlagen sind:-)
 Love Steaks * * * die locker erzählte Lovestory überzeugt weniger durch die einfache Handlung, als durch Natürlichkeit, Charme und Humor
 Love Stories - Erste Lieben, zweite Chancen * * * wenn man sich von dem dummen deutschen Verleihtitel nicht abhalten lässt(was durchaus verständlich wäre;-) , erwartet einen ein trotz bekannter Zutaten erfrischender, sensibler, toll besetzter Einblick in das Beziehungsleben einer Schriftstellerfamilie
 Love Story('70) * * als großer Tränendrücker verschrien, frappiert der 70er-Jahre-Hit mit relativer Bodenständigkeit - insgesamt ein mit O'Neal und MacGraw sympathisch besetztes, fast unaufgeregtes Melodram
The Loved Ones * * kleiner, fieser, ironischer Terrorflick
 Loveless('17) * * * * in Zvyagintsev's beklemmenden Drama läuft es einem eiskalt den Rücken runter, aber nicht nur weil es um das Verschwinden eines Kindes geht, sondern weil die bitterböse Portraitierung der Eltern einen durchaus realistischen Spiegel der gegenwärtigen Gesellschaft darstellt
 Lovely Molly * * * das Psychohorrordrama um eine schonungslose Vergangenheitsbewältigung deutet vieles nur an und baut viel Spannung durch die Tatsache auf, dass die Form der Bedrohung stets ungewiss bleibt
Lovers('99) * * die Story gestaltet sich recht simpel, dank der Darsteller überzeugt der Dogmafilm als kurzer, intensiver Trip
 Lovesong for Bobby Long * * * melancholisch-poetisches Verliererportrait in stimmiger Südstaatenatmosphäre
 Loving Vincent * * * einzigartig: die letzten Tage van Gogh's, die in Form einer Krimihandlung detailiert recherchiert werden, erstrahlen in Form von tausenden, in dessen Stil gemalten Einzelbildern
 Lucía und der Sex * * * die Verflechtungen in Medem's intelligent erzähltem Erotikdrama werden für den konzentrierten Zuschauer erst nach und nach sichtbar, dieser kommt aber durch erotische Spannung und omnipräsente Poesie auch so auf seine Kosten
 Lucky('17) * * * Lynch widmet dem wundervollen Harry Dean Stanton einen kauzigen wie warmherzigen Film, in dem dieser sich praktisch selbst spielt, wie er mit lakonisch-humorvollen Dialogen sich langsam mit dem Sterben abfinden muss - was wohl selbst für einen 90-Jährigen nicht einfach ist
 Lucky Luciano * * trockener, rudimentärer Einblick in das Treiben des Gangsters mit Volonté als Titelfigur
 Lucky Number Slevin * * * * * hervorragend inszenierte Gangsterstory mit großartiger Besetzung, viel Wortwitz und einigen Überraschungen
Luftbusiness * * das Drama um drei Außenseiter hebt, wie der Titel schon verrät, etwas ab und steuert etwas ziellos durch die Luft, kann aber durchaus zum Denken über die Werte des Lebens anregen
 Die Lügen der Sieger * * * in seinem hochwertig bebilderten Politthriller beschwört Hochhäusler die Paranoia des Genres der 70er-Jahre herauf, welche allein durch die modernen technischen Möglichkeiten zur Manipulation ins Unermessliche wächst
 Lügen und Geheimnisse * * sehr ruhig und mit viel Feingefühl nähert sich Leigh dem Familienkonflikt, der sich über Jahre aufgestaut hat, leider ist Blethyn gerade in der dt. Synchro kaum zu ertragen, dazu ist das Ende etwas sehr tränenreich geraten 
 Der Lügner('61) * * liebevoll und leicht verträglich, dank dem guten Cast durchaus sehenswert
 Lulu('06) * * diese Version des Wedekind-Stoffes pendelt zwischen enervierend und faszinierend, hält sich aber zumindest eng an die Vorlage und zeichnet so die Titelfigur nicht als eiskalte Femme fatale, sondern als Opfer einer männerdominierten Gesellschaft
 Lust auf Anderes * * * die pointierte Gesellschaftskomödie erzählt vom Mut zum "Ausbrechen" und besticht durch einen herrlichen Bacri
Die lustige Witwe('34) * * heute leider nicht mehr ganz so lustig...
 Lux: Krieger des Lichts * * Rogowski und der Gedanke, wie schnell gute Taten für mediale Aufmerksamkeit missbraucht werden können gefallen, leider entfernt man sich gegen Ende von dem interessanten Helden und lässt das Thema in einer kolportagehaften Medienschelte gipfeln
 Luz('18)   nichts gegen billig produzierte Horrorfilme ohne Handlung, aber ich hätte doch gerne ungefähr gewusst, um was es eigentlich ging...

 

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