Der Baader Meinhof Komplex * *

grober, neutraler Überblick über die RAF-Geschichte, unterhaltsam inszeniert und erstklassig besetzt

 Der Babadook * * * das australische Drama benutzt gängige Horrorelemente, um das Trauma zu visualisieren, das eine alleinerziehende Mutter in den Wahnsinn treibt, dies ist zwar nicht immer spannend, aber schlüssig und originell
 Babel * * * Inárritu taucht diesmal leider nicht tief genug in die Figuren ein, um Mitgefühl für diese zu wecken, ansonsten gibt es wenig an seinem Globalisierungsdrama auszusetzen
 Baby Business * * * Payne's skurriles Regiedebüt ist ein bissiges Kommentar zum "Abtreibungskrieg" und dessen Nutzen für die Mediengesellschaft
Babycall * * das in klaren, tristen Bildern erzählte Psychodrama hält das Interesse durch das Spiel mit Realität und Einbildung lange aufrecht, gerät aber spätestens mit der Auflösung in Erklärungsnot
 Backcountry('14) * * * der beinharte Survivalthriller lässt sich Zeit mit der Figureneinführung und lebt lange von der Ungewissheit, was denn überhaupt die Bedrohung sein soll, wenn das denn später klar ist, wird es nicht nur spannend, sondern auch unappetitlich
 Backstage('05) * * * das Drama um gebrochene Existenzen und Fanatismus besticht durch Seigners und Le Bescos intensives Spiel
 Bad Boy Bubby * * * * de Heer's radikale Komödie erforscht auf originelle Weise das Menschsein und hält der Gesellschaft dabei einen schonungslosen Spiegel vor
 Bad Boys('83) * * inhaltlich unausgegoren, dafür überzeugt Penn umso mehr
 Bad Boys('95) * * * die 90er: coole Sprüche von coolen Typen und Karyo... ist einfach Karyo:-)
 Bad Boys 2 * * * Bay setzt seine Helden in einem grell überzeichneten Szenario mit furioser Action und herrlich schlechten Gags stilsicher in Szene
 Bad Boys for Life * * die Tatsache, dass man sich handlungstechnisch einiges einfallen lässt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass man weder mit den aufgewärmten Gags noch mit der lauen Action, die weit von den Zerstörungsorgien eines Bay's entfernt ist, mit den Vorgängern mithalten kann
 Bad Lieutenant('92) * * * realistisch-hartes Charakterportrait, in dem Keitel seine Verzweiflung äußerst intensiv und glaubhaft rüberbringt
Bad Lieutenant('09) * * Cage auf Droge macht schon Spass, zu spät wird allerdings erst deutlich, dass Herzog wohl ehr eine Satire auf den konventionellen, amerikanische Polizeifilm beabsichtigt hatte
Bad o meh * * sinnliches Drama um eine verletzte Kinderseele
 Bad Tales * * * klug geschriebene, kühl-radikale Analyse einer ausgehöhlten Gesellschaft
 Bad Taste * * Jacksons Erstling, geht so...
 Bad Times at the El Royale * * Goddard hat mit dem Hotel, welches genau auf der Grenze zwischen zwei Bundesstaaten liegt, eine originelle Idee in petto, nur leider macht er rein gar nichts daraus, im Mittelteil baut er zwar dann nochmal gehörig Spannung auf, die dann in dem langgezogenen Showdown aber auch zum Erliegen kommt
 Bad Words * * Bateman's Komödie um einen Erwachsenen, der an einem Buchstabierwettbewerb teilnimmt, kann sein Humorlevel trotz herrlich böser Dialoge nicht ganz aufrechterhalten, punktet aber mit der emotionalen Auflösung der Gründe des Antihelden
 Badlands('73) * * * Malick's Roadmovie um Gewalt und Verrohung besticht durch seine wunderschönen Bilder und hat wohl einen der sympathischsten Killer der Filmgeschichte zu bieten
 Baise Moi   Pornosplattertrashdreck
Bal -Honig * * die sinnliche Reise in ein Bergdorf Anatoliens lässt einen tief in die Natur und den Alltag der Menschen eintauchen
 The Ballad of Buster Scruggs * * * nach dem ehr weniger gelungenen "Hail, Caesar!" gelangen die Coens mit Netflix zu alter Form zurück - die im Wilden Westen spielenden Episoden sind abwechslungsreich, wunderbar besetzt und mit dem typisch trockenen bis makaberen Humor der Brüder gerüstet
 The Ballad of Lefty Brown * * das Westerndrama, in dem ein fabelhafter Pullman als notorischer Versager im Mittelpunkt steht, hat eigentlich alles was man sich wünscht: vielschichtige Charaktere, erhabene Landschaften in 35mm gefilmt und ein entspanntes Erzähltempo - dennoch ist es kein großer Wurf geworden, da einem die Story im Grunde kalt lässt
 Die Ballade von Narayama('83) * * * mit einem unverblümt-realistischen, aber auch poetischen und ungemein erhellenden Blick lernt der Zuschauer das stark von Natur, Aberglaube und Tradition geprägte, abgeschiedene Landleben im Japan des 19. Jahrhunderts kennen
 Banditen! * * dank Thornton und der Kultmusik macht der Film richtig Spass
 Bang, bang, du bist tot * * * * die kluge, universelle Auseinandersetzung mit Amokläufern fängt sehr authentisch die Situation an Schulen ein und ist dabei so nah an den Tätern, wie imo kein Film zuvor
 Bangkok Dangerous('00) * * kühle Großstadtkillerballade, nicht gerade spannend, aber adrinalinfördernd inszeniert
Bank Job * * solider Statham-Flick, der weitgehend auf Action verzichtet, dafür aber auch kaum was anderes zu bieten hat
 The Bannen Way * Bannen's Weg erweist sich als ziemlich abgenutzt
 Der Bär('88) * * * bei aller Putzigkeit bewahrt das brilliant fotografierte Naturdrama seinen realistischen Blick für den harten Überlebenskampf seiner Helden
Barbara('12) ** ungewöhnlich rund für einen Petzold... und Nina Hoss sollte man verbieten, blauen Lidschatten zu tragen;-)
 Barbarella * * * kunterbuntes Abenteuer mit einer göttlichen Jane Fonda - Sex pur!
 Barfly * * * Rourke beeindruckt als Säufer zwischen Poesie und Whiskey, gewonnener Liebe und verlorener Existenz...
 Barfuss * * klischeereich, aber dank Johanna Wokalek sehr sympathisch
 Barfuß auf Nacktschnecken * "Besinne dich wieder auf die einfachen, natürlichen Dinge im Leben" lautet die simple Botschaft des Schwesterndramas, ist ja auch ganz nett, allerdings macht Sagnier's Darstellung den Weg zu dieser Erkenntnis zu einem enervierenden Ereignis
Barfuß durch die Hölle * * * der Kampf des Idealisten Kaji gegen das Regime eines japanischen Arbeitslagers - eine komplexe, packende Studie über die Natur des Menschen und die Unfähigkeit, über ihr zu stehen
Barfuß durch die Hölle: Die Straße zur Ewigkeit * * der zweite Teil fängt sehr realistisch das Leben der Soldaten während der Ausbildung und im Schlachtgetümmel ein, dies ist zwar nicht gerade spannend, führt so aber die Entwicklung unseres Helden glaubwürdig fort
Barfuß durch die Hölle: ...und dann kam das Ende * * * * im Kampf ums Überleben fallen jetzt auch die letzten Ideale - der Abschluss der Trilogie führt mit bitterer Konsequenz vor, wie sich Repression, Krieg und Gewalt auf den Menschen ausüben
 Barfuß im Park * * * muntere Beziehungskomödie mit äußerst charmanten Darstellern
 Die barfüßige Gräfin * * * Mankiewicz's hollywoodkritisches Märchen entwickelt sich langsam, aber bitter zu einer shakespearartigen Tragödie, wartet mit klasse Darstellern und scharfen, sarkastischen Dialogen auf
Barney's Version * * * * * die berührende Geschichte über die verhängnisvollen Verfehlungen im Leben überzeugt mit grimmigen Humor, wundervollen Momenten und einer starken Besetzung, allen voran ein grandioser Giamatti
Baron Blood * ermüdender GothicHorror ohne Atmosphäre
 Barry Lyndon * * * * Kubrick erschafft mit aufrichtigem Blick und einer detailversessenen Ausstattung ein authentisches, in pittoresken Tableaus gefasstes Zeitbild, in welchem er das menschliche Treiben aus der Ferne mit bitterer Ironie beobachtet
 Barton Fink * * * * bitterböse Groteske mit coentypisch-genialen Einfällen und wunderbaren Darstellern
 Basic * * verwirrendes Verwirrspiel mit guter Besetzung
 Basic Instinct * * * perfides Spiel um Sex und feminine Macht - spannend und verdammt heiß
 Baskin('15) * * kleiner, etwas wirrer, türkischer Horrortrip direkt in die Hölle, in düsteren Bildern mit surrealem Einschlag
 Der Bastard muss sterben * * * kluges und unerbittliches Moralstück mit glaubhaften Darstellern
 Batman('89) * * * die Burton-Version besticht vor allem durch die beeindruckende, comicnahe Ausstattung, der man die Liebe zum Detail in jeder Szene ansieht, dass die Figuren dabei etwas zu kurz kommen verzeiht man gerne, vor allem wenn man so einen köstlichen Gegenspieler wie den Nicholson-Joker hat
 Batmans Rückkehr * * eigentlich wie oben, Burton bietet starke Bilder, kann aber mit dem Staraufgebot und der bombastischen Action nicht vertuschen, dass es den Figuren, besonders Batman, an Substanz fehlt
 Batman Begins * * * * die düstere Comicverfilmung nimmt sich viel Zeit für seinen Helden und beeindruckt durch kraftvolle Bilder und einen hohen Realitätsgrad
 Battle in Seattle * * packend inszeniert und gut besetzt, wenn auch mit einer simplen Hollywood-Dramaturgie versehen...
 Battle Royale('00) * * die Sozialkritik ist bis ins Lächerliche überzogen, trägt aber zum Charme des brutalen Trashflicks bei, der als solcher durchaus überzeugen kann
 Battlefield Baseball * * das Voice-over, die Story, fast jede einzelne Szene - köstlich schlecht!
Der Bauch des Architekten * der zweistündige Architekturvortrag erspart mir zwar den Weg nach Rom, Bauchschmerzen hat er aber dennoch hinterlassen...
 Baxter * * * * bissige Gesellschaftskritik aus der Sicht eines Hundes - genial
 The Bay('12) * * Levinson zeigt sein Engagement für den Umweltschutz in einem teils spannenden, leicht überdurchschnittlichen FoundfootageHorror
The Baytown Outlaws * die zynische, auf "cool" getrimmte Gewaltorgie gewinnt durch ihre comichafte Übertreibung an Reiz, der jedoch schnell wieder durch den nicht vorhandenen Witz und die öden Dialogen verfliegt
 Be Cool * schade um die gute Besetzung, denn diese Fortsetzung ist weder cool, noch witzig...
 The Beach * * * abgründiges Aussteigerdrama, welches die Vorstellung eines "Paradieses" Stück für Stück demontiert
 Beach Bum * * * * * oberflächlich betrachtet eine haltlose Partyklamotte, liefert Korine mit einem spielfreudigen McConaughey in der Titelrolle und melancholisch aufgeladenen Floridabildern eine Hymne an den Freigeist, der den Mut und den Wahnsinn besitzt, allein seiner inneren Stimme zu folgen
 Beale Street * * * * mit viel zärtlicher Empathie schaut Jenkins auf ein schwarzes Paar im Harlem der 70er-Jahre, welches seine Liebe gegen heikle Familienverhältnisse und Alltagsrassismus verteidigen muss, dabei ist ihm ein immer noch aktueller, authentischer Film gelungen, der berührt und zugleich wütend macht
 Beasts of No Nation * * Fukunaga hüllt das brisante Thema in eindringliche Bilder, ist sehr nah am dramatischen Geschehen, verliert dabei aber seine Figuren etwas aus dem Auge, was der Spannung nicht zuträglich ist
 Beautiful Boy('18) * * * nach der Lebensgeschichte von David Sheff inszeniert Van Groeningen ein zwar authentisches, aber gerade für seine Verhältnisse auch sehr glattes Drogen- und Familiendrama, welches aber dennoch durch das brillante Spiel von Carell und Chalamet zu berühren weiß
 A Beautiful Day * * * in Ramsay's Psychodrama ist die Interpretationsfreude des Zuschauers gefragt, da lediglich Informationsfetzen serviert werden, allerdings steht sowieso ein grandioser Phoenix im Vordergrund, dessen unmittelbar dargestellte Physis genauso ausdrucksstark und faszinierend ist wie der Score, der durch seine ruppigen Ausbrüche die innere Zerrissenheit des unglücklichen Helden unterstreicht
 Beautiful Girls * * * ein leichter Genuss, ohne Klischees und dafür mit lebendigen Dialogen und schönem Witz
 A Beautiful Mind * * * * als Portrait vielleicht unbrauchbar, als intensiver Einblick in eine kranke Psyche aber mehr als überzeugend, auch weil Crowe seine vielleicht beste Leistung abliefert
 Bed of the Dead * * * sicherlich kein Meilenstein, aber dank der liebevollen Inszenierung, der skurrilen Grundidee und dem netten Endtwist beste Genreunterhaltung
 Bedingungslos('07) * * * fesselnder Mix aus Lovestory und Noir-Thriller, nicht der ganz große Wurf, aber dank einer stilsicheren Inszenierung sehr unterhaltsam
 Beetlejuice * * liebevoll in Szene gesetzte Gruselkomödie, leider nicht annähernd so charmant wie andere Burtons
 Before Night Falls * * das Biopic fängt mit einer gewissen Distanz das Leben des Autors ein, bleibt so trotz eines herausragenden Bardems recht kühl
 Begierde('83) * * * Deneuve, Bowie und Sarandon schweben durch eine elegante Inszenierung von sinnlich-morbider Ästhetik
Beginners * * Mills ist nah an seinen Figuren, handelt dessen Konflike aber zu oberflächlich ab - was bleibt ist ein spielfreudiger Cast und etwas lakonischer Humor
A Beginner's Guide to Endings   schmalzige Zuschauerverarsche¹º
 Das Begräbnis * * der etwas ruhigere Gangsterfilm, aber exzellent gespielt
 Begrabt die Wölfe in der Schlucht * * etwas zu sentimental geraten, jedoch äußerst stimmig und sympathisch
 Die Behandlung * * * der abgründige Krimi um einen Pädophilenring ist nicht frei von üblichen Genremacken, kommt aber aus Belgien und fällt dementsprechend kreativ in seiner Abgründigkeit aus;-)
 Behind the Mask * * originelle Dekonstruktion des Genres mit schwarzen Humor, der zum Ende hin aber die Puste ausgeht
 Bei Anruf Mord('54) * * * * * das geschickt verschachtelte Kammerspiel bietet Spannung pur!!!
 Das Beil von Wandsbek('51) * * * das Drama hinterfragt klug die Moral des Bürgertums und ist sorgfältig inszeniert
 Beim Sterben ist jeder Erste * * das Interessante an Boorman's mit rasanten Wildraftingshots gespicktes Actiondrama ist, dass er sich eindeutigen Interpretationsmustern entzieht, kein simples Mensch-gegen-Natur- oder Städtler-gegen-Hinterwäldler-Szenario, ja nicht mal 'ne Moral springt am Ende raus, was bleibt sind vier Männer auf 'nem miesen Wochenendtrip...
 Being Flynn * * das zu Beginn noch erfrischend wirkende und sowieso mit Leichtigkeit von Dano und De Niro getragene Drama um einen Schriftsteller in der Krise mit sich selbst und seinem obdachlosen Vater verdirbt es etwas mit dem letzten Drittel, welches den Film überhastet in konventionelle Bahnen lenkt
 Being John Malkovich * * * * aberwitziger Trip um Obsession, Identität und andere lebensphilosophische Fragen - originell, schräg und sehr böse
Die Beischlafdiebin * * Petzold's beklemmend-kühles Krimidrama ist zugleich eine bittere Sozialstudie über zerplatzte Lebensträume und den daraus resultierenden Lebenslügen
 Bel Antonio * * * Bolognini's Gesellschaftsdrama bietet interessante Einblicke in das von sexuellem Stolz geprägte Verhalten der Sizilianer, welches nicht nur amüsant anmutet, sondern für Betroffene auch seine tragische Seite hat, was hier spätestens in dem berührenden Schlussbild deutlich wird
 Belle de jour * * * die Abgründe des bürgerlichen Lebens oder auch die Sehnsuchtbewältigung einer Frau, auf jeden Fall ist Catherine Deneuve Sex pur:-)
 Belle toujours * * an sich nur für Kenner des Erstlings interessant
 Bellissima('51) * * * Visconti's in einem authentisch dargestellten Milieu spielende Melodram mit einer fantastischen Magnani in der Hauptrolle besticht durch die differenzierte Charakterisierung einer Frau, die für die forcierte Schauspielkarriere ihrer Tochter das Wohl dieser auf's Spiel setzt
 Ben Hur('59) * * * * gewaltiges Epos in prächtigen Bildern mit einem tollen Heston
 Ben Is Back * * * Hedges lässt uns in seinem von Roberts und seinem Sohn Lucas intensiv gespielten Familiendrama an der zermürbenden Situation einer Mutter teilhaben, die ihren drogenabhängigen Sohn im Zwiespalt zwischen Vertrauen und Zweifel begegnet, was denn auch der Motor der Geschichte ist, der es am Ende an Konsequenz fehlt
Ben X * * * mutiger Appell in origineller Verpackung, durch einen dramatischen Kniff bis zum Ende spannend
 Benny's Video * * hier finden sich einige Themen wieder, mit denen sich Haneke in späteren Werken noch präziser und wirkungsvoller auseinandersetzt - somit als Einstiegsfilm ideal
 Benny und Joon * * die gängig erzählte Tragikomödie behandelt das Thema etwas leichtfertig, punktet aber durch das sympathisch-verrückte Paar Depp/Masterson
 Berlin - 1.Mai * eins machen die Episoden, die teilweise recht klischeereich, platt oder gar unstimmig geraten sind, deutlich: mit Politik hat der 1.Mai wohl kaum noch was zu tun
 Berlin Calling * * * unverfälschter Blick auf die Szene und deren Individuen, mit einem sympathischen Arschloch als Hauptdarsteller und 'nem berauschenden Soundtrack
Berlin - Ecke Schönhauser * * glaubhafte Milieuschilderung, leider kommen einem die Figuren nicht nah genug, so dass im weiteren Verlauf das Interesse an den Schicksalen abnimmt
Berlin-Express * * kleiner, engagierter Thriller aus dem Trümmern Deutschlands
 Berlin is in Germany * * kommt zwar net ganz an andere Genrevertreter ran, kann aber durch viel Authentizität punkten
 Berüchtigt * * * * interessanter als die ehr bescheidene Krimihandlung ist, neben der brillanten Inszenierung, der packende Beziehungskonflikt zwischen den grossartigen Darstellern
 Beruf: Reporter * * * * kunstvoll bebilderter Roadtrip um eine Identitätskrise
 Berühr mich! * * das kleine Episodenfilmchen über die Liebe und das Leben in Polen wirkt leider etwas unstimmig
Die Beschissenheit der Dinge * * * der Balanceakt zwischen Drama und Komödie misslingt, jedoch so herrlich garstigen Humor gab's schon länger nicht mehr
 Besessenheit * * Visconti nimmt sich mit seinen passionierten Darstellern sehr viel Zeit für die Studie über aus Leidenschaft resultierende Gewalt und deren seelische Konsequenzen, so dass sie trotz der packenden Story einfach zu langatmig wirkt
 Ein besonderer Tag * * mit Mastroianni und Loren bestens besetzter, realistisch-nüchterner Einblick in den faschistischen Alltag
 Besser geht's nicht * * tatsächlich wäre es besser gegangen, wie so oft kann ein Nicholson jedoch einiges entschädigen, gerade wenn ihm wie hier eine riesige Spielwiese gegeben ist
Bessere Zeiten * * * das Spielfilmdebüt zeigt bedrückend, aber nie überdramatisierend den Zerfall einer sich liebenden Familie und lässt einen die unheilbaren Wunden spüren (Rapace) die dadurch entstehen
 Ein besseres Leben * * * die authentische Geschichte um einen naiven Querkopf, der immer tiefer in private wie finanzielle Schwierigkeiten rutscht, sorgt durch die Nähe zu seinen Figuren für konstante Spannung
 Die beste aller Welten * * * Goiginger verarbeitet in dem authentischen Milieudrama seine eigene Kindheit mit seiner heroinabhängigen Mutter, mit angemessener Empathie schildert er ihre Beziehung zwischen bedingungsloser Liebe und drastischen Rückschlägen
 Das Beste kommt zum Schluss * * das Beste an dieser Stangenware sind Freeman und Nicholson...und die könnten sogar einen Boll-Film retten...
 Die Bestechlichen * * * so korrupt das es Spass macht, sympathische Darsteller
 Die Bestechlichen 2 - Gauner gegen Gauner * * eigentlich wie 1., nicht viel Neues
 Die Bestechlichen 3 - Rückkehr eines Gauners * schwacher letzter Versuch, jetzt geht auch die Sympathie flöten
Die besten Jahre unseres Lebens * * Wyler's Drama traf damals den Nagel auf den Kopf, ist heute immer noch als authentisches Zeitbild interessant, auch wenn's für manch einen damals sicher nicht so rosig ausgegangen ist;-)
 Bestie Mensch * * * * Renoir geht der düsteren Seite des Menschen in seinen unterschiedlichsten Formen auf den Grund und findet dafür die passenden Bilder und Darsteller
Die Bestie mit den fünf Fingern * * der unterhaltsame Grusel hat neben einem tollen Lorre und netten Effekten sogar noch einen kleinen Twist parat
Der Besuch('64) * * gerade als soziale Studie wäre die Verfilmung von Dürrenmatts Vorlage interessant, leider fällt diese etwas undifferenziert aus - was bleibt ist ein lupenreines Melodram mit zwei Spitzendarstellern
Der Besucher('08) * * die mystisch-düstere Atmosphäre kann einen schon in Bann ziehen, jedoch wird die magere Story nur Freunde des minimalistischen Kinos begeistern können
 Betrogen('71) * * das morbide Psychodrama lässt nur wenig Sympathie für die Figuren aufkommen und wartet mit einem bösen, jedoch unbefriedigenden Ende auf
 Betrug('83) * * die Theaterherkunft ist dem Beziehungsdrama anhand seiner gekünstelten Dialoge anzumerken und allein das Konzept und die Darsteller halten das Zuschauerinteresse aufrecht, da der Inhalt beliebig scheint
 A Better Tomorrow * * * * * gewaltiges Actiondrama über Freundschaft, Liebe und Vertrauen, mit viel Coolness und Stil
 A Better Tomorrow 2 * * * * * ästhetische Ballerorgie, die selbst den ersten Teil noch in den Schatten stellt
 A Better Tomorrow 3 * schwaches Ende der Trilogie, nur die Darsteller sind geblieben
 Better Watch Out * * * der grimmig-ironische Horrorflick überzeugt vor allem durch seine fantastischen Jungdarsteller, welche den wendungsreichen Plot mit ihrem glaubwürdigen Spiel stützen
 Betty Blue - 37,2 Grad am Morgen * * locker-feuchte und ebenso drastische Amour fou
 Die Beunruhigung * * die kleine DEFA-Perle begleitet völlig lebensnah und unaufgeregt einen Tag lang eine Berlinerin, die sich in einer ernsthaften Krise befindet und sich den essenziellen Fragen des Lebens stellt
 Bewegliche Ziele * * * der Mix aus Reality-Thriller und klassischem Hollywood-Melodram ist ein kritischer Kommentar zum Medien- und Gesellschaftswandel und zugleich eine wunderbare Hommage an Boris Karloff
 The Beyond * * Fulci denkt gar nicht dran, das vorhandene Potenzial der Story zu nutzen, wichtiger scheint ihm zu sein, die Zerstörungsalternativen von Augäpfeln darzustellen;-)
 Beyond the Sea * * Spacey legt ohne Frage eine beeindruckende Show hin, nur sollte man sich anstelle einer Biografie ehr auf ein Musical einstellen
 Beyond Re-Animator * * guter Versuch, mehr Splatter, weniger Witz als die Vorgänger
 Beyond the Limits * * Ittenbach's Bester - nichts für Zartbesaitete!
 Die Bibel('66) * * * die Bibel für Einsteiger, bildgewaltig und gut besetzt
 Bibliothèque Pascal * * * * thematisch ähnlich dem großen Fisch hier drunter, aber ehr was für Erwachsene: düster, packend, experimentierfreudig und visuell berauschend
 Big Bad Wolves * * * das brutale Krimidrama der "Rabies"-Regisseure bleibt durch die ungeklärte Schuldfrage bis zum Ende spannend, besticht aber durch seinen trockenen bis schwarzen Humor
 Big Eyes('14) * * orientiert an wahren Begebenheiten ist Burton ein wenig überraschendes, jedoch facettenreiches Drama um Abhängigkeit, feministischer Befreiung und der Kommerzialisierung von Kunst gelungen
Big Fish * * Burton erzählt etwas schleppend und zum Ende rührend über die Macht und den Preis der Phantasie, wenn man sich ihr hingibt
 The Big Lebowski * * * * grotesk, schwarz und zum Schrei'n komisch - Goodman ist die Kirsche auf dem Sahnehäupchen
 The Big Short * * * McKay's hoch ambitionierter Finanzthriller gibt einen unterhaltsamen wie komplexen Einblick in das Geschehen der Krise von 2007 - um alles auch wirklich nachvollziehen zu können, hätte es allerdings noch einige Einspieler à la "Margot Robbie im Schaumbad" bedarft;-)
 Big Stan * einfallslose Knastklamotte auf unterstem Niveau, den Stern gibt's für den selbstironischen Carradine
 The Big White * * nur wenige Lacher, aber gut besetzt und sehr sympathisch
 A Bigger Splash('15) * * * Guadagnino hat in seinem "Swimmingpool"-Remake die Figuren ausgearbeitet, die Konflikte intensiviert und dabei das Geheimnisvolle des Originals erhalten, ebenso wie das lethargische Sommerfeeling
 Bilanz eines Lebens * * * Kurosawa geht es in seinem großartig gespielten Drama nicht nur um ein psychologisches Portrait, er zeigt auch die japanische Nachkriegsgesellschaft im Umschwung, zwischen Angst und Ignoranz
 Bildnis einer Trinkerin * * kühle, artifiziell-überspitzte Alkoholismus- und Gesellschaftsanalyse
Billy Bathgate * weder die Topstars, noch Kidman's Nacktszenen erwecken die leblose Regie, das lahme Drehbuch und den blassen Helden zum Leben...
Billy the Kid - Einer muss dran glauben * * * in seinem Filmdebüt treibt Penn seiner Hauptfigur sämtliches Heldentum aus und läutet so mit den Spätwestern ein, Newman spielt die Legende grandios als gebrochenen, unsicheren Rächer
Bin-jip * * zärtliche Lovestory, nicht so komplex wie andere Ki-duks, aber in ebenso sinnlichen Bildern
 Bird Box * * * Bier gelingt der kleine Ausflug ins Horrorgenre mit Bravour, mit aufreibender Spannung und einer Bullock in Höchstform geht sie der Angst des Menschen vor dem Unbekannten auf den Grund, welche allein durch unheilvolle Bilder symbolisiert wird
 Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) * * * * Iñárritu legt ein optisch berauschenden Hybrid aus Selbstfindungsdrama und Broadwaykomödie hin, der mit seinem exzellenten Cast, dem fiebrigen Drumscore, der Nähe zu seinen  Figuren, dem Spiel mit der übernatürlichen Ebene und dem losgelösten Ende einzigartiges Kino bietet
 Birds of Passage('18) * * * * die Tragödie eines kolumbianischen Wayuu-Stammes, welcher der kapitalistischen Gier verfällt und dafür seine Kultur auf's Spiel setzt, fesselt dank der komplexen Figuren bis zum Schluss, zugleich ziehen Gallego und Guerra einen Faden spiritueller Poesie durch ihren Film
 Birdy * * Parker verbindet die Story um einen neurotischen Jugendlichen mit einem Vietnamtraumakonflikt, der nur mit echter Freundschaft bewältigt werden kann - große Gefühle, überzeugende Darsteller, aber auch anstrengend
 Birkenau und Rosenfeld * * * der Einblick in das Schicksal eines KZ-Häftlings fällt sehr ruhig aus, ist aber nie langweilig
 Birnenkuchen mit Lavendel * * ein sehr bekömmlicher Kuchen nach altem Rezept ohne unerwünschte Geschmacksstoffe und im Abgang so harmonisch, dass er eigentlich nicht real sein kann:-)
 Birth('04) * * handwerklich und schauspielerisch top, jedoch zum Schluss recht unbefriedigend
 Birthday Girl('01) * * die Mischung aus Thriller, Lovestory und Komödie geht nicht ganz auf, dabei hat die Thematik Potential und die Darsteller sind gut aufgelegt
 Bis das Blut gefriert * * * * der Schrecken in Wise's Gruselklassiker entsteht allein aus dem Mix aus kühlen Bildern und perfekt eingesetzten Ton, allein die Geräuschkulisse sorgt für Unbehagen und bettet sich gut in das tragische Portrait einer einsamen Außenseiterin ein
 Bis daß der Tod euch scheidet('79) * * * Carow's Ehedrama besticht nicht nur als authentische DDR-Alltagsschilderung, sondern auch als ernüchterndes Portrait eines Mannes, der nicht bereit ist alte Rollenbilder für eine moderne Lebensführung aufzugeben
Bis nichts mehr bleibt * * die TV-Produktion legt ihr Hauptaugenmerk auf die Aufklärung, so bleibt das Drama zwar recht kühl, bietet aber einen realistischen Einblick
 Bitch Slap * * feinster CGI-Trash, unendlich schlecht für echte Geniesser:-)
 Bitter Moon * * * böses Psychodrama um Liebe, Macht und Vergeltung
 Die bitteren Tränen der Petra von Kant * * das intensive Kammerspiel hat etwas Wahrhaftiges an sich, jedoch stößt mir auch hier Fassbinders theatralischer Stil übel auf
 Bittersweet Life * * * Ji-woon Kim legt nach "A Tale of Two Sisters" eine weitere stilsichere, ebenso elegante wie brutale Inszenierung hin
Biutiful * * * * Inárritu zeigt Spanien von seiner hässlichen Seite - realistisch, bedrückend, manchmal auch schön und mittendrin ein bisschen Poesie und ein grandioser Bardem
 Black Book * * * Verhoevens packender Thriller liefert zugleich ein realistisch-ehrliches Kriegsbild
 Black Dahlia * * stimmiger Neo Noir in toller Optik, leider etwas wirr und nicht immer glaubwürdig
 Black Death * * Smith legt ein realistisch-brutales Bild der mittelalterlichen Pestzeit hin und fokussiert dabei die Religionsfrage, die zwar Interesse weckt, aber zu unpräzise behandelt wird
 Black Hawk Down * * * Scott bewegt sich hautnah am Kriegsgeschehen - mitreißend und ohne aufdringlichen Pathos
 Black Mask * * gute Action, mäßige Story mit einigen Logiklöchern (wobei das auch an der gesichteten Version liegen kann)
 Black Mass * * leider konzentriert sich Cooper nicht nur auf seinen Protagonisten, sondern deckt faktennah die Hintergründe für seine FBI-Verbindung auf, was nicht nur ziemlich trocken ist, sondern auch verhindert, dass man Bulger, der faszinierend kühl von Depp dargestellt wird, wirklich nahe kommt
 Black Moon('86) * * die gute alte 80er Jahre Action
 Black Sea('14) * * trotz ordentlicher Ausstattung und Besetzung krankt Macdonald's U-Boot-Thriller an verschiedenen Faktoren: die Story ist von Anfang an nicht sehr glaubwürdig, die Figuren kaum greifbar und Atmosphäre mag auch nicht wirklich aufkommen
 Black Sheep('06) * * trashiger Funsplatter, der nicht so recht zünden will, aber für den ein oder anderen Lacher sorgt
 Black Snake Moan * * das atmosphärische Südstaatendrama hat zwar Blues, aber leider kein Biss...
Black Swan('10) * * * * * elektrisierendes, visuell überragendes Psychohorrordrama über sexuelle Befreiung und destruktives Streben nach Perfektion, wie es wohl nur ein Aronofsky inszenieren kann
 Blackout - Anatomie einer Leidenschaft * * * was Roeg hier für einen Sturm an Schnitten entfacht, sollte man sich nicht entgehen lassen, der Krimiplot verkommt fast zur Fassade einer fatalen Amour fou, offenbart am Ende aber einen kurzen Blick in die Abgründe der menschlichen Natur
 Blade * * * * * einfach verdammt cool...I love it:-)
 Blade 2 * * * * mit der GothicOptik muss man sich anfreunden, ansonsten hält del Toro's Fortsetzung gut mit und ist technisch noch ausgereifter
 Blade: Trinity * hier fehlt so gut wie alles, was Blade je ausgemacht hat...außer Snipes...
 Blade of the Immortal * * schleppendes Geistersamuraiepos von Miike nach einem Manga, in dem die Story kein Ende findet und sich das Gemetzel irgendwann ermüdet
 Blade Runner * * * * es ist schon beeindruckend, wie Scott ohne Hast und gekünstelte Spannung den Zuschauer in seine grandios konstruierte, urbane Dystopie zieht und dazu anregt, sich Dick's cyberphilosophischen Gedanken hinzugeben
 Blade Runner 2049 * * * * auch in der Fortsetzung geht es nicht primär um Spannung, sondern um Atmosphäre die einen Raum schafft, in dem sich der Zuschauer ganz auf das Sujet einlassen kann - somit fängt Villeneuve den Spirit des Erstlings perfekt ein und dass dazu noch in sagenhaften Bildern
 The Blair Witch Project * * * * * der beklemmende Kultfilm zeigt wie man aus kleinen Mitteln einen großen Effekt erzielen kann
 Blair Witch 2 * schwach, nur noch ein wirrer Teenislasher
 A Blast * * das künstlich übersteigerte Drama um eine hysterische Mutter lässt sich als wütendes Pamphlet auf die griechische Gesellschaft lesen und hält den Zuschauer durch fließende Zeitsprünge und das hektisches Geschehen auf Trap, hätte am Ende aber noch einen Schritt weitergehen müssen
 Blau ist eine warme Farbe * * * universelle Lebens- und Liebesgeschichte vom sexuellen Erwachen über die erste Liebe bis zum Vertrauensbruch und dessen Folgen, natürlich und realistisch in Inszenierung und Schauspiel
 Die blaue Dahlie * * * Chandler's Story ist zwar nicht ganz stimmig, jedoch bietet der Noir-Klassiker mit Ladd, Lake und Bendix einen gut aufgelegten Cast und bleibt durch die offene Täterfrage bis zur überraschenden Auflösung spannend
 Der blaue Engel * * * * brillant inszenierte Charakterstudie mit einem wunderbaren Jannings und einer bezaubernden Entdeckung: Marlene Dietrich
 Der blaue Express * * das praktisch russische Stummfilmvorbild zu "Snowpiercer" verbindet den Revolutionsgedanken mit einer ausgefeilten Montage, die hektisch erzählte Story birgt dabei allerdings nur wenig Identifikationspotenzial für die Figuren
 Das blaue Zimmer * * * etwas schade ist es schon, dass Amalric seinen anspruchsvoll erzählten und kunstvoll arrangierten Erotikkrimi relativ früh auflöst, wobei es hier, vielleicht als Verbeugung vor der Realität, keine 100% Gewissheit gibt
 Die Blechpiraten * im Gegensatz zu anderen Autoactionern der 60er- und 70er-Jahre stinkt dieser Vertreter deutlich ab, da er zwar aufwändig, aber einfach grottig inszeniert ist und ohne einen Hauch Witz oder gar Charme daher kommt
 Die Blechtrommel * * * * Schlöndorff setzt den ironisch-kuriosen Roman, abgesehen von den spielfilmnötigen Kürzungen, nahezu werkgetreu um
 Bleeder * * * * drastische Gewaltstudie trifft auf lockerluftige Lovestory - trocken, dänisch, gut
 Die blinde Bestie * * * erinnert gerade gegen Ende an "Reich der Sinne", ist zwar net ganz so hart, aber mindestens genauso intensiv
 Bliss('19) * * * der Story um den wahren Preis von großer Kunst gehen zwar irgendwann die Ideen aus, sie ist aber schön rotzig in 16mm mit Heavy Metal und handgemachten Gore-Einlagen in Szene gesetzt
 Blob, Schrecken ohne Namen * ja, auch Steve McQueen hat mal klein angefangen;-)
 Die blonde Sünderin *** über die verführerische Kraft von Frauen und Roulettetischen
 Blondinen bevorzugt ** das turbulente Musical entpuppt sich schnell als eine bitterböse Satire, in der Monroe mit Bravour ihr Image ausspielt
 Blood('12) * * sicherlich ist die Story um zwei Brüder, die unter der Last ihrer Schuld zusammenbrechen, nicht gerade neu, allerdings macht Murphy viel durch seinen großartig spielenden Cast und die trist-düstere Küstenatmosphäre wett
 Blood and Bones * * das Familiendrama kommt bitter und konsequent daher, wirkt dadurch aber auch emotionslos und ernüchternd
 Blood and Wine * * etwas lahm, wobei Caine und Nicholson durchaus zu gefallen wissen
 Blood Diamond * * actiongeladenes Abenteuer ohne tiefgründige Politkritik
 Blood Feast('63) * damals vielleicht ein Aufreger, heute jedoch nur noch Trash, dabei aber kaum charmant und zu selten amüsant
 Blood Simple * * * schon in ihrem Erstlingswerk vereinen die Coen's viele Ingredienzen ihres unverkennbaren Stils: dabei neben der inszenatorischen Raffinesse und Frances McDormand(hier auch in ihrer ersten Kinorolle) vor allem die Lust, die Figuren ihrem groteskem Schicksal zu überlassen
 Blood Tea and Red String *

...da hilft auch kein roter Faden, wenn man vor lauter Symbolik den Tee nicht mehr findet...

 Blood Ties('13) * * * das im stimmigen 70er-Jahre-Look inszenierte, bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzte Remake erfindet das Rad nicht neu, verdichtet den Bruderkonflikt aber so weit, dass man sich dem Sog der Geschichte kaum entziehen kann
 Blood Work * sorgt teilweise für Spannung, kommt aber mit einigen Längen, vielen Klischees und einem schlechten Ende
 Bloodsucking Freaks * harter, frauenverachtlicher Stuff, heute aber ehr trashig 
 Blow * * * * * Demme gelingt ein zwar recht oberflächliches, aber ungemein unterhaltsames und zutiefst berührendes Biopic mit grandiosen Darstellern
Blow Out * * angelehnt an Antonionis' "Blow Up" inszeniert De Palma einen optischen hochwertigen, recht spannenden Thriller, bei dem es leider des Öfteren mit der Glaubwürdigkeit hapert
 Blow Up * * * surrealer Krimi um Sein und Schein in dessen Mittelpunkt eine typisch-antonionische Figur steht
 Blue Jasmine * * für ihre Darstellung als fragile, tablettensüchtige Witwe eines Investmentbetrügers hat Blanchett den Oscar wirklich verdient, leider stellt die sich im Kreis drehende Story nicht mehr als ihre Plattform dar
 Blue Steel * * solider Thriller, Curtis ist toll
Blue Valentine('10) * * * * Gosling und Williams sind umwerfend in der schmerzlich-authentischen Geschichte über den Anfang und das Ende einer Liebe
 Blue Velvet * * * * Lynch wirft einen Blick in die dunklen Ecken der Kleinstadt - spannend, interpretierbar, abgefuckt und schön
 Blueberry und der Fluch der Dämonen * * der LSD-Trip zum Schluss versaut den ganzen Film
Blues Brothers * * * das irrwitzige Actionspektakel hängt zwar ab und zu mal durch, macht dies aber durch stimmungsvolle Musik, viel Humor und die zahlreichen Gastauftritte wieder wett
 Die Blume des Bösen * * nicht wirklich witzig, aber schön perfide
Das Blut der roten Python * * * Trash par excellence
 Blutgericht in Texas * * * * * Tobe Hooper baut eine unglaublich beklemmende Atmosphäre auf, dazu war Leatherface nie wieder so beängstigend wie hier
 Blutige Erdbeeren * * * * ein visuell faszinierender, kraftvoller Blick auf die Studentenrevolte '68, dazu ein wundervoller Score
 Der blutige Pfad Gottes * * * * * kultige Ballerorgie mit Witz, Charme und einem köstlichen Dafoe
 Der blutige Pfad Gottes 2 * Duffy ist so sehr bemüht, seinen Erstling zu übertrumpfen, dass die ganze Sache wie ein aufgesetzter, uninspirierter, zuweilen peinlicher Abklatsch wirkt
 Blutige Spur('69) * * so richtig spannend wird's erst zum Schluss, bis dato ehr solide....
 Blutiger Strand * * an sich ehr solide Kriegsaction, jedoch gefallen die Rückblenden sowie die Idee, die Gedanken der Soldaten mit einzubringen
 Blutrache('04) * * das Rachedrama spielt gekonnt mit den Sympathien des Zuschauers, hat einen gelungenen Twist intus, lässt einem am Ende aber überraschend kalt 
 Blutrot * gute Darsteller, jedoch steigert sich das Finale im Minutentakt von nicht nachvollziehbar bis hin zu haarsträubend
Blutsverwandte('78) * * Chabrol's düsterer Krimi ist früh durchschaut, wird aber durch falsche Fährten immer wieder spannend
 Boat People * * * das im Nachkriegsvietnam der 70er-Jahre handelnde, ungeschönte Sozialdrama klagt die fehlende Menschlichkeit in dem totalitären System an, wirkt in seinem Zorn aber teils zu drastisch
 Bobby * * * * nicht oft schafft es ein Film, ein Lebens- und Zeitgefühl so treffend zu vermitteln, dazu trägt auch das grandiose Star-Ensemble bei
 The Body('12) * * * * den besten Thrillern gelingt es, den Zuschauer bis zur überraschenden (und befriedigenden) Auflösung an der Nase herumzuführen - dieser spanischen Produktion gelingt dies mit Bravour
 Body and Soul('25) * * das in einer schwarzen Gemeinde spielende Stummfilmdrama erzählt die Geschichte eines als Pfarrer getarnten Sträflings, der eine Mutter und ihre Tochter ins Verderben treibt - der Stoff ist für seine Zeit ganz schön starker Tobak, so dass es gar kein Wunder ist, dass man am Ende die Sache auf ruppige Weise entschärft hat - schade ist es trotzdem...
 Der Bodyguard('15) * * * das mit knisternder Spannung versehende Thrillerdrama beinhaltet die subtile Charakterstudie eines traumatisierten Kriegsheimkehrers, welche stark vom aufreibenen Score und einem Schoenaerts in Hochform geprägt ist
 Bomb City * * * ein tödlicher Vorfall steht im Mittelpunkt des elektrisierenden Portraits der amerikanischen Punk-Szene, welches teilweise etwas dick aufträgt, aber anhand von Tatsachen auch verdeutlicht, wie wenig Akzeptanz nonkonforme Gruppen in der Gesellschaft erfahren
 Bone Tomahawk * * das Regiedebüt bemüht sich bis zu einem bestimmten Grad um eine realistische Schilderung des Wilden Westens, leider bleiben die Figuren trotz der ordentlichen Besetzung ehr blass, so dass der nicht immer schlüssige Horrorwestern vor allem wegen seiner heftigen Gewalteruptionen im Gedächtnis bleibt
 Bones * 08/15 Teenislasher mit nem cool'n Dogg
Bonjour tristesse('58) * * * * die kleine Jean Seberg für ewig gefangen in ihrer "bittersweet tristesse" - traurig-schönes, vor sonnigster Kulisse gefilmtes Melodram über Menschen, die nicht erwachsen werden wollen
 Bonnie und Clyde * * * * Penn zeigt das Gangsterpaar als das, was sie für die meisten Amerikaner in der Wirtschaftskrise waren: Helden
 Boogie Nights * * * * * herrliches 70er Jahre Feeling, tolle Figuren, stark besetzt, gerade Reynolds ist wunderbar
 The Book of Eli * brutales Action-Gemetzel in artifiziellen Bilder, dessen religiöser Pathos in der finalen Wendung seinen Höhepunkt findet
 Das Boot * * * * * packende Atmosphäre, absolut spannend, gut besetzt und gespielt, werd mir wohl bald die TV-Version geben 
 Borat * zwar schön provokativ, aber selten witzig und meistens ziemlich debil
 The Borderlands * * auch wenn die UK-Produktion dem Found-Footage-Format kein neues Leben einhaucht, gefällt sie durch das Setting, die nur fragmentarisch gestreuten Informationen und das beklemmende Höhlenfinale
Borderline('08) * * Isabelle Blais verkörpert die Rolle mit viel Intensität, die leichtfüssige Inszenierung wirkt zwar sehr sympathisch, nimmt aber auch etwas den dramatischen Wind aus den Segeln
 Borg/McEnroe * * * das Spielfilmdebüt um die beiden Kontrahenten des Wimbledon-Finales 1980 macht vor allem den Druck deutlich, unter dem die Spieler stehen und den sie sich selbst auflasten, das denn durch die fantastischen Darsteller Gudnason und LaBeouf mitzuerleben ist genauso fesselnd wie das Finale selbst - vor allem wenn man den Ausgang noch nicht kennt;-)
 Borgman * * van Warmerdam thematisiert hier unter anderem die Unergründlichkeit des Bösen und erinnert so ganz automatisch an Haneke, durch die bizarre Skurrilität verliert er aber an Bodenständigkeit und somit auch an Schrecken
 Born to be wild('07) * * na halt so 'ne Komödie, guter Cast
 Borsalino * * das Gangsterdrama spielt erfrischender Weise im Marseille der 30er-Jahre und ist dazu mit Delon und Belmondo bestens besetzt, nur leider werden die Figuren der beiden nur oberflächlich skizziert und der lässige Erzählton lässt dazu auch kaum Atmosphäre aufkommen
Das Böse unter der Sonne * * unterhaltsamer Rätselspass mit einer nicht ganz schlüssigen Auflösung
 The Boss of it All * * * bitterböse Komödie um sentimentale Bürohocker, gerissene Betrüger und narzisstische Schauspieler
 Boudu('32) * * Renoir's Komödie über die Doppelmoral der Bourgeoisie geht trotz eines spielfreudigen Simons nicht ganz auf, da wohl jeder normale Mensch Boudu so schnell wie möglich vor die Tür gesetzt hätte:-)
 Boulevard der Dämmerung * * * * Wilder's Abrechnung mit dem Hollywood-Glamour - garstig wie großartig!
 La Boum * * ganz nah an der Heldin, erzählt die gelungene Komödie(was vor allem einem herrlichen Brasseur zu verdanken ist) ganz authentisch von den Leben der Teenies, nur "Reality" nervt nach 'ner Zeit
 Die Bourne Identität * * * * packender Verschwörungsthriller mit Tempo und Tiefe
 Die Bourne Verschwörung * * * gelungene Fortsetzung auf gewohnt hohem Niveau
 Das Bourne Ultimatum * * * actionreicher, runder Abschluss der Reihe
Boxhagener Platz * * ohne DDR-Klischess veranschaulicht die kleine Milieustudie den Alltag der Menschen zwischen Mord, Suff, Nazis und Karpfen
Boy A * * während die Darsteller, besonders Garfield, alles geben, neigt das Drehbuch hin und wieder zu Kitsch und Klischees, was gerade zum Ende hin störend wirkt
 Boy eats Girl   einfallsloser Schund, bei dem die 70 Minuten Warten auf das durchaus gelungene Finale einfach zu lang sind
 Boys don't cry * * * superb gespieltes Identitätsdrama und ein kleiner Tritt gegen den konservativen Westen Amerikas
 Boy Missing * * Atmosphäre und Spannungsgehalt stimmen auch in diesem spanischen Krimithriller, das Niveau anderer Werke aus der Feder Paulo's erreicht er plottechnisch jedoch nicht ganz
 Boyhood('14) * * * * * Linklater's Experiment hat seine Längen, aber es zahlt sich aus: durch die schleichend vergehende Zeit in einem 12-jährigen Zeitraum, wird aus an sich banalen Lebensbotschaften ergreifende Wahrhaftigkeit
 The Boys from Brazil *** die irre B-Movie Story wird mit Schauspielgrößen wie Mason, Olivier und einen ungewohnt bösen Peck gekrönt, da lässt es sich auch leicht verkraften, dass Schaffner die Spannung nicht die vollen zwei Stunden halten kann
 Boyz n the Hood * * * überdurchschnittliches Ghettodrama, welches sich vorallem durch seine guten Darstellerleistungen hervorhebt
 Braindead * * * * * Best Funsplatter ever!!!
 Bram Stoker's Dracula * * * fantastische Story im großspurigen Bildergewand
 Das brandneue Testament * * auch in der skurrilen Abrechnung mit Gott ist Van Dormael's unbändiger Ideenreichtum in jeder Szene zu spüren, allerdings hätten mehr Biss und Spannung an Stelle des ausufernden Klamauks nicht geschadet
 Die Braut des Prinzen * * locker-luftige Unterhaltung zwischen Märchenerzählung und Fantasyparodie
 Die Braut kam per Nachnahme * * unterhaltsamer Spass mit gut aufgelegten Stars
 Die Braut trug schwarz * * * spannender Thriller in bester Hitchcock-Manier, der durch eine fabelhafte Moreau als Racheengel überzeugen kann
 Bravados('58) * * mit prächtigen Cinemascope-Bildern und Peck in der Hauptrolle inszeniert King den harten Rachefeldzug eines Ranchers, an dessen Ende eine gewaltige Überraschung wartet, die dann einen moralischen Konflikt auslöst, dem dann wiederum die nihilistische Kaltschnäuzigkeit eines Italowestern fehlt
 Brawl in Cell Block 99 * * * * Zahler bringt auch frischen Wind ins nächste Genre: die ausführliche Einführung des Helden(sehr physisch: Vaughn) macht diesen greifbar und sein entschlossenes Handeln nachvollziehbar, die wechselne Farbpalette passt sich dem immer düsterer werdenen Szenarien perfekt an und der desillusionierende Grundton der kompromisslosen Geschichte wird von den heftigen Gewalteruptionen weiter vertieft
 Brazil('85) * * strotzt nur so vor Absurditäten und Spitzen gegen Staat & Gesellschaft, auf Dauer verliert man jedoch das Intresse an Gilliam's verrückter Welt
 Breakdown * * spannender Thriller, dessen plumpe Action zum Ende hin deplatziert wirkt
 The Breakfast Club * * * die 80er-Jahre-Kultkomödie nimmt bei aller Blödelei seine vielschichtigen Figuren ernst und befasst sich mit deren Sorgen und Sehnsüchten, nur das simple Ende mag so gar nicht dazu passen
 Breaking the Waves * * Trier's heikles Drama geht bis an die Schmerzgrenze, nur kann man mit der einfältigen Hauptfigur kaum mitfühlen, dazu missfällt das metaphysische Ende
 Brennende Sonne * * * das nuanciert beobachtete Drama um den unverarbeiteten Tod eines Kindes spielt vor traumhaft eingefangener Urlaubskulisse und unterstreicht so die Botschaft, dass man der Konfrontation nicht entfliehen kann
 Brick * * * stimmige Mischung aus "Bugsy Malone" und einem Marlowe-Streifen, jedoch muss man sich drauf einlassen
 Bride of Re-Animator * * kommt in Sachen Witz nicht ganz an den Ersten, nervt ein bissel 
 Ein Brief an drei Frauen * * * Mankiewicz erzählt nach einer Romanvorlage von drei unterschiedlichen Schicksalen, die alle kurz vor einem möglichen Tiefschlag stehen - durch die Frage wen es treffen könnte, erhält das lebensnahe Frauendrama(bis auf die konstruierte Exposition natürlich;-) eine krimiartige Spannungskurve
Brief einer Unbekannten('48) * * * * eine wunderbare Fontaine in einem tragischen Melodram, dessen Perspektive einige Interpretationsmöglichkeiten zulässt
 Briefe an Julia * zuverlässig kitschige Romantikkomödie, die sich aber immerhin durch schön fotografierte Motive und einige bekannte Gesichter hervorhebt
 Brille mit Goldrand * * * subtiles Gesellschaftsdrama um Einsamkeit und Verlust, welches ganz unaufdringlich die Folgen menschlicher Intoleranz aufweist
 Brimstone('16) * * * Koolhoven macht durch die quälende, teils übertrieben brutale Inszenierung den harten Weg der weiblichen Emanzipation regelrecht spürbar, keine angenehme Lehrstunde, aber eine die auch dank der großartig agierenden Darsteller zu fesseln weiß
 Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia * * * dreckig-aparter Mix aus Lovestory und Roadmovie mit gut ausgearbeiteten Figuren und einem wunderbaren Warren Oates
 Bringing out the Dead * * * * * eine Gesellschaft kurz vor dem Kollaps: die grelle, effektreich-verspielte Inszenierung ist für Scorsese zwar ehr ungewöhnlich, nicht aber das abgründige Thema: der nie enden wollende, ironisch überhöhte Trip durch die Nächte des Molochs New York wirkt wie ein 90er-Update von "Taxi Driver"
Broadway Danny Rose * * liebevolle Hommage an die "Kleinen" vom Broadway - zwar nicht so tiefgreifend wie andere Allens, dafür aber umso sympathischer
 Broadway Therapy * * * nach langer Kinopause präsentiert uns Bogdanovich eine herrliche Hommage an das Screwballgenre, die ihr Potenzial zwar nicht ganz ausreizt, aber mit einer vorzüglichen Besetzung glänzt
 Brokeback Mountain * * * * hinter dem stark gespielten, wunderbar fotografierten Beziehungsdrama verbirgt sich ein universeller, lebenskluger Film
The Broken Circle * * * * * van Groeningen erspart den Figuren in seinem raffiniert geschriebenen Drama nichts, weiß aber mit den heftigsten Szenen subtil umzugehen und lässt alles mit wundervollen, bannenden Bluegrass verschmelzen
 Broken Flowers * * * herrlich lakonischer Roadtrip, Murray ist wie gemacht für die Rolle
 Broken Wings('02) * * * stets glaubwürdig und einfühlsam fängt Nir Bergman eine authentische Familiensituation ein, ohne sich dabei in Pathos zu verlieren
 Bronson * * Refn verlässt sich ganz auf seinen rabiat-kultigen Stil sowie auf einen köstlichen Tom Hardy, geht aber weder näher auf die Figur ein, noch hat er eine Story zu bieten
 Das Brot der frühen Jahre * * die experimentierfreudige Böll-Verfilmung pendelt zwischen ansprechend und anstrengend, begründete so aber auch den "Neuen Deutschen Film" mit
 Das Brot des Bäckers * * das engagierte Sozialdrama fängt ganz unaufgeregt und authentisch die Situation am Ofen ein
 Brother('00) * * * Kitano verzichtet hier weitgehend auf Poesie und legt stattdessen in Sachen Coolness, Komik und Brutalität noch einen drauf
 Brotherhood * * tolle Schlachten, etwas viel Pathos
 Brothers('04) * * * * wie schon in "Open Hearts" entwirft Bier ein komplexes Drama mit facettenreichen Figuren, welches nur so von intensiven Momenten strotzt und mit brillanten Darstellern aufwarten kann
 The Brown Bunny * * in rauen, spröden Bildern fängt Gallo die Leere und Hilflosigkeit seines Helden ein, dessen Ursache(n) erst am Ende mit nahezu übertriebener Wucht und Schwere aufgelöst wird
 Bruce Allmächtig * * nervige Moralpredigt, aber eine verdammt gute Jim Carrey Show
Die Brücke('59) * * * der erschütternde Antikriegsfilm unterstreicht die Sinnlosigkeit von Krieg, warnt vor blinden Idealismus und zeigt den (Helden-)Tod in seiner ganzen Grausamkeit
 Die Brücke am Kwai * * * hätte etwas kürzer ausfallen können, jedoch macht das spannende Finale und Guinness's großartige Darstellung dies locker wieder wett
 Die Brücke von Arnheim * * * großspurig angelegte Geschichtsstunde ohne weitere Botschaft, fabelhaft besetzt, wird trotz der Länge nie langweilig
 Die Brüder Karamasow('58) * * * es ist nahezu unmöglich Dostojewski's komplexen Gesellschaftsroman für einen Film zu adaptieren, Brook's Versuch fängt mit fantastischen Darstellern wie Brynner, Cobb, Schell und Bloom zumindest den unbändigen Geist der russischen Seele ganz im Sinne des Autors ein
Brügge sehen... und sterben? * * * die tiefschwarze Komödie fährt ein gemächliches Tempo, bietet neben tollen Darsteller(Gleeson) ein gelungenes Ende und fängt das beschissene Brügge scheiße-schön ein
 Brust oder Keule * * satirische Ansätze lassen sich nur selten blicken, ansonsten der übliche de Funès-Klamauk
 Die Brut * * unheimlicher Schocker von Cronenberg, der hier mal wieder seinen abstrakten, aber diesmal interpretierbaren und durchaus interessanten Gedankengängen freien Lauf lässt
 Bubba Ho-Tep * die originell-trashige Story und Campbell können die öde Horrorkomödie auch nicht retten...
 Bube, Dame, König, Gras * * * * * brutal, grotesk und verdammt komisch - genau mein Ding:-)
 Die Büchse der Pandora * * * * die tragische Geschichte der Lulu, von Pabst in ausdrucksstarken, atmosphärisch dichten Bildern gehüllt
Bucktown * * Williamson und Grier in einem ehr unterdurchschnittlichen Thriller, der aber interessanterweise wie ein Western aufgezogen ist
 Buenos Aires 1977 * * nüchtern-realistischer Einblick in den Foltermechanismus
Buffalo '66 * * * * Gallo's verschrobene Lovestory entwickelt ihren ganz eigenen Charme und hat viele kleine Einfälle zu bieten
 Buffalo Bill und die Indianer * * diesmal fällt Altman über die Mythen des Wilden Westens her, dies natürlich in einer geistreichen Manier, die jedoch nicht ohne Längen auskommt
Bug('06) * * Friedkin legt einen kleinen, aber besonderen, intensiven Film mit packend spielenden Darstellern hin, dessen Konsum am spannendsten ist, wenn man so wenig wie möglich über ihn weiß...
 Bugsy * * * erreicht zwar nicht die Klasse anderer Genrefilme, hat seinen Unterhaltungswert dank des exzentrischen Beattys aber weg
 Bugsy Malone ** formal durchaus interessant, jedoch als GangsterfilmParodie ehr weniger geeignet, dazu 'ne Menge Gesangseinlagen...
 Bullet in the Head * * * Woo nimmt hier mal wieder eine Freundschaft auf den Prüfstand, bietet anstatt stylische Shootouts diesmal ehr explosive Action, dabei ist sein Film natürlich genauso unterhaltsam wie gewohnt
 Bulletproof Monk   selbst wenn man das Hirn schon vollständig runtergefahren hat, nervt dieser einfallslose 08/15-Schinken noch, schade um Chow Yun-Fat
 Bullets over Broadway * * eine ehr mäßige Komödie, die jedoch ihre Momente hat und durch gute Darsteller auffällt
Bullhead('11) * * * * als ein Mix aus Drama und Krimi beginnend, offenbart sich nach und nach in ruhiger, bedrohlicher Atmosphäre eine menschliche Tragödie
 Bullitt * * authentisch, aber nicht gerade spannend...
 Bully - Diese Kids schockten Amerika * das Ganze wirkt, trotz wahrer Begebenheit(!), ziemlich unglaubwürdig, teilweise sogar ehr lächerlich, dazu gibt's einige Längen
 Bulworth * * * leicht überdrehte Politsatire mit einem herrlichen Warren Beatty - frech, komisch, ehrlich
 Der Bunker('15) * * das Sujet dieser mal witzigen, mal beklemmenden, mal anstrengenden Groteske sind wohl bornierte Eltern, die statt ihren Nachwuchs individuell zu fördern, ihn an gesellschaftliche Leistungsstandards festnageln und im Notfall(und Klaus ist definitiv einer) halt austauschen;-)
Bunny and the Bull * * wäre die Story so originell wie die liebevoll gestalteten Bilder, hätte der Roadtrip das Zeug zum modernen Klassiker gehabt
 Bunny Lake is Missing * * * * * Premingers Psychokrimi ist absolut spannend, gut gespielt und bietet eine äußerst gelungene Schlusspointe 
Bunohan * * gerade Kampfsportfans werden von dem schwer durchschaubaren Mix aus paranormalen Familiendrama und kapitalismuskritischen Immobilienkrimi etwas enttäuscht sein
 Der bunte Schleier * * typisches Hollywood-Melodram, dank der Garbo aber 'ne Sichtung wert
Die Buntkarierten * * * die kleine DEFA-Perle führt uns mit viel Charme durch die Jahre und stellt zwar nicht die detaillierteste, wohl aber die unterhaltsamste Familienchronik dar, die ich kenne
 Buried('10) * * konsequent in Handlung und Inszenierung, leider verpasst es Cortés, Mitgefühl für die Figur zu wecken
 Burn After Reading * * * die Coens nehmen hier so ziemlich alles und jeden auf den Arm und servieren es in einer geschickt verschachtelten, herrlichen skurrilen Story
 Burning('18) * * * * mit magischen Bildern, die denen eines Malicks ebenbürtig sind, verfolgt das geheimnisvolle wie fesselnde Krimidrama das Geschehen allein durch die Perspektive des Helden, dabei erhält der Zuschauer die Chance, das Gesehende für sich selbst zu interpretieren und gegebenfalls dessen Handeln zu hinterfragen
 Bürgschaft für ein Jahr * * * ohne zu werten zeichnet das ernüchternde DDR-Drama das authentische Portrait einer unsteten Frau, die mit der Rolle als alleinerziehende Mutter überfordert ist
Der Bürotrottel * * Jerry Lewis hinter den Kulissen von Hollywood - hört sich gut an, ist es aber nur teilweise
 The Business('05) * auf den Spuren von "Blow" - zwar stimmig inszeniert, jedoch lassen einen die Figuren ebenso kalt wie die um Coolness und Witz bemühte Story
 Butch Cassidy und Sundance Kid * * * * Hill portraitiert hier locker und ironisch die wahre Freundschaft der beiden Outlaws, die mit ansteckender Spielfreude von Newman und Redford verkörpert werden und sich durch das wehmütige Ende ins Gedächtnis der Filmgeschichte eingebrannt haben
 Butterfly Effect * * * * * ein virtuos inszenierter, einzigartig-genialer Trip, der von Anfang bis Ende zu fesseln vermag

 

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