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 Aaltra * * furztrockener, pointierter Humor gemischt mit stilsicherer Langeweile für Fans von Kaurismäki
 The ABCs of Death * * * 26 Kurzfilme rund ums Sterben von mehr oder weniger bekannten Genreregisseuren, sind zwar auch ein paar Gurken dazwischen, aber die Sichtung lohnt alleine schon für den filmindustrie-bezogenen Beitrag von Spasojevic und die Clips der verrückten Japaner:-)
 The ABCs of Death 2 * * * im Groben und Ganzen: die ersten 2/3 hängen etwas durch, die Produktionen sind im Vergleich zum Erstling zwar hochwertiger, aber weniger originell, das letzte Drittel reißt es denn wieder raus - mein Favorit: "U is for Utopia" von Natali
Abendanzug * * frech, freizügig und grotesk nimmt Blier die Gesellschaft und die Rolle der Frau in dieser unter die Lupe
 Die Abenteuer des Rabbi Jacob * * gewohnt turbulente Komödie à la de Funès mit kleinem Rassenkonflikt und netter Botschaft
 Die Abenteuer des Robin Hood * * stimmige Unterhaltung für den Sonntagnachmittag
 Die Abenteuer des Sherlock Holmes * * ...was wohl die neue Ritchie-Version macht?^^
 Die Abenteuer des Werner Holt * * * in der Verfilmung der DDR-Pflichtlektüre steht der schleichende Prozess eines Gesinnungswandels im Mittelpunkt, widersprüchliche Szenen im Alltag und die schonungslose Darstellung der Kriegsszenerie entlarven die Unvereinbarkeit einer gesunden Moral mit den Forderungen des NS-Regimes
 Abenteuer in Panama * * Bogey macht sie alle platt! - charmanter Spionagekrimi, der es am Ende etwas zu gut meint;-)
Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn * * * optisch liefert Spielberg einen echten Leckerbissen, wobei die Actionszenen teils übertrieben und unübersichtlich wirken, Witz und Charme stimmen aber und machen Lust auf die Fortsetzung
 Die Abenteurer * * * Robert Enrico über drei abenteuerlustige Freigeister, denen auf schmerzhafte Weise klar wird, dass die Zeit für echte Abenteuer schon längst Vergangenheit ist - unterhaltsam, mit Ventura, Delon und Shimkus fantastisch besetzt und dabei sehr sympathisch
 Abgedreht('08) * * Gondry's Handschrift ist deutlich zu spüren und sorgt für einige Lacher, jedoch kann die Story insgesamt genauso wenig überzeugen wie das Ende
 Abgerechnet wird zum Schluss * * * Peckinpah's witzig angelegter Western erweist sich als recht gehaltvoll, dazu ist Jason Robards einfach köstlich
 Abgezockt! * * ganz lustig, aber nichts Besonderes
About Schmidt * * * * herrlich lakonischer Trip über's Älterwerden mit 'nem fantastischen Nicholson
 Abschied('68) * * * das pointierte Satiredrama fängt mit einem Hauch Melancholie den Abschied von der alten Ordnung aus der Sicht eines aufsässigen Feingeistes ein, der die Borniertheit der deutschen Gesellschaft am Vorabend des ersten Weltkrieges besonders zu spüren bekommt
Abschied von gestern * * kühles, zeitloses, deutsches Gesellschaftsporträt
 Abschied von Matjora * * trist und melancholisch
 Abseits des Lebens('21) * * * Wright schaut in ihrem Regielangfilmdebüt auf eine Frau, die sich in der Wildnis Heilung von einem schweren Schicksalsschlag verspricht, dabei geht sie etwas formelhaft vor(was sich leider auch am Ende bestätigt), aber ihre Performance im Zusammenspiel mit der wunderschönen, aber auch unbändigen Natur lässt einen nicht unberührt
 Absolute Power * * klar, spätestens wenn Luther dem Präsidenten zähneknirschend die Kampfansage macht, schlägt jedes Eastwood-Fanherz schneller - doch leider mindern die zahlreichen Drehbuchlöcher das Vergnügen
 Abwege * * das dramatische Geschehen einer Ehekrise beobachtet Pabst mit freudiger Ironie, die in den Schlusssekunden ihren Höhepunkt findet
 Abyss('89) - Director's Cut * * Cameron's Unterwasserabenteuer sieht sogar heute noch fantastisch aus und auch die erste Hälfte ist fesselnd erzählt, dann tuen sich allerdings nicht nur Längen auf, die Story wandelt sich ebenso zu einem pathetischen Ökomärchen mit einer zu platt vorgetragenen Botschaft
 Accattone - Wer nie sein Brot mit Tränen aß * * * Pasolini's Erstling ist eine äußerst realistische, präzise beobachtete Sozial- und Charakterstudie
 Accident('09) * * der Hong-Kong-Thriller um eine Killerbande, die ihre Aufträge als Unfälle inszeniert, überrascht zwar mit seinen originellen Mordideen, wirkt aber in der Storyline arg konstruiert
Accidents Happen('09) * * es scheint fast so, als hätte die liebevoll inszenierte Dramödie nicht viel mehr zu erzählen als das, was schon im Titel steht - was allein schon wegen der großartigen Davis schade wäre
 Accident Man * * * die mit Martial-Arts-Kämpfern besetzte Actionkomödie unterhält blendend mit knackigen Fights, comichaften Figuren und markig-platten Sprüchen
 The Accountant('16) * * * durch die verzwickte Erzählstruktur bleibt man bei dem Genremix stets am Ball, die gut gewählten Darsteller und eine große Portion Ironie entschädigen sogar für das unnötige Actionfinale und die reißerische Überraschung am Schluss
 Acht Berge * * * * zusammen mit seiner Frau Charlotte Vandermeersch zeichnet van Groeningen klischeefrei, unaufgeregt und zutiefst menschlich das Porträt einer Männerfreundschaft, die in der atemberaubenden Bergkulisse begründet liegt
 Achteinhalb * * Fellinis scheinbar planloses Selbstporträt verlangt einiges vom Zuschauer ab, allerdings ist allein schon das poetisch-schöne Ende einen Blick wert
 Across the Universe * * * * das stimmungsvolle, originell umgesetzte Musical katapultiert einen direkt in die Sixties, starke Bilder und wunderbare Songs trösten über die etwas schlichte Story hinweg
 Ad Astra * * * auf der Suche nach seinem Vater fängt ein Astronaut an, sein Leben zu hinterfragen - Gray erzählt mit meditativer Ruhe in einem nüchternen Weltraumszenario, peppt das Ganze mit ein paar gelungenen Actionsequenzen auf und lässt Pitt in einer seiner subtilsten Rollen glänzen, nur das Finale mag nicht ganz überzeugen
 Adam und Evelyn * * ein DDR-Pärchen hadert in stimmig-ruhigen Sommerbildern mit sich und der greifbaren Freiheit
 Adams Äpfel * * * die skurrile Tragikomödie ist mindestens genauso böse wie amüsant, nur das gutmütige Ende mindert das Gesamtbild etwas
Adaption('02) * * * * * die tiefgründige, von Metaebenen durchzogene Selbsttherapie Kaufman's besticht mit schönem Humor und hervorragenden Darstellern
Adel verpflichtet * * * * * der blasiert-nüchterne Kommentar von Price ist genauso köstlich wie der 8-fache Guinness:-)
 Adieu Bulle * * * mit Ventura und Dewaere großartig besetzter Copthriller mit verzwickter, aber durchaus spannender Story und schönen trockenen Humor
Die Affäre Dominici * * ermüdend-trockene Aufarbeitung eines wahren, bis heute ungelösten Kriminalfalls mit kauzigen Gabin
 Der Affe im Menschen * * an sich hat Romero alle Zutaten für einen kammerspielartigen Tierhorrorfilm zusammen, leider zerstört der unnötige Telepathie-Zusatz die realistische Note, die dem Szenario seine beklemmende Atmosphäre verlieh
 Ein Affe im Winter * * * * eine Ode ans Leben, wundervoll und mit Gabin und Belmondo toll besetzt
 Der Affront * * * warum das Erlangen von Frieden auf der Welt so schwierig ist: superb gespielte Parabel über die schwerwiegenden Folgen von Intoleranz und deren oft tief verwurzelten Ursprünge
African Queen * * * gelungener Mix aus Abenteurfilm und Lovestory, der vor allem von seinen grandiosen Darstellern lebt
After Life('98) * * die nette Grundidee und das darauf folgende Sammelsurium aus Erinnerungen lädt zum sinnieren über die eigenen Erinnerungen ein
 Aftersun('22) * * * * das beiläufig erzählte Vater-Tochter-Drama vor türkischer Urlaubskulisse skizziert seine Figuren und deren Konflikte lediglich und lässt mit seinen natürlich spielenden Darstellern und einem zurückhaltenden Score eine berührend-melancholische Momentaufnahme entstehen
 Agenten der Nacht * * * mal witzig, mal spannend, auf jeden Fall sehr unterhaltsam
 Agenten sterben einsam * * * astreiner Männerfilm ohne Gezeter
 Agents Secrets * * unspektakulärer Agententhriller, der zwar ziemlich authentisch wirkt, aber auch viel Geduld voraussetzt
 Agnosia('10) * * * der Spanier Eugenio Mira liefert einen virtuos bebilderten Genremix ab, der den Zuschauer schnell in seinen Bann zieht und mit erlesenen Darstellern und einem herrlich melodramatisch zugespitzten Schluss aufwartet
 Agonie * * * das originelle Konzept sorgt zwar nicht für Hochspannung, da der Täter relativ früh zu erkennen ist, eine intensive Charakterstudie ist es dank der authentisch spielenden Jungdarsteller aber trotzdem geworden, allerdings sind für Nichtösis Untertitel zu empfehlen
 Agora('09) * * Amenábar ist hier nicht an einer geschichtlich-präzisen Aufarbeitung interessiert, sondern gibt uns eher eine kleine, aufwändig in Szene gesetzte Lehrstunde über Emanzipation und religiösen Fanatismus 
Agression Scale * * launige, brutale "Kevin allein zu Haus"-Variante
 Aguirre, der Zorn Gottes * * * * die Kolonialisierungsstory um eine Gruppe verirrter Spanier am Amazonas tritt vor der einmalig gefilmten, gewaltigen Naturkulisse passend in den Hintergrund, diktierte diese doch zumindest im 16. Jahrhundert noch das Schicksal der, von Kinski bravourös verkörperten, größenwahnsinnigen Europäer
 Aheds Knie * * der Israeli Nadav Lapid widmet sich hier der stark eingeschränkten Kunst- und Meinungsfreiheit seiner Heimat, dabei versucht er seine wütende, aber erkenntnisarme Anklage mit einer bemüht-sperrigen Inszenierung aufzuplustern
Aimée & Jaguar * * * subtiles Frauendrama, welches gerade von seinen Hauptdarstellern lebt
 Air Doll * * Was macht das Menschsein eigentlich aus? Mit einem skurrilen Ansatz geht Koreeda dieser Frage gewohnt ruhig und gelassen nach, wobei in der märchenhafte Tragikomödie denn doch einige Längen entstehen
 The Air I Breathe * * seelenloses Episodendrama, welches von seinem hervorragenden Cast getragen wird
 Ajami * * * * aufklärendes, mitreißendes Kino aus Israel, erzählerisch ausgefeilt und mit einem präzisen Blick für Land und Leute
 Akira('88) * * * der Anime-Klassiker kann als Warnung vor einem Nuklearkrieg oder als Lehrstück über selbstzerstörerische Machtgier gelesen werden, die futuristische Story in Verbindung mit den Actionsequenzen vermag heute noch zu fesseln
 Akt der Gewalt * * * Zinnemann ist ein konsequentes Psychodrama im finsteren Noir-Gewand gelungen, in dem ein Familienvater gezwungen wird, sich seinem Gewissen in einem fiebrigen Kampf zu stellen
 Die Akte * * 2 Stunden solide Unterhaltung, es gibt aber bessere Grisham-Verfilmungen...
 Die Akte Odessa * * * * Neame lässt in seinem Mix aus Polit- und Spionagethriller ein unheimliches, da durchaus vorstellbares Szenario entstehen, welches mit kurzen, aber prägnanten Auftritten der Schell-Geschwister veredelt wird und vor allem die Spannung bis zum Schluss hoch hält
 Alamo Bay * * sehr wissenswert, aber nicht gerade mitreißend
 Alcarràs * * * mit natürlichem Charme fängt der Berlinale-Gewinner die durch Generation und Geschlecht sich stark unterscheidenen Stimmungen und Gefühle innerhalb einer katalonischen Familie ein, die einen letzten Sommer auf ihrer Pfirsichplantage verbringt
Alex Cross * * schon die Freeman-Krimis waren nicht das Gelbe vom Ei und so bleibt auch dieser Fall des Ermittlers, trotz beängstigenden Fox, eher Mittelmaß - vielleicht liegt's ja an der Vorlage...
 Alexander Newski * * * Eisenstein's Propagandafilm überzeugt vor allem durch die gigantischen Schlachtsequenzen
Alexandre Ajas Maniac * * allein schon wegen der (fast) durchgängigen subjektiven Perspektive reizvoll, schockt das Remake durch heftige Gewalteruptionen - leider nimmt man's Wood nicht ganz ab, dazu gibt's unlogische wie unfreiwillig komische Momente
 Alexis Sorbas * * * * die Verfilmung von Kazantzakis' Roman über den griechischen Lebemann der auf Kreta sein Glück sucht, steckt einen allein durch Quinn's elektrisierende Energie an, auch da dieser sich wohl stark mit dem Titelhelden identifizierte, porträtiert aber auch das entbehrungsreiche Leben sowie die "unmenschliche" Seite der Inselbewohner
Ali * * * detailreiches Porträt, schade das Ali's Motive im Dunkeln bleiben, Smith in seiner (bis jetzt) besten Rolle
 Alice, Darling * * mit viel Feingefühl erzählt das kompetent besetzte Drama von einer manipulativen Beziehung sowie von deren Emanzipation, welche allerdings etwas formelhaft ausfällt
 Alice in den Städten * * in seiner leisen, fernwehlindernden Selbstfindungsreise erzählt Wenders die zarte Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft
Alice's Restaurant * * * schöner, teils lustiger aber auch kritischer Rückblick auf eine vergangene Ära
 Alien * * * * der prächtig ausgestattete Sci-Fi-Horror baut ganz subtil Spannung auf und besticht durch seine schmutzig-düstere Atmosphäre
 Aliens - Die Rückkehr * * Cameron lässt es ordentlich krachen - so gibt es zwar keinen stilvollen Horror, aber dafür saubere Action von einem, der weiß wie's geht...
 Alien³ * * richtet sich eher nach dem zweiten Teil, ist ein gutes Stück zu lang geraten und tricktechnisch teilweise echt mies
 Alien - Die Wiedergeburt * * * dem vierten Teil gelingt es endlich wieder ein herrlich verruchtes Umfeld zu schaffen, Jeunets skurriler Charme ist dabei regelrecht spürbar und sorgt für beste Unterhaltung
 Alien: Covenant * * * Scott führt auf sehr erhellende Weise die Prometheus-Story fort und verbindet sie mit der Entstehungsgeschichte des Aliens - ein Leckerbissen für Fans, der mit effektvollen Horrorsequenzen an die frühen Filme anschließt und mit Fassbinder als Android ein neues unheimliches Element in die Reihe integriert
 Alien vs. Predator * nette Effekte, dat war's...
All About Evil * die Hommage an die frühen Horrortrashfilme präsentiert sich originellerweise selbst als einer - leider mit zu wenig Charme, Exzess und Witz
 All Beauty Must Die * * das Kriminal- und Ehedrama hält sich an die Fakten des realen Falls, da dieser nicht aufgeklärt ist, bleiben folgerichtig einige Storyteile sowie die Motive im Dunkeln, was aber bleibt, ist das brillant gespielte Psychogramm eines Soziopathen
 All Men are Brothers('75) * * überzeugt weniger durch seine Kampfsequenzen, als vielmehr durch seine herrlich trashigen Einlagen
 All or Nothing('02) * * * deprimierend und wunderbar menschlich, allein schon die Darstellung von Timothy Spall verpflichtet zur Sichtung 
 All the pretty little Horses * über den sozialen Abstieg einer wohlhabenen Kleinfamilie erzählt das griechische Psychodrama sehr subtil und damit leider auch etwas langweilig, da man den Figuren nur wenig Sympathie entgegenbringt und so der Weg nach unten vielleicht etwas Ironie vertragen hätte
Alle anderen * * eine wunderbare Minichmayr, gute Beziehungsfragen, ein hoher Wiedererkennungswert, nur am Ende fehlt mir etwas die Konsequenz
 Alle meine Stars * * * toller Einblick ins Business und auf die Menschen, die hinter den Stars stehen
 Alle reden übers Wetter * * * aufrichtiges und schnörkelloses Porträt einer Akademikerin aus einfachen Verhältnissen, die sich weder in ihrer Heimat noch in Universitätskreisen zuhause fühlt und verzweifelt einen Weg zu kommunizieren sucht
Alle sterben, ich nicht * * die Verwirrungen der Pubertät in Russland - recht herb, aber(oder gerade deswegen) glaubhaft
 Allein zu zweit * * Bonnie und Clyde auf Französisch - locker-ironisch, witzig und sehr charmant
Alles auf eine Karte('61) * * * der späte Noir vereinigt alle Stilelemente der Richtung zu einem gradlinigen, kompromisslosen Reisser mit einem irren Cliff Robertson und einer zuckersüßen Dolores Dorn 
Alles auf Zucker * * net ganz mein Fall, hat ein paar gute Gags
 Alles aus Liebe('97) * * ein starker Penn auf einem etwas überdrehten, nicht immer glaubhaften, jedoch gut unterhaltenden Liebestrip
 Alles Geld der Welt * * trotz einer lähmenden Zähigkeit bleibt der Ansatz interessant: im Rahmen eines Entführungsdramas studiert Scott den Charakter des als Geizhals und eiskalten Strategen verschrienen Milliardärs Paul Getty, einnehmend gespielt von Plummer, der dem "Monster" menschliche Facetten abgewinnt
 Alles ist erleuchtet * * der tragikomische Roadtrip ist etwas vorhersehbar, jedoch wird das durch die sympathischen Figuren und die subtile Komik wieder wett gemacht
 Alles ist gutgegangen * * * Ozon trifft in seinem Sterbehilfedrama stets den richtigen Ton zwischen Schmerz und lebensnahem Humor, dazu schafft es das gesamte Ensemble, den Zuschauer mit seinem natürlichen Spiel zu berühren
Alles muss raus * * eine Art Feel-Good-Movie mit einem immerhin sympathischen Cast - als Drama zu weichspülig (der Kampf mit Alkoholismus findet praktisch nicht statt) und für eine Komödie reichen ein paar Schmunzler einfach nicht aus...
Alles über Elly * * wie tief die traditionellen Werte noch in den modernen, aufgeklärten Iranern verankert sind, verdeutlicht Farhadi in diesem packenden Drama, das am Ende fast zur Farce mutiert
 Alles über Eva * * * * * hier geht's dem amerikanischen Showbiz an den Kragen: klasse Inszenierung, klasse Dialoge, klasse Darsteller - klasse
Alles über meine Mutter * * * weder sonderlich komisch, noch tragisch, aber mit Aussage und Herz
 Alles, was wir geben mussten * * Romanek konzentriert sich, unterstützt von einem erstklassigen Cast, auf den emotionalen Aspekt des Sci-Fi-Stoffes, wird so aber dem komplexen Thema nicht ganz gerecht
 Allied: Vertraute Fremde * * Zemeckis legt eine opulente Abenteuerromanze hin, die sich später in einen knisternden Psychothriller wandelt - das alles ist übergroß inszeniert und wirklich funken tut's zwischen Pitt und Cotillard auch nicht, aber schön anzusehen ist es allemal und die Lust auf das 100. Mal "Casablanca" ist schon nach 10 Minuten geweckt
 Alone in the Dark   Boll wird immer besser;-)
 Alpha Dog * * starker Stoff mit Imageproblem
 Als das Meer verschwand * * * * ruhiger, klug wie packend inszenierter Mix aus Familiendrama und Psychothriller, schön fotografiert und mit einem Hauch Poesie versehen
 Als der Wind den Sand berührte * * * * selten wurden die Probleme Afrikas so authentisch, nüchtern und dennoch fesselnd eingefangen... und das ganz ohne Leichenberge und Macheten...
 Als wir träumten * * * Dresen's dynamisch-rauer Berlinale-Beitrag ist ein zwar recht fragmentarisches, aber dafür "echt" wirkendes Zeit- und Generationsporträt
 Der alte Affe Angst * * klasse gespielt, wirkt jedoch unausgegoren und zum Ende hin verwaschen
 Das alte Gewehr * * harter Rachethriller, mäßig spannend und ohne Tiefe, aber mit Noiret und Schneider interessant besetzt
Die alte Jungfer * * Bette Davis opfert sich für das Glück ihrer Tochter - bitter und am Ende doch schön...
Alte Liebe ('07) * * kleiner, erfrischender Liebesfilm
 Der alte Mann und das Kind * * * * die herzerwärmende Tragikomödie um Vorurteile besticht vor allem durch einen herrlichen Michel Simon
 Der alte Mann und das Meer('58) * * * gelungene Umsetzung des Hemingway-Klassikers mit einem großartigen Spencer Tracy
 Der alte Mann und das Meer('90) * * gegen die Sturges-Version sieht diese hier trotz Quinn in der Titelrolle etwas alt aus, was auch an dem unnötigen Nebenplot um einen Schriftsteller liegen mag
 Alucarda * irgendwo zwischen Okkulthorror und Sexphantasie - billig, einfallslos und auf Dauer öde bis nervig
 Alvarez Kelly * * Dmytryk's im Unabhängigkeitskrieg angesiedeltes Westerndrama überzeugt mehr durch Schauwerte, besonders im Finale, als durch eine fesselnde Dramaturgie, was bei Charaktermimen wie Holden und Widmark schon schade ist
 Am Ende des Meeres * * * in dem fatalistischen Drama um eine schwierige Annährung wirkt fast jedes Bild wie ein Kunstwerk und die Melancholie des tristen Triests überträgt sich bald auf den Zuschauer
Am Ende des Weges('09) * * klar, die Besetzung spricht für sich, allerdings erzählt die Tragikomödie zu wenig, nutzt Themen wie die Komplexität der Wahrheit nur als Aufhänger für eine typische Selbstläuterungsstory
 Am Ende kommen Touristen * * kleine, unaufdringliche, aber sehr engagierte Auseinandersetzung mit dem gegenwärtigen Auschwitz, die zeigt, dass es immer noch was zu tun gibt
 Am goldenen See * * * einer der wenigen amerikanischen Dramen, die auf leise Töne setzen und gerade deshalb berühren, förderlich sind dabei sicherlich die facettenreiche Story und die wundervolle Besetzung
 Am grünen Rand der Welt * * wenn der Herzschmerz im Mittelpunkt steht, müssen Moral und Realismus schon mal weichen, da macht auch Vinterberg's in schönster Landschaft und mit erlesenen Darstellern inszenierte Romanze keine Ausnahme
 Am Himmel der Tag * * * das Drama um die Einsamkeit einer jungen Frau und deren verzweifelter Ausbruch aus dieser, bleibt trotz der dramatischen Story glaubwürdig, was auch dem vielfältigen Spiel Tezels zu verdanken ist
 Am Rande der Nacht('83) * * * * packender Mix aus Charakterdrama und Film Noir, gerade Coluche's Darstellung ist wunderbar
 Am Sonntag bist du tot * * ernster und trockener als "The Guard", versucht McDonagh erst gar nicht Spannung aufzubauen, sondern konzentriert sich ganz auf die Lebenskrise seines Protagonisten, der wieder mal großartig von Gleeson verkörpert wird
Am Wendepunkt * * MacLaine und Bancroft überzeugen in dem klugen Drama über vertane Lebenswege
 Amadeus * * die opulent ausgestattete Künstler-Biografie hält sich zwar nicht an die Fakten, kann aber als Psychodrama überzeugen, dazu sollte man der Oper nicht abgeneigt sein...
 Amarcord * * * Fellini führt uns mit einem Haufen liebenswerter Figuren durch eine lose Ansammlung von Anekdoten - ItalianFeeling pur!
Amateur('94) * * eigenwillige, garstige Thrillerromanze mit ein bissl philosophischen Anspruch
 Ambulance('05) * * für eine schwarze Komödie fehlt der Witz, für ein Drama verpasst es Munch-Petersen, den Bruderkonflikt zu verdichten - als recht unterhaltsamer B-Thriller ist er wohl am ehesten zu genießen
 The American('10) * * der vor Postkartenkulisse gedrehte Agententhriller schlägt ein meditatives Tempo an und bietet einige Spannungspunkte, befindet sich handlungstechnisch aber eher auf durchschnittlichem Niveau
 American Beauty * * * * * die Demontage des American Dream ist mittlerweile Kult, was vor allem einem göttlichen Spacey zu verdanken ist
American Buffalo * * dialoglastige Verliererstudie mit guten Darstellern, aber wenig Überzeugungskraft
 An American Crime * * * die subtile Inszenierung wirkt stets authentisch und sorgt mit Keener und Page für eine spürbare Intensität
 American Dreamz * ziemlich platt, da sind Bohlensprüche amüsanter
 American Gangster * * * packender Mix aus klassischem Gangsterfilm und authentischen CopThriller mit zwei starken Haupdarstellern
 American Graffiti * * Lucas zeichnet ein nostalgisches Jugendportait der 60er Jahre mit Witz, Charme und der dazu passenden Musik
 American Gun('05) * * bietet einige Denkansätze und hervorragende Darstellungen, lässt sich jedoch nicht intensiv auf die Thematik ein und hinterlässt so einen faden Nachgeschmack
American History X * * * * * das aufwühlende Rassismusdrama ist wie ein Schlag in die Magengrube, bleibt stets authentisch und ist großartig von Norton und Furlong gespielt
 American Honey * * * Arnold's US-Debüt um eine Gruppe streunender Kids im amerikanischen Hinterland lässt das sehnsuchtsvolle Gefühl von Freiheit auferleben und hinterfragt es zugleich, dazu entsteht eine vielfältige Ansammlung von Eindrücken über Land und Leute und das äußerst authentisch und ohne aufdringliche Botschaft
 American Hustle * * * O.Russell nutzt seine recht simple gehaltene Story als eine Art Spielwiese, auf der seine hochgradigen Darsteller mit einem Karussell voller köstlicher Dialoge sich mal so richtig austoben können
American Mary * * bizarrer Einblick in die Bodymodification-Szene mit ziellos-schleppender Story
American Pie * * * och, wir waren ja alle mal Teenis:-)
American Pie 2 * * noch ok...
American Psycho * * * * gnadenlose Abrechnung mit der Yuppie-Gesellschaft mit einem grandiosen Bale
 American Psycho 2 * hat nichts mehr mit dem genialen Ersten zutun, aber Mila ist einfach süss:-)
American Splendor * * * passend-inszeniertes Porträt eines Eigenbrötlers, herrlich komisch, Giamatti wiedermal wunderbar
Der amerikanische Freund * * Thrilller à la Wenders - nicht gerade spannend, aber sehr eigen
Der amerikanische Soldat * Fassbinder auf den Spuren von Melville's eiskaltem Engel - leider werden die Ambitionen von dem artifiziell-überhöhten Regiestil überschattet, der für viel unfreiwillige Komik sorgt
 Amerikanisches Idyll * * * * anhand von aufmerksam wie schlüssig psychologisierten Figuren zeigt McGregor in seinem Regiedebüt, wie zerbrechlich die Wand ist, die das titelgebende Idyll schützt, zusammen mit einem grandiosen Cast gelingt es ihm, die Konflikte kraftvoll zu emotionalisieren
 Aminas Briefe * * * Hauptdarsteller Esben Smed überzeugt in dem beklemmend-intensiven Psychodrama als Besessener, in dessen Wahrnehmung man erst eintaucht, um später zusammen mit ihm von der Realität schonungslos eingeholt zu werden
The Amityville Horror('79) * schwach und auf Dauer nervend
 The Amityville Horror('05) * * die solide Inszenierung vermeidet das Schlimmste
 Amok - He Was a Quiet Man * * * die Mischung aus schwarzer Komödie, Psycho- und Beziehungsdrama schlägt einen eigenwilligen Ton an, bricht bis zum Schluss mit den Erwartungen und berührt durch das Spiel von Slater und Cuthbert
 Among the Living('14) * enttäuschende dritte Zusammenarbeit von den "Inside"-Schöpfern Bustillo und Maury, die mit gelungenen Schockmomente nicht die krude, einfallslose Story kompensieren können
 Amores perros * * * * * wuchtiges Episodendrama - schmerzlich, sinnlich und komplex
Amores possiveis * * gute Idee, Schwächen in der Inszenierung
 Amusement   amüsant, die Inszenierung ist ein einziges Rätsel: Wie viele Filme erkennst du wieder?
An einem Freitag in Las Vegas * * cooler Clou, zieht sich aber etwas
An einem Samstag * * teilweise hautnah dran und intensiv, doch die "Story" verliert sich und endet auch dementsprechend, schade ums Thema und den guten Hauptdarsteller
 An einem Sommertag * * das ruhig inszenierte Drama versingt in Andeutungen und berührt deshalb nur teils
 An einem Tag wie jeder andere * * * * * Bogart und March liefern ein Kammerspiel der Extraklasse - mitreißend
An ihrer Seite * * * Polley ist nah an der Thematik, macht nicht nur die Krankheit an sich greifbar, sondern auch die Sicht der Angehörigen
 An jedem verdammten Sonntag ** mit einem hochkarätigen Cast taucht Stone tief in die Welt des American Footballs ab, dabei gerät die Kritik an der Kommerzialisierung des Sports zu halbherzig, was sich besonders im allzu versöhnlichen Schlussteil bemerkbar macht
 Ana, mon amour * * * * das tiefgründige Beziehungsdrama springt permanent zwischen den Zeitebenen und zwingt den Zuschauer so, jede Szene einzeln zu deuten, statt dem typischen dramaturgischen Fluss zu folgen, was zusammen mit den grandiosen Darstellern einen noch präziseren Blick auf die Psyche der Figuren ermöglicht
 Anastasia('56) * * das pathetisch erzählte Melodram kann mit einer wundervollen Bergman punkten
Anatomie einer Entführung * * * das kühl inszenierte Geiseldrama erzählt die zwei Handlungsstränge parallel und erzeugt allein durch das Spiel mit den Zeitebenen Spannung, dazu kommen hervorragende Darsteller und ein unkonventionelles Ende
 Anatomie eines Mordes * * * Preminger führt uns in die Welt der amerikanischen Justiz und findet gerade mit Stewart als gewieften Anwalt die perfekte Besetzung
Anchorman * * * * der absurdeste McKay/Ferrell und somit irgendwie auch der beste:-) Tipp: die Deleted Scenes anschauen!!
 Anchorman 2 * * die Fortsetzung ist zu lang geraten, erfreut das Fan-Herz aber mit vielen Anspielungen auf den ersten Teil und noch mehr Gastauftritten
 Der andere Liebhaber * * Ozon ist ein Erotikthriller in bester De Palma-Manier gelungen, den Knackpunkt stellt allerdings das Ende dar, welches das bereits Gesehende nahezu bedeutungslos macht, da auch eine nachträgliche Analyse der Psyche der Hauptfigur zu keinem befriedigenden Ergebnis kommt
 Die andere Seite * * * der frühe deutsche Tonfilm schildert nach einem Roman von R.C. Sherriff den Krieg an der Westfront 1918 aus der Perspektive der Engländer, mit Conradt Veidt in der Hauptrolle ist ein erschütternder Antikriegsfilm entstanden, der zur Kompensation des Schreckens auch ironisch-heitere Töne anschlägt
 Die andere Seite des Mondes * * die gescheite Tragikomödie stellt gute Fragen, erweist sich jedoch als unnahbar und kaum amüsant
 Anderland * * * * ein kalter Schauer kann einem in Lien's bitterer Gesellschaftssatire schon über den Rücken laufen, wenn die dargestellte Oberflächlich- und Gleichgültigkeit der Menschen der hiesigen Realität doch erschreckend nahe kommt
 Der Anderson-Clan * * solides Heist-Movie mit Spitzen gegen den Überwachungsstaat
 Andrej Rubljow * * * Tarkowski zeichnet in stimmungsvollen Bildern das Porträt eines Mannes, der mit einer schweren Schaffenskrise zu kämpfen hat - ausdrucksstark
 Andromeda * * * Wise's Sci-Fi-Thriller erhält durch die klinisch-dokumentarische Inszenierung eine ganz eigene, unbehagliche Atmosphäre, die zusammen mit der untergründigen Spannung und dem enormen Detailreichtum den Genreklassiker ausmachen
Angel Heart * * an sich erzählt Parker eine klassische Detektivgeschichte, in der traditionell die meisten Spuren im Sand verlaufen und mischt diese mit einer deftigen Portion Okkulthorror, der am Ende aber zu viele Fragen aufwirft
Angèle und Tony * * die Annährung zwischen zwei grundverschiedenen Menschen - zwar nahzu überraschungsfrei, aber präzise beobachtet und hervorragend gespielt
 Angelo('18) * * * vom Leben des Angelo Soliman, der im 18. Jahrhundert als Kind aus Nigeria verschleppt wurde und später als Hofmohr "Karriere" machte, erzählt Schleinzer völlig wertungsfrei und macht durch Erzählbrüche auf Parallelen in der Gegenwart und somit auch auf die arrogant-bevormundende Haltung Europas aufmerksam
Angels' Share * was als grimmiges Sozialdrama beginnt, verkommt nach und nach zu einer seichten Roadtripkomödie mit abgenutzen, platten bis pubertären Witzen
 Angriff der Killertomaten * zu Recht gilt dieser Murks als einer der schlechtesten Filme der Geschichte, hier trifft eine miese Inszenierung auf noch miesere Witze, ein Stern gibt's denn doch für die Kühnheit, mit der die Macher diesen Schrott hier durchgezogen haben:-)
 Angriffsziel Moskau * * in einem beklemmenden, jedoch leider auch etwas lang und trocken geratenen Kammerspiel zeichnet Lumet ein realistisches Szenario vom drohenden Atombombenabwurf während des kalten Krieges
 Angst('66) * * * * das griechische Psychodrama um Doppelmoral und die Auswirkungen sexueller Frustration zieht den Zuschauer mit der bedrückenden Landsommeratmosphäre und der klugen Inszenierung unmittelbar in seinen Bann
 Angst('83) * * ein Tag mit einem Psychopathen, allein mit seinen Gedanken und Intentionen - technisch ausgereift, authentisch, aber teils auch ermüdend
 Angst essen Seele auf * * * * * Fassbinder verbindet eine ergreifende, nie kitschige Lovestory mit einem kritisch-zeitlosen Gesellschaftsbild, dazu ist Brigitte Mira einfach wundervoll
 Angst über der Stadt * * rasanter Actionkrimi, zwar nicht immer ganz logisch, aber dafür kann Bebel mit waghalsigen Stunts begeistern
Angst vor der Angst * * Fassbinder beobachtet empathisch den Verlauf der Krankheit und deutet natürlich soziale Verhältnisse und Konventionen als Ursache an
 Der Anhalter * * mit William Talman kann Lupino einen glaubwürdigen Bösewicht präsentieren und auch die Bilder tragen sehr zur beklemmenden Stimmung bei, allerdings sind die Protagonisten zu facettenarm gezeichnet, um wirklich Spannung mit ihnen zu generieren
 Aniara('18) * * * man sieht dem schwedischen SciFi-Drama anhand der Kulissen und der CGI-Effekte schon sein kleineres Budget an, aber hier geht es eh eher um existenzielle und dabei durchaus spannende Fragen, wobei durch so manchen (leider auch nötigen) Zeitsprung es diesen nicht immer ganz gerecht werden kann
 Anklage: Mord('13) * * so gut wie in dem Justizthriller hat man Beckinsale selten gesehen, leider kann die dramaturgisch zerfahrene Story weniger überzeugen: das Tochterdrama wird holprig im Eiltempo durchlaufen, die Prozesse wirken teils lächerlich
Anna Christie('31) * * Garbo als Prostituierte, die mit ihrer Vergangenheit ringt - klingt nicht schlecht, ist es auch nicht, nur fehlt vor allem ein "dramatischer" Schluss
 Anna Karenina('35) * * * * eindrucksvolles Liebesdrama mit sozialkritischem Touch und einer umwerfenden Garbo
 Anna Wunder * * niedlich-verträumtes Familienporträt
 Anomalisa * * * Kaufman erzählt, gewohnt originell, über die Lebenskrise eines Motivationscoaches, hellt dabei das bewusst monoton gehaltene Drama mit spleenig-ironischen Witz und authentischen Figuren auf
 Anonyma - Eine Frau in Berlin * * heikles Thema in einer etwas zu sauberen Inszenierung
 Another Year('10) * * auch in der unaufgeregt erzählten und mit sanfter Streichmusik unterlegten Tragikomödie frönt Leigh seiner Leidenschaft für enervierende Frauenfiguren, aber auch das alte Musterehepaar um das sich die Geschichte vorrangig dreht weckt mit ihrer Gutmenschenattitüde nur wenig Sympathie
 Der Anschlag('02) * * recht spannendes, jedoch teilweise unglaubwürdiges Politkino
 La Antena * * * * originelle, eindrucksvolle Hommage an die Stummfilmära, die gekonnt Form und Inhalt miteinander kuppelt und einen großen Interpretationsraum inne hat
 Anthony Zimmer * * * raffiniert arrangierte Thrillerromanze, die einem nach dem letzten Twist dazu anregt, das mit Marceau wunderschön besetzte Geschehen nochmal durchzudenken
 Antichrist * * das etwas andere Ehedrama ist weder leichte Kost, noch leicht zu deuten, wirkt aber durch seine eindringliche Bilderflut lange nach
Antikörper * * der Mix aus "Sieben" und "Schweigen der Lämmer" wirkt oft plakativ und am Ende zu zahm, Hennicke mimt den Psycho sehr überzeugend
 Der Anwalt

* *

abgründiger Psychokrimi, in dem Delon sowie Blanc überzeugen können
 Anything Else * * Woody selbst rettet seinen Film - dieser hat zwar gute Ansätze, hinterlässt jedoch durch den fehlbesetzten Biggs einen eher zwiespältigen Eindruck
 Apartment 212 * der kleine Horrorfilm nimmt sich Zeit für die Figuren und hat zumindest ein grausiges Geheimnis - welches allerdings längst nicht so grausig wie die Regie oder die fehlende Finesse am Plot
Apocalypse Now (Final Cut) * * * * * Coppola's grandios bebildertes Antikriegsfilmmeisterwerk lässt einen das "Grauen" nicht nur durch gnadenlose Zerstörungsorgien spüren, sondern vor allem durch die radikale Darstellung der stationierten Soldaten, in deren Psyche sich der Wahnsinn des Krieges auf verschiedene Arten widerspiegelt
Apocalypto * * * bildgewaltiges, packendes und ebenso brutales Actionabenteuer ohne historischen Anspruch
 Apollo 13 * * That's Hollywood: große Gefühle, tolle Ausstattung, gute Besetzung, wenig Hintergrund, kaum Anspruch...
Appaloosa * * Harris widmet sich in seiner zweiten Regiearbeit ausgiebig dem Freundschaftsthema und bettet dieses in ein realistisches Westernszenario mit viel Dialog und einem schlüssigen, aber laschen Ende
 The Apartment: Willkommen im Alptraum * * der Psychohorror hat eine nette Idee, ist in der Umsetzung aber eher durchschnittlich, dazu sind die mentalen Wandel der Heldin nicht immer nachvollziehbar
 Apollo 10½: Eine Kindheit im Weltraumzeitalter * * Linklater benutzt für seine Reise in die Kindheit im 60er-Jahre-Vorstadt-Idyll das bereits aus "A Scanner Darkly" bekannte Rotoskopie-Verfahren, so kann er nicht nur die fantastischen Elemente leicht in Szene setzen, sondern auch den Detailreichtum voll ausreizen und so den Zuschauer in purer Nostalgie schwelgen lassen...
Das Appartement * * * * die bissige Gesellschaftssatire ist exzellent inszeniert und trumpft mit wunderbaren Darstellern... nur das Ende...
 Aquarius('16) * * * in seinem zweiten Spielfilm begleitet Mendonca Filho die letzte Mieterin eines Wohnhauses, die sich gegen einen Immobilienriesen zur Wehr setzt, dabei macht er ihre Hartnäckigkeit nicht etwas durch ein Schlüsselerlebnis nachvollziehbar, sondern lässt den Zuschauer durch die wunderbare Braga den unbezahlbaren Wert eines Zuhauses spüren
 Arabeske * * drei Jahre nach "Charade" versucht Donen seinen Erfolg zu wiederholen, was ihm mit der unausgegorenen Story und dem rar gesäten Dialogwitz zumindest künstlerisch kaum gelingt - und auch wenn Loren und Peck gut aufgelegt sind, funken tut's zwischen ihnen nicht
 Araf('12) * * in (zu)langen, grautönigen Einstellungen zeichnet Ustaoglu ein Bild vom Alltag in der türkischen Provinz zwischen traditioneller Eintönigkeit und innigen Fernwehwünschen, welche in einer Katastrophe münden und den Zuschauer nachdenklich zurücklassen
 Die Arbeiterklasse kommt ins Paradies * * * * Petri gelingt zusammen mit einem brillierenden Volonté ein aufrüttelndes wie vielschichtiges Arbeiterdrama, in dessen Mittelpunkt die Kritik an der Akkordarbeit und die gewerkschaftliche Instrumentalisierung der Arbeiter steht
 Archive * * das visuell sehr ansprechende SciFi-Drama um einen mit drei Robotern in der Abgeschiedenheit lebenden Tüftler ist packend erzählt, schlägt am Ende aber einen Haken zuviel
 Arctic('18) * * * das Überlebensdrama konzentriert sich ganz auf das eisige Geschehen und verzichtet auf einen emotional bindenden Background der Figuren, was dank eines aufopferungsvoll spielenden Mikkelsen auch hervorragend funktioniert
 Ardennen 1944 * * * Aldrich fängt sehr authentisch das Geschehen ein, konzentriert sich dabei stark auf die Charaktere und übt Kritik am Kriegsmechanismus
Ärger im Paradies * * * Lubitsch's dynamische Upper-Class-Komödie ist voll mit feiner Ironie und elegantem Charme
Argo('12) * * Affleck gelingt der Spagat zwischen realen Ereignissen und Unterhaltung ganz gut, auch wenn seine Spannungsmechanismen mehr als ersichtlich sind und z.B. im Finale der Logik strotzen
 Ariane('57) * * * frech-fröhlicher Spass mit tollen Dialogen und wundervollen Darstellern
 Ariel('88) * * * hier können auch mal Nicht-Kaurismäki-Fans reinschauen, habe drei gute Lacher gezählt und der Held befindet sich in einer nicht enden wollenden Abwärtsspirale, so dass man ihn einfach ins Herz schließen muss!
 Arizona Dream * hat seine guten Momente, hauptsächlich aber exzentrisch, nervig und exzessiv
 Arizona Junior * * * kernige Krimikomödie, in der sich der CoenStil schon klar herauskristallisiert
Arlington Road * * * * der Paranoiathriller sät fleißig Zweifel und punktet neben Bridges' und Robbins' packenden Spiel mit seiner perfiden Schlusspointe
Armageddon * * * vielleicht etwas klischeereich, vielleicht etwas unlogisch, vielleicht etwas patriotisch - aber ich mag ihn:-)
Armee der Finsternis * * schwächster Teil der Reihe, für Fans aber ein Muss
 Armee im Schatten * * * düster-bedrückender, nüchtern beobachteter Einblick in die Mechanismen des Widerstandes
Army Go Home! * * * hervorragend inszenierte, bitterböse Militär-Satire
 Army of One('16) * Charles' halbwahre wie halbgare Komödie um einen Spinner, der Osama bin Laden im Alleingang schnappen wollte, geht vor allem durch die Hauptfigur auf die Nerven, in deren Irrsinn Cages Overacting keine Grenzen gesetzt sind
 Arrhythmia('17) * * * ein russisches Liebespaar steht kurz vor der Trennung: authentisch-erschütternde Alltagsschilderung mit scharfer Kritik am Gesundheitssystem - direkt, elektrisierend und für's russische Indie-Kino fast ungewöhnlich: mit Hoffnung
 Arrival('16) * * * * wie plastisch Villeneuve das Unbekannte visualisiert, macht schon einiges her, dazu erweist er sich auch hier wieder als anspruchsvoller Erzähler, der mit emotionaler Wucht die menschlichen Makel verdeutlicht
Arsen und Spitzenhäubchen * * * tödlich schwarz, herrlich albern und toll besetzt
 Arsenal('29) * * pathetisch-rot gefärbter Revolutionsfilm über den Aufstand in der ukrainischen Waffenfabrik, dessen unübersichtlich gestaltete Story man ohne geschichtliche Vorkenntnisse nur schwer folgen kann
The Art of War   überzeugt weder als Politthriller noch als Actionfilm, wirkt unnötig kompliziert und bringt einige Längen mit sich
The Artist('11) * * vorhersehbar und zu glatt, aber mit zauberhaften Darstellern und rührenden Momenten
 Arzt und Dämon * * * diese Verfilmung des Stoffes besticht vor allem durch Bergman und Tracy, letzterer punktet durch seine herrlich-wahnsinnige Visage
 Asako I & II * * * in poetischen Bildkompositionen inszeniert Ryûsuke Hamaguchi eine wendungsreiche und doch unaufgeregte Liebesgeschichte mit schwierigen, aber "echten" Figuren
 Asche ist reines Weiß * * * in Jia Zhangke's Mix aus bodenständigem Gangsterfilm und berührendem Liebesdrama folgen wir über mehrere Jahre einer Frau(fesselnd: Zhao Tao), die in einem sich rasant wandelnden Land ihren Platz neu finden muss
Die Asche meiner Mutter * * * starkes Zeitporträt, niedlich, mit kleinen Schwächen
 Asche und Diamant * * * * der Höhepunkt der polnischen Schule sieht der Zukunft seines Landes mit bitterer Ironie entgegen und gefällt vor allem durch die symbolträchtige, grandiose Bildgestaltung
 Aschenblödel * * neben sehr gelungenen Blödeleien haben sich in Lewis' Aschenputtel-Version leider auch einige Längen eingeschlichen, die gerade zum Ende hin ins Gewicht fällt
 Asphalt-Blüten * * * * * ungemein glaubhaftes Loserporträt zwischen Tragik und Komik, auf jeden Fall verdammt gut von Hackman und Pacino gespielt
 Asphalt Cowboy * * * die mit Voight und Hoffman äußerst passend besetzte Verliererballade wirft einen Blick auf das desolate Leben im Schatten des Big Apple's
Asphalt-Dschungel * * * * * fesselndes Noir-Meisterwerk mit ausgeprägten Antihelden
 Asphaltrennen * * in dem vieldeutigen Hippiestreifen treffen zwei wortkarge Rennfahrer einer verlorenen Generation auf einen Tagträumer der vorherigen und fühlen sich durch ihre gemeinsame Ziellosigkeit verbunden
 Assassination Nation * * * die überstilisierte Gesellschaftsgroteske hat so ihre Macken, aber entlarvt mutig wie originell die amerikanische Empörungsleidenschaft und wie die Digitalisierung sich wie ein Katalysator auf diese auswirkt
Assassins - Die Killer * * Story naja, bietet aber einige Spannungsmomente und solide Action
Assault - Anschlag bei Nacht * * Carpenter's Klassiker weiß mit seiner beklemmenden Atmosphäre und dem ein oder anderen lockeren Spruch auch heute noch zu gefallen
 Asteroid City * * * Anderson bleibt seinem Stil(und Humor) treu und kreiert einen pastellfarbenden Retrowüstenkleinstadttraum, dem er nach dem etwas kühleren "The French Dispatch" eine melancholische Note sowie einen ironischen Irrgarten aus Metaebenen verpasst
Asylum('72) * * der "Irrgarten des Schreckens" erweist sich als altmodischer, durchaus unterhaltsamer Episodenhorror, der sich selbst nicht zu ernst nimmt
 Asylum: Twisted Horror and Fantasy Tales * * * auch wenn manche Beiträge durch ihre fehlenden Pointen irritieren, überzeugt diese Horror-Anthologie durch inszenatorische Vielseitigkeit, hemmungslose Originalität und viel schwarzen Humor
 Atemlos vor Angst * * unnötiges Remake, welches zwar einem den Atem nicht verschlägt, aber für solide Unterhaltung sorgt
 Athena('22) * * * das atemlose, von packenden Plansequenzen durchzogene Rebellionsdrama wirkt wie ein Kriegsfilm im Ghetto, gibt den Menschen dort aber auch durch drei unterschiedliche Perspektiven ein vielschichtiges Gesicht, nur das Ende, welches unnötigerweise die Täterfrage klärt, untergräbt die eigentliche Botschaft des Films
 Atlantic City, USA * * in Malle's nüchtern-melancholischen Verliererporträt kann Lancaster als abgehalfteter Möchtegerngangster brillieren
 Atlantique * * * Diop beschreibt in ihrem Spielfilmdebüt das afrikanische Leben an der Atlanikküste zwischen Korruption, Flucht und Klassenkonflikte, dabei mischt sie geschickt nüchternen Realismus mit einer übernatürlichen Ebene, welche Trost und Zuversicht spendet
 Atlas('18) * * * Bock überzeugt mit physischer Präsenz als in die Jahre gekommener Möbelpacker, der in einen Konflikt zwischen Recht, Unrecht und Vergebung gerät, dabei zieht das in einem realistischen Milieu eingebettete Drama kontinuierlich die Spannungsschraube an
 Die Attacke der leichten Brigade * * Curtiz verbindet geschickt ein herzhaftes Melodram mit einem prächtig bebilderten Kriegsabenteuer
 Das Attentat - The Man Standing Next * * * ein interessantes Stück südkoreanischer Geschichte wird in diesem etwas umständlich erzählten, aber großartig gespielten Politthriller packend aufgearbeitet, zugleich schaut er entlarvend wie auf die Prozesse hinter den Regierungsentscheidungen
 Attentat auf Richard Nixon * * * eindringliche Psychostudie eines Außenseiters, getragen von einem erstklassigen Penn
 Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe * * kurzweilige Westernparodie mit einem gut aufgelegten Garner und galligem, teils aber schon angestaubten Witz
 Audition('99) * * ominöses, leicht surreales Psychodrama mit deftigem Splatter-Finale
 Auf Anfang('06) * * * das vielschichtige Drama um Freundschaft, Erfolg und Liebe besticht durch eine kunstvoll-originelle, leichtfüssige Inszenierung
Auf brennender Erde * * * kraftvolles Gefühlskino mit starkem Cast, welches den Zuschauer durch das Springen zwischen den Zeitebenen lange auf Trab hält
Auf der anderen Seite('07) * * * Akin legt ein kluges Drama über Zufälle, deren Wirkung, Vertrauen und Vergebung hin
 Auf der Kugel stand kein Name * * * ein umgekehrter Whodunit: nicht wer war es, sondern wen trifft es - aus dieser Prämisse macht B-Filmer Jack Arnold einen klugen wie packenden Western über Doppelmoral, Kleinstadtparanoia und wahre Gerechtigkeit
 Auf eigene Faust('59) * * der Western ist nett anzusehen, bleibt recht spannend und ist mit Scott, van Cleef und Coburn gut besetzt
Auf kurzer Distanz * * Penn und Walken sind spitze, zieht sich aber etwas
Auf Liebe und Tod * * die charmant-ironische Film-Noir-Hommage im stimmigen Schwarzweiß ist Truffaut's Letzter
 Auf Wiedersehen, Kinder * * * wunderbar und tragisch zugleich, vielleicht etwas viel nerviger Chorgesang
Auf Wiedersehen, Mr. Chips * * schöner Klassiker, der so manchen zum Lehrerberuf inspiriert haben dürfte:-)
 Auf Wiedersehn, Franziska('41) * * * mit flottem Erzähltempo, lebendigen Darstellern und gefühlvoller Aufrichtigkeit erzählt Käutner vom Leben einer Frau zwischen Selbstständigkeit, Familienleben und Einsamkeit, allerdings konnte er dabei die Nazi-Propaganda nicht ganz abschütteln
 Aufenthalt vor Vera Cruz * * authentischer Blick auf die "damaligen" Zustände Mexikos, hervorragend von Morgan und Philipe gespielt, jedoch stört das versöhnlich-süße Ende
Der Aufsteiger('11) * * * das bissige Politporträt über einen Karrieristen, der tief in das Machtspiel eingetaucht ist und seine Ideale langsam begräbt, besticht durch seine ernüchternde Realitätsnähe
 Aufstieg * * * erschütternd-intensives Kriegsporträt mit exzellenten Darstellern
 Der Aufsieg des Paten * * gut gespielt, aber etwas trocken das Ganze
Das Auge('83) * * * herrlicher Humor, zum Ende hin recht melancholisch, Michel Serrault ist einfach köstlich
 Augen der Angst * * * das Serienkillermelodram war damals ein Skandal, ist heute zwar schon etwas angestaubt, jedoch gefällt die Idee vom perfekten Shot genauso wie die intensive Farbgestaltung, dazu läuft einem bei Böhm immer noch ein Schauer über den Rücken
 Die Augen der Laura Mars * * Carpenter schrieb das Drehbuch zu diesem skurrilen Mysteryschocker, der zwar leichte Spannung erzeugt, jedoch die Auflösung am Ende aus dem Hut zaubert
 Augen ohne Gesicht * * die Story um einen Chirurgen, der für seine entstellte Tochter ein neues Gesicht sucht hat auch ohne die expliziten Szenen schon einen hohen Schreckensfaktor, nur leider misslingt der letzte Akt durch eine allzu plötzliche Figurenentwicklung sowie dramaturgische und logische Verirrungen
 Auge um Auge('13) * * typisch amerikanisch: großartige Darsteller(Harrelson ist zum Fürchten) und eine stimmige Atmosphäre treffen auf eine überdeutliche Dramaturgie und ein verwurstetes Ende
Aujourd'hui * * der letzte Tag eines Mannes - mal ganz anders, jedoch trotzdem sehr natürlich und zum Ende hin unglaublich zart
 Aurora('10) * * Puiu kühles Amokdrama spart mit Informationen und hält den Zuschauer so am Ball, dieser wird dann mit einigen beklemmend-intensiven Momenten belohnt, die aber nicht ganz die fast dreistündige Spielzeit rechtfertigen
 Aus dem Nichts('17) * * * Akin's Wut merkt man dem mitreißenden Rassismus-, Justiz- und Rachedrama deutlich an und man neigt gar dazu, am Ende die politisch korrekten Gedanken über Bord zu werfen und zu jauchzen: Ja, das ist Gerechtigkeit!
 Aus einem deutschen Leben  * * * aus einer neutralen Perspektive folgt Kotulla der Laufbahn eines KZ-Leiters (angelehnt an die Biografie von Rudolf Höß), mit einem brillanten George, welcher die Zweifel seiner Figur allein durch seine Mimik zum Ausdruck bringt, führt er einem so nüchtern die Banalität des Bösen vor Augen
Die Ausbildung * * * das kühle Drama seziert die Strukturen der modernen Arbeitswelt, zeigt aber auch den ständig auf Optimierung getrimmten, "leeren" Menschen dahinter und wie dieser schon früh lernt, dass Egoismus sich auszahlt
Ausbruch der 28 * * Griem und Keith liefern sich ein durchaus spannendes Duell, das den Vergleich mit "Gesprengte Ketten" nicht zu scheuen braucht
 Die Ausgebufften * * * locker - lustisch - grotesk
 Ein ausgekochtes Schlitzohr * mit miesen Sprüchen, einer lächerlichen Lovestory und eher durchschnittlichen Actionsequenzen feiert die nüchtern kaum zu ertragene Roadmoviekomödie immerhin den Zusammenhalt der Highway-Community charmant ab
 Der Auslandskorrespondent * * unterhaltsamer Spionageflick mit einigen guten Ideen und tollen Darstellern
Die Auslöschung('13) * * der Alzheimer-Beitrag zeigt in einzelnen Episoden den schleichenden Verlauf der Krankheit und setzt dabei ganz auf seine großen Darsteller
 Auslöschung('18) * * * nach dem Roman von VanderMeer schrieb und inszenierte Garland sein zweites Sci-Fi-Drama, welches sich nicht nur durch den ungewöhnlichen Einfluss des Außerirdischen auf die Erde sowie des Visualisierung von anderen Genrevertretern abhebt, sondern auch durch das ruhige Erzähltempo, das dem Zuschauer genug Raum für eigene Gedanken lässt
 Ausnahmezustand('98) * Zwick entwirft ein realistisches, leider nur mäßig spannendes Terrorszenario, welches die gesamte Schuld hollywoodtypisch nur einem Schurken in die Schuhe schiebt und somit das brisante Thema verbanalisiert
Die Aussenseiterbande * * * leichtfüßiger Gaunerfilm mit ironischen Zügen, interessant auch als Isolationsbeitrag
Ausser Atem * * * * Godard's Nouvelle-Vague-Beitrag ist eine locker-luftige Beziehungskiste mit megacoolen Darstellern und grandiosem Abgang
Die Austernprinzessin * * Lubitsch's frivole, mit Slapstick angereicherte Groteske über die Oberklasse sorgt für gute Unterhaltung
Eine auswärtige Affäre * * * * Billy back in Berlin - sehr gelungen, teilweise sogar recht böse, spielt er hier wunderbar mit den amerikanischen Moralvorstellungen
Auszeit('01) * * Cantet lässt sich viel Zeit um die Lage des Mannes, der zwischen Verantwortung und Erschöpfung steht, zu schildern - ein kluger, guter, glaubhafter Film
 The Autopsy of Jane Doe * * schade dass am Ende die Auf- und Erklärung so vaage ausfällt, weil bis dahin der mit Cox und Hirsch prominent besetzte Gruselschocker mit seiner sich langsam aufbauenden, klaustrophobischen Atmosphäre für gepflegten Nervenkitzel sorgt
 Avanti, Avanti! * * die leichte Komödie mit Spitzen gegen die amerikanische und italienische Lebenskultur ist auch dank Lemmon einfach herrlich, aber auch ein gutes Stück zu lang
 Avatar - Aufbruch nach Pandora * * * * die "Pocahontas"-Story bietet keine Überraschungen sondern eher einige Übertreibungen, dennoch schafft es Cameron mitzureißen, visuell zu berauschen und dabei einige böse Spitzen in Richtung moderner Kolonialmächte, insbesondere der USA zu schicken
 Avatar: The Way of Water * * * es ist schon etwas frech, wie Cameron ganze Storyelemente aus dem Erstling einfach kopiert, auch wenn das letztendlich dem visuellen Rausch, der den Zuschauer auch über die lange Laufzeit zu bannen vermag, keinen Abbruch tut - einziges Manko: die hohe Bildrate sorgt in Actionszenen für einen unnatürlich schnellen Bewegungsablauf
Aviator * * * das unterhaltsame, wenn auch nicht sehr tiefgreifende Biopic ist bis in die kleinsten Rollen bestens besetzt und bietet einen großen DiCaprio
 The Awakening('11) * * * reiht sich mit seinem sorgfältig eingebundenen EndTwist und einer überzeugenden Hall ohne weiteres neben hochkarätigen Gruseldramen wie "The Others" oder "Das Waisenhaus" ein
Away We Go * * * Mendes beweist wiedermal sein Gespür für gute Stoffe, diesmal ein warmherziges, überaus sympathisches Roadmovie mit feinem Humor
 Die Axt('05) * * Costa-Gavras bissiger Kommentar zum gegenwärtigen Arbeitsmarkt strotzt nur so vor schwarzem Humor, ist aber auch 'ne ganze Ecke zu lang geraten
 Ayka * * * * das Martyrium einer jungen Kirgisin quer durch die russische Hauptstadt geht durch die unmittelbare Nähe zur Protagonistin und der unverblümten Schilderung der Verhältnisse sowie deren Ausweglosigkeit tief unter die Haut
 Azumi - Die furchtlose Kriegerin * dass Kitamura hier mal ein paar Kohlen zur Verfügung hatte, sieht man dem Streifen nicht unbedingt an, ansonsten der übliche GenreQuark mit 'ner süssen Azumi:-)

 

B    
 Der Baader Meinhof Komplex * *

grober, neutraler Überblick über die RAF-Geschichte, unterhaltsam inszeniert und erstklassig besetzt

 Der Babadook * * * das australische Drama benutzt gängige Horrorelemente, um das Trauma zu visualisieren, das eine alleinerziehende Mutter in den Wahnsinn treibt, dies ist zwar nicht immer spannend, aber schlüssig und originell
 Babel * * * Iñárritu taucht diesmal nicht tief genug in die Figuren ein, um wirklich Mitgefühl für diese zu wecken, ansonsten gibt es wenig an seinem Globalisierungsdrama auszusetzen
 Baby Business * * * Payne's skurriles Regiedebüt ist ein bissiges Kommentar zum "Abtreibungskrieg" und dessen Nutzen für die Mediengesellschaft
Babycall * * das in klaren, tristen Bildern erzählte Psychodrama hält das Interesse durch das Spiel mit Realität und Einbildung lange aufrecht, gerät aber spätestens mit der Auflösung in Erklärungsnot
 Babylon - Rausch der Ekstase * * * * mit treibendem Score, dynamischem Schnitt, groben Humor und einem umwerfenden Cast(Robbie ist eine Wucht) entwirft Chazelle einen erst schrill-exzessiven, dann wehmütigen Abgesang auf Hollywood's Pionierzeit, welcher in einer wundervollen Verbeugung vor der Magie des Kinos mündet
 Backcountry('14) * * * der beinharte Survivalthriller lässt sich Zeit mit der Figureneinführung und lebt lange von der Ungewissheit, was denn überhaupt die Bedrohung sein soll, wenn das denn später klar ist, wird es nicht nur spannend, sondern auch unappetitlich
 Backstage('05) * * * das Drama um gebrochene Existenzen und Fanatismus besticht durch Seigners und Le Bescos intensives Spiel
 Bacurau * * * auch wenn das Drama um den Überlebenskampf eines abgelegenen Dorfes gegen Korruption und intraspezifischen Jagdtourismus satirische Züge aufweist(diese gehen sogar über den Auftritt von Udo Kier hinaus;-)), liegen Mendonça Filho und Dornelles wieder vorrangig die geschilderten Missstände am Herzen
 The Bad Batch('16) * * auch nach dem kleinen Schock vom Anfang weht noch frischer Wind durch dieses Zukunftsszenario, thematisiert es doch die gegenwärtige Orientierungslosigkeit einer hedonistischen Gesellschaft(abgerundet durch den Einsatz limitierter Mimen), dabei werden leider die unterschiedlichen Lager nicht genauer differenziert, wodurch viel inhaltliches Potenzial flöten geht
 Bad Boy Bubby * * * * de Heer's radikale Komödie erforscht auf originelle Weise das Menschsein und hält der Gesellschaft dabei einen schonungslosen Spiegel vor
 Bad Boys('83) * * inhaltlich unausgegoren, dafür überzeugt Penn umso mehr
 Bad Boys('95) * * * die 90er: coole Sprüche von coolen Typen und Karyo... ist einfach Karyo:-)
 Bad Boys 2 * * * Bay setzt seine Helden in einem grell überzeichneten Szenario mit furioser Action und herrlich schlechten Gags stilsicher in Szene
 Bad Boys for Life * * die Tatsache, dass man sich handlungstechnisch einiges einfallen lässt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass man weder mit den aufgewärmten Gags noch mit der lauen Action, die weit von den Zerstörungsorgien eines Bay's entfernt ist, mit den Vorgängern mithalten kann
 Bad Lieutenant('92) * * * realistisch-hartes Charakterporträt, in dem Keitel seine Verzweiflung äußerst intensiv und glaubhaft rüberbringt
Bad Lieutenant('09) * * Cage auf Droge macht schon Spass, zu spät wird allerdings erst deutlich, dass Herzog wohl eher eine Satire auf den konventionellen, amerikanische Polizeifilm beabsichtigt hatte
 Bad Luck Banging or Loony Porn * * * * * der wahrscheinlich originellste und auf jeden Fall witzigste Berlinale-Gewinner der letzten Jahre prangert eine degenerierte, vom Kapitalismus zerfressene Gesellschaft auf hintergründig-groteske Weise an
Bad o meh * * sinnliches Drama um eine verletzte Kinderseele
 Bad Tales * * * klug geschriebene, kühl-radikale Analyse einer ausgehöhlten Gesellschaft
 Bad Taste * * Jacksons Erstling, geht so...
 Bad Times at the El Royale * * Goddard hat mit dem Hotel, welches genau auf der Grenze zwischen zwei Bundesstaaten liegt, eine originelle Idee in petto, nur leider macht er rein gar nichts daraus, im Mittelteil baut er zwar dann nochmal gehörig Spannung auf, die dann in dem langgezogenen Showdown aber auch zum Erliegen kommt
 Bad Words * * Bateman's Komödie um einen Erwachsenen, der an einem Buchstabierwettbewerb teilnimmt, kann sein Humorlevel trotz herrlich böser Dialoge nicht ganz aufrechterhalten, punktet aber mit der emotionalen Auflösung der Gründe des Antihelden
 Badlands('73) * * * Malick's Roadmovie um Gewalt und Verrohung besticht durch seine wunderschönen Bilder und hat wohl einen der sympathischsten Killer der Filmgeschichte zu bieten
 Baghdad in My Shadow * * das in London spielende Drama um eine Gruppe Exil-Iraker zeichnet ein facettenreiches Bild der Menschen und deren Lebenssituationen und hätte die aufgesetzt wirkende Thrillerhandlung gar nicht gebraucht...
 Baise Moi   Pornosplattertrashdreck
Bal -Honig * * die sinnliche Reise in ein Bergdorf Anatoliens lässt einen tief in die Natur und den Alltag der Menschen eintauchen
 The Ballad of Buster Scruggs * * * nach dem eher weniger gelungenen "Hail, Caesar!" gelangen die Coens mit Netflix zu alter Form zurück - die im Wilden Westen spielenden Episoden sind abwechslungsreich, wunderbar besetzt und mit dem typisch trockenen bis makaberen Humor der Brüder gerüstet
 The Ballad of Lefty Brown * * das Westerndrama, in dem ein fabelhafter Pullman als notorischer Versager im Mittelpunkt steht, hat eigentlich alles was man sich wünscht: vielschichtige Charaktere, erhabene Landschaften in 35mm gefilmt und ein entspanntes Erzähltempo - dennoch ist es kein großer Wurf geworden, da einem die Story im Grunde kalt lässt
 Die Ballade von Narayama('83) * * * mit einem unverblümt-realistischen, aber auch poetischen und ungemein erhellenden Blick lernt der Zuschauer das stark von Natur, Aberglaube und Tradition geprägte, abgeschiedene Landleben im Japan des 19. Jahrhunderts kennen
 Bananas * * keine stringent erzählte Story, sondern eher eine Ansammlung von typischen Allen-Gags und Slapstickeinlagen, nicht gerade gehaltvoll, sehr albern, aber auch unterhaltend
 Bandido!('56) * * es macht schon Laune in kraftvollen Technicolorbildern dem abgeklärten Mitchum im weißen Leinenanzug bei seinem zwiespältigen Treiben im zerrütteten Mexiko zuzuschauen, leider ist gerade die inkonsequente Charakterzeichnung des Glücksjägers die größte Schwäche in Fleischer's kernigen Revolutionswestern
 Banditen! * * dank Thornton und der Kultmusik macht der Film doch etwas Spaß:-)
 Bang, bang, du bist tot * * * * die kluge, universelle Auseinandersetzung mit Amokläufern fängt sehr authentisch die Situation an Schulen ein und ist dabei so nah an den Tätern, wie imo kein Film zuvor
 Bangkok Dangerous('00) * * kühle Großstadtkillerballade, nicht gerade spannend, aber adrinalinfördernd inszeniert
Bank Job * * solider Statham-Flick, der weitgehend auf Action verzichtet, dafür aber auch kaum was anderes zu bieten hat
 The Bannen Way * Bannen's Weg erweist sich als ziemlich abgenutzt
 The Banshees of Inisherin * * * McDonagh setzt auch in dieser derben Komödie über eine sterbende Männerfreundschaft auf eigenwillige Charaktere mit Herz und wenn das Ganze auch am Ende etwas auseinanderfasert, schaut man auch dank der Darsteller dem grotesken Inseltreiben gerne zu
 Der Bär('88) * * * bei aller Putzigkeit bewahrt das brilliant fotografierte Naturdrama seinen realistischen Blick für den harten Überlebenskampf seiner Helden
Barbara('12) * * ungewöhnlich rund für einen Petzold... und Nina Hoss sollte man verbieten, blauen Lidschatten zu tragen;-)
 Barbarella * * * kunterbuntes Abenteuer mit einer göttlichen Jane Fonda - Sex pur!
 Barbarian('22) * * wenn man den Horrorreißer ohne Vorwissen anschaut, wartet eine äußerst spannende erste Hälfte auf einen, im zweiten Akt kommt eine herrlich garstige Parabel über männlichen Machtmissbrauch dazu, die im verschenkten Schlussakt ihren Höhepunkt findet
 Barbie * * * das Einzige was man Gerwig's pink-strahlender Satire auf die gesellschaftlich festgefahrene Rolle der Frau vorwerfen kann ist die schemenhaft geratene Story, welche aber durch hemmungslose Selbstironie und den fantastischen Cast(Margot Robbie IST Barbie!) kaschiert wird
 Bardo, die erfundene Chronik einer Handvoll Wahrheiten * * * * nach siebenjähriger Spielfilmpause kehrt Iñárritu mit diesem sehr persönlichen, bildgewaltigen, surrealen und tiefschürfenden Porträt eines eitlen Regisseurs zurück, der an Heimatverlust, Erfolg und eigenen Anspruch zu zerbrechen droht
 Barfly * * * Rourke beeindruckt als Säufer zwischen Poesie und Whiskey, gewonnener Liebe und verlorener Existenz...
 Barfuss * * klischeereich, aber dank Johanna Wokalek sehr sympathisch
 Barfuß auf Nacktschnecken * "Besinne dich wieder auf die einfachen, natürlichen Dinge im Leben" lautet die simple Botschaft des Schwesterndramas, ist ja auch ganz nett, allerdings macht Sagnier's Darstellung den Weg zu dieser Erkenntnis zu einem enervierenden Ereignis
Barfuß durch die Hölle * * * der Kampf des Idealisten Kaji gegen das Regime eines japanischen Arbeitslagers - eine komplexe, packende Studie über die Natur des Menschen und die Unfähigkeit, über ihr zu stehen
Barfuß durch die Hölle: Die Straße zur Ewigkeit * * der zweite Teil fängt sehr realistisch das Leben der Soldaten während der Ausbildung und im Schlachtgetümmel ein, dies ist zwar nicht gerade spannend, führt so aber die Entwicklung unseres Helden glaubwürdig fort
Barfuß durch die Hölle: ...und dann kam das Ende * * * * im Kampf ums Überleben fallen jetzt auch die letzten Ideale - der Abschluss der Trilogie führt mit bitterer Konsequenz vor, wie sich Repression, Krieg und Gewalt auf den Menschen ausüben
 Barfuß im Park * * * muntere Beziehungskomödie mit äußerst charmanten Darstellern
 Die barfüßige Gräfin * * * Mankiewicz's hollywoodkritisches Märchen entwickelt sich langsam, aber bitter zu einer shakespearartigen Tragödie, wartet mit klasse Darstellern und scharfen, sarkastischen Dialogen auf
Barney's Version * * * * * die berührende Geschichte über die verhängnisvollen Verfehlungen im Leben überzeugt mit grimmigen Humor, wundervollen Momenten und einer starken Besetzung, allen voran ein grandioser Giamatti
Baron Blood * ermüdender GothicHorror ohne Atmosphäre
 Barry Lyndon * * * * * Kubrick erschafft mit aufrichtigem Blick und einer detailversessenen Ausstattung ein authentisches, in pittoresken Tableaus gefasstes Zeitbild, in welchem er das menschliche Treiben aus der Ferne mit bitterer Ironie beobachtet
 Barton Fink * * * * bitterböse Groteske mit coentypisch-genialen Einfällen und wunderbaren Darstellern
 Basic * * verwirrendes Verwirrspiel mit guter Besetzung
 Basic Instinct * * * perfides Spiel um Sex und feminine Macht - spannend und verdammt heiß
 Baskin('15) * * kleiner, etwas wirrer, türkischer Horrortrip direkt in die Hölle, in düsteren Bildern mit surrealem Einschlag
 Der Bastard muss sterben * * * kluges und unerbittliches Moralstück mit glaubhaften Darstellern
 Batman('89) * * * die Burton-Version besticht vor allem durch die beeindruckende, comicnahe Ausstattung, der man die Liebe zum Detail in jeder Szene ansieht, dass die Figuren dabei etwas zu kurz kommen verzeiht man gerne, vor allem wenn man so einen köstlichen Gegenspieler wie den Nicholson-Joker hat
 Batmans Rückkehr * * eigentlich wie oben, Burton bietet starke Bilder, kann aber mit dem Staraufgebot und der bombastischen Action nicht vertuschen, dass es den Figuren, besonders Batman, an Substanz fehlt
 The Batman * * * * vom Storytelling und den existenziellen Konflikten her bewegt sich Reeves' Fledermausfilm auf sicheren Pfaden, allerdings legt er mit einem fabelhaften Cast und ikonischen Bildern das mit Abstand düsterste Batman-Universum vor
 Batman Begins * * * * die düstere Comicverfilmung nimmt sich viel Zeit für seinen Helden und beeindruckt durch kraftvolle Bilder und einen hohen Realitätsgrad
 Battle in Seattle * * packend inszeniert und gut besetzt, wenn auch mit einer simplen Hollywood-Dramaturgie versehen...
 Battle Royale('00) * * die Sozialkritik ist bis ins Lächerliche überzogen, trägt aber zum Charme des brutalen Trashflicks bei, der als solcher durchaus überzeugen kann
 Battlefield Baseball * * * * das Voice-over, die Story, fast jede einzelne Szene - köstlich schlecht!
Der Bauch des Architekten * der zweistündige Architekturvortrag erspart mir zwar den Weg nach Rom, Bauchschmerzen hat er aber dennoch hinterlassen...
 Baxter * * * * bissige Gesellschaftskritik aus der Sicht eines Hundes - genial
 The Bay('12) * * Levinson zeigt sein Engagement für den Umweltschutz in einem teils spannenden, leicht überdurchschnittlichen FoundfootageHorror
The Baytown Outlaws * die zynische, auf "cool" getrimmte Gewaltorgie gewinnt durch ihre comichafte Übertreibung an Reiz, der jedoch schnell wieder durch den nicht vorhandenen Witz und die öden Dialogen verfliegt
 Be Cool * schade um die gute Besetzung, denn diese Fortsetzung ist weder cool, noch witzig...
 The Beach * * * abgründiges Aussteigerdrama, welches die Vorstellung eines "Paradieses" Stück für Stück demontiert
 Beach Bum * * * * * oberflächlich betrachtet eine haltlose Partyklamotte, liefert Korine mit einem spielfreudigen McConaughey in der Titelrolle und melancholisch aufgeladenen Floridabildern eine Hymne an den Freigeist, der den Mut und den Wahnsinn besitzt, allein seiner inneren Stimme zu folgen
 Beale Street * * * * mit viel zärtlicher Empathie schaut Jenkins auf ein schwarzes Paar im Harlem der 70er-Jahre, welches seine Liebe gegen heikle Familienverhältnisse und Alltagsrassismus verteidigen muss, dabei ist ihm ein immer noch aktueller, authentischer Film gelungen, der berührt und zugleich wütend macht
 Beast('17) * * * das auf einer britischen Insel angesiedelte Drama um eine junge Frau, die aus dem Gefängnis des Elternhauses direkt in die Arme eines mutmaßlichen Mörders rennt, gewinnt durch die Performance von Buckley und Flynn genauso an Intensität wie durch die Inszenierung der gewaltigen Küstenlandschaft - wenn er jetzt nur 5 Minuten früher enden würde...
 Beasts of No Nation * * Fukunaga hüllt das brisante Thema in eindringliche Bilder, ist sehr nah am dramatischen Geschehen, verliert dabei aber seine Figuren etwas aus dem Auge, was der Spannung nicht gerade zuträglich ist
 Beau Is Afraid * * * * Aster's mit herrlich absurden Humor gespickte und dabei immer tiefer in die Psyche des angstgesteuerten Helden(aufopfernd: Phoenix) eintauchende Odyssee quillt nur so über vor Ideen und bleibt so trotz der Länge kurzweilig, nur am Ende wälzt er den Mutterkonflikt zu sehr aus
 Beautiful Boy('18) * * * nach der Lebensgeschichte von David Sheff inszeniert Van Groeningen ein zwar authentisches, aber gerade für seine Verhältnisse auch sehr glattes Drogen- und Familiendrama, welches aber dennoch durch das brillante Spiel von Carell und Chalamet zu berühren weiß
 A Beautiful Day * * * in Ramsay's Psychodrama ist die Interpretationsfreude des Zuschauers gefragt, da lediglich Informationsfetzen serviert werden, allerdings steht sowieso ein grandioser Phoenix im Vordergrund, dessen unmittelbar dargestellte Physis genauso ausdrucksstark und faszinierend ist wie der Score, der durch seine ruppigen Ausbrüche die innere Zerrissenheit des unglücklichen Helden unterstreicht
 Beautiful Girls * * * ein leichter Genuss, ohne Klischees und dafür mit lebendigen Dialogen und schönem Witz
 A Beautiful Mind * * * * als Porträt vielleicht unbrauchbar, als intensiver Einblick in eine kranke Psyche aber mehr als überzeugend, auch weil Crowe seine vielleicht beste Leistung abliefert
 Das Beben('19) * * * das dokumentarisch anmutende Drama aus Guatemala über eine Familienvater dessen Homosexualität "entdeckt" wird offenbart eine erschreckend repressive Gesellschaft, die zwar nicht offen körperliche Gewalt ausübt, sich aber durch unterschwelligen Druck und offene Abneigung durchsetzt
 Beckett * * * die in Griechenland spielende Verschwörungsgeschichte belebt nicht nur den Geist der europäischen Politthriller der 70er, sie bietet auch einen mit schwerer Schuld beladenen Helden der nichts zu verlieren hat(und so das Szenario glaubwürdiger macht) und zu dem sehr überzeugend von Washington verkörpert wird
 Becky('20) * * * ein 13-jähriges Mädchen in einem Over-the-Top-Blutrausch gegen eine Nazi-Bande die von einem kahlrasierten Kevin James angeführt wird kann man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen, auch wenn die Story gegen Ende etwas abflaut
 Bed of the Dead * * * sicherlich kein Meilenstein, aber dank der liebevollen Inszenierung, der skurrilen Grundidee und dem netten Endtwist beste Genreunterhaltung
 Bedingungslos('07) * * * fesselnder Mix aus Lovestory und Noir-Thriller, nicht der ganz große Wurf, aber dank einer stilsicheren Inszenierung sehr unterhaltsam
 Beetlejuice * * liebevoll in Szene gesetzte Gruselkomödie, leider nicht annähernd so charmant wie andere Burtons
 Before Night Falls * * das Biopic fängt mit einer gewissen Distanz das Leben des Autors ein, bleibt so trotz eines herausragenden Bardems recht kühl
 Before, Now & Then * * * das indonesische Emanzipationsdrama ist elegant in einem Strudel aus feinen Andeutungen, poetischen Bildkompositionen und dichten Cello-Klängen erzählt und dazu außerordentlich zärtlich gespielt
 Begegnung * * * * Lean's klug in Rückblenden erzähltes Liebesdrama kommt mit einer für die Zeit ungewöhnlich reifen Haltung und Darstellern, die durch ihr authentisches Spiel berühren
 Begierde('83) * * * Deneuve, Bowie und Sarandon schweben durch eine elegante Inszenierung von sinnlich-morbider Ästhetik
Beginners * * Mills ist nah an seinen Figuren, handelt dessen Konflike aber zu oberflächlich ab - was bleibt ist ein spielfreudiger Cast und etwas lakonischer Humor
A Beginner's Guide to Endings   schmalzige Zuschauerverarsche¹º
 Das Begräbnis * * der etwas ruhigere Gangsterfilm, aber exzellent gespielt
 Begrabt die Wölfe in der Schlucht * * etwas zu sentimental geraten, jedoch äußerst stimmig und sympathisch
 Die Behandlung * * * der abgründige Krimi um einen Pädophilenring ist nicht frei von üblichen Genremacken, kommt aber aus Belgien und fällt dementsprechend kreativ in seiner Abgründigkeit aus;-)
 Behind the Mask * * originelle Dekonstruktion des Genres mit schwarzen Humor, der zum Ende hin aber die Puste ausgeht
 Bei Anruf Mord('54) * * * * * das geschickt verschachtelte Kammerspiel bietet Spannung pur!!!
 Das Beil von Wandsbek('51) * * * das Drama hinterfragt klug die Moral des Bürgertums und ist sorgfältig inszeniert
 Beim Sterben ist jeder Erste * * das Interessante an Boorman's mit rasanten Wildraftingshots gespicktes Actiondrama ist, dass er sich eindeutigen Interpretationsmustern entzieht, kein simples Mensch-gegen-Natur- oder Städtler-gegen-Hinterwäldler-Szenario, ja nicht mal 'ne Moral springt am Ende raus, was bleibt sind vier Männer auf 'nem miesen Wochenendtrip...
 Being Flynn * * das zu Beginn noch erfrischend wirkende und sowieso mit Leichtigkeit von Dano und De Niro getragene Drama um einen Schriftsteller in der Krise mit sich selbst und seinem obdachlosen Vater verdirbt es etwas mit dem letzten Drittel, welches den Film überhastet in konventionelle Bahnen lenkt
 Being John Malkovich * * * * aberwitziger Trip um Obsession, Identität und andere lebensphilosophische Fragen - originell, schräg und sehr böse
Die Beischlafdiebin * * Petzold's beklemmend-kühles Krimidrama ist zugleich eine bittere Sozialstudie über zerplatzte Lebensträume und den daraus resultierenden Lebenslügen
 Bel Antonio * * * Bolognini's Gesellschaftsdrama bietet interessante Einblicke in das von sexuellem Stolz geprägte Verhalten der Sizilianer, welches nicht nur amüsant anmutet, sondern für Betroffene auch seine tragische Seite hat, was hier spätestens in dem berührenden Schlussbild deutlich wird
 Belfast('21) * * * warmherzig, in oft markant gerahmten Schwarzweißbildern erzählt Branagh von seiner eigenen Biografie inspiriert von einer von Unsicherheit und Gewalt geprägten Kindheit, die dank der familiären Geborgenheit dennoch erhalten blieb
 Belle de jour * * * die Abgründe des bürgerlichen Lebens oder auch die Sehnsuchtbewältigung einer Frau, auf jeden Fall ist Catherine Deneuve Sex pur:-)
 Belle toujours * * an sich nur für Kenner des Erstlings interessant
 Bellissima('51) * * * Visconti's in einem authentisch dargestellten Milieu spielende Melodram mit einer fantastischen Magnani in der Hauptrolle besticht durch die differenzierte Charakterisierung einer Frau, die für die forcierte Schauspielkarriere ihrer Tochter das Wohl dieser auf's Spiel setzt
 Ben Hur('59) * * * * gewaltiges Epos in prächtigen Bildern mit einem tollen Heston
 Ben Is Back * * * Hedges lässt uns in seinem von Roberts und seinem Sohn Lucas intensiv gespielten Familiendrama an der zermürbenden Situation einer Mutter teilhaben, die ihren drogenabhängigen Sohn im Zwiespalt zwischen Vertrauen und Zweifel begegnet, was denn auch der Motor der Geschichte ist, der es am Ende an Konsequenz fehlt
Ben X * * * mutiger Appell in origineller Verpackung, durch einen dramatischen Kniff bis zum Ende spannend
 Benny's Video * * hier finden sich einige Themen wieder, mit denen sich Haneke in späteren Werken noch präziser und wirkungsvoller auseinandersetzt - somit als Einstiegsfilm ideal
 Benny und Joon * * die gängig erzählte Tragikomödie behandelt das Thema etwas leichtfertig, punktet aber durch das sympathisch-verrückte Paar Depp/Masterson
 Bergman Island * * * Hansen-Love geht ihr sommerliches Beziehungsdrama eher unaufgeregt und auf kleine Gesten konzentriert an, den letzten Pfiff verleiht sie ihm durch das Spiel mit den Realitätsebenen im letzten Viertel, was zusammen mit den Bergman-Bezügen nochmal für Diskussionsstoff sorgen dürfte
 Berlin - 1.Mai * eins machen die Episoden, die teilweise recht klischeereich, platt oder gar unstimmig geraten sind, deutlich: mit Politik hat der 1.Mai wohl kaum noch was zu tun
 Berlin Calling * * * unverfälschter Blick auf die Szene und deren Individuen, mit einem sympathischen Arschloch als Hauptdarsteller und 'nem berauschenden Soundtrack
Berlin - Ecke Schönhauser * * * die glaubhafte Milieuschilderung ist zwar durchaus ideologisch aufgeladen, kommt aber auch mit einem feinen Gespür für den Geist der damaligen Jugend
Berlin-Express * * kleiner, engagierter Thriller aus dem Trümmern Deutschlands
 Berlin is in Germany * * kommt zwar net ganz an andere Genrevertreter ran, kann aber durch viel Authentizität punkten
 Eine Berliner Romanze * * * ein junges Paar mit großen Träumen wird kurz vor dem Mauerbau von der Realität eingeholt - milieugetreu und mit Herz von Gerhard Klein in Szene gesetzt
 Berüchtigt * * * * interessanter als die eher bescheidene Krimihandlung ist, neben der brillanten Inszenierung, der packende Beziehungskonflikt zwischen den grossartigen Darstellern
 Beruf: Reporter * * * * kunstvoll bebilderter Roadtrip um eine Identitätskrise
 Berühr mich! * * das kleine Episodenfilmchen über die Liebe und das Leben in Polen wirkt leider etwas unstimmig
Die Beschissenheit der Dinge * * * der Balanceakt zwischen Drama und Komödie misslingt, jedoch so herrlich garstigen Humor gab's schon länger nicht mehr
 Besessenheit * * Visconti nimmt sich mit seinen passionierten Darstellern sehr viel Zeit für die Studie über aus Leidenschaft resultierende Gewalt und deren seelische Konsequenzen, so dass sie trotz der packenden Story einfach zu langatmig wirkt
 Ein besonderer Tag * * mit Mastroianni und Loren bestens besetzter, realistisch-nüchterner Einblick in den faschistischen Alltag
 Besser geht's nicht * * tatsächlich wäre es besser gegangen, wie so oft kann ein Nicholson jedoch einiges entschädigen, gerade wenn ihm wie hier eine riesige Spielwiese gegeben ist
Bessere Zeiten * * * das Spielfilmdebüt zeigt bedrückend, aber nie überdramatisierend den Zerfall einer sich liebenden Familie und lässt einen die unheilbaren Wunden spüren (Rapace) die dadurch entstehen
 Ein besseres Leben * * * die authentische Geschichte um einen naiven Querkopf, der immer tiefer in private wie finanzielle Schwierigkeiten rutscht, sorgt durch die Nähe zu seinen Figuren für konstante Spannung
 Die beste aller Welten * * * Goiginger verarbeitet in dem authentischen Milieudrama seine eigene Kindheit mit seiner heroinabhängigen Mutter, mit angemessener Empathie schildert er ihre Beziehung zwischen bedingungsloser Liebe und drastischen Rückschlägen
 Das Beste kommt zum Schluss * * das Beste an dieser Stangenware sind Freeman und Nicholson...und die könnten sogar einen Boll-Film retten...
 Die Bestechlichen * * * so korrupt das es Spass macht, sympathische Darsteller
 Die Bestechlichen 2 - Gauner gegen Gauner * * eigentlich wie 1., nicht viel Neues
 Die Bestechlichen 3 - Rückkehr eines Gauners * schwacher letzter Versuch, jetzt geht auch die Sympathie flöten
Die besten Jahre unseres Lebens * * Wyler's Heimkehrerdrama traf damals den Nagel auf den Kopf und ist heute immer noch als authentisches Zeitbild interessant, dabei ist der bedingungslose Optimismus sicherlich dem Geschmack des Nachkriegspublikums geschuldet
 Bestie Mensch * * * * Renoir geht der düsteren Seite des Menschen in seinen unterschiedlichsten Formen auf den Grund und findet dafür die passenden Bilder und Darsteller
Die Bestie mit den fünf Fingern * * der unterhaltsame Grusel hat neben einem tollen Lorre und netten Effekten sogar noch einen kleinen Twist parat
Der Besuch('64) * * gerade als soziale Studie wäre die Verfilmung von Dürrenmatts Vorlage interessant, leider fällt diese etwas undifferenziert aus - was bleibt ist ein lupenreines Melodram mit zwei Spitzendarstellern
Der Besucher('08) * * die mystisch-düstere Atmosphäre kann einen schon in Bann ziehen, jedoch wird die magere Story nur Freunde des minimalistischen Kinos begeistern können
 Betrogen('71) * * das morbide Psychodrama lässt nur wenig Sympathie für die Figuren aufkommen und wartet mit einem bösen, jedoch unbefriedigenden Ende auf
 Betrug('83) * * die Theaterherkunft ist dem Beziehungsdrama anhand seiner gekünstelten Dialoge anzumerken und allein das Konzept und die Darsteller halten das Zuschauerinteresse aufrecht, da der Inhalt beliebig scheint
 A Better Tomorrow * * * * * gewaltiges Actiondrama über Freundschaft, Liebe und Vertrauen, mit viel Coolness und Stil
 A Better Tomorrow 2 * * * * * ästhetische Ballerorgie, die selbst den ersten Teil noch in den Schatten stellt
 A Better Tomorrow 3 * schwaches Ende der Trilogie, nur die Darsteller sind geblieben
 Better Watch Out * * * der grimmig-ironische Horrorflick überzeugt vor allem durch seine fantastischen Jungdarsteller, welche den wendungsreichen Plot mit ihrem glaubwürdigen Spiel stützen
 Betty Blue - 37,2 Grad am Morgen * * locker-feuchte und ebenso drastische Amour fou
 Die Beunruhigung * * die kleine DEFA-Perle begleitet völlig lebensnah und unaufgeregt einen Tag lang eine Berlinerin, die sich in einer ernsthaften Krise befindet und sich den essenziellen Fragen des Lebens stellt
 Bewegliche Ziele * * * der Mix aus Reality-Thriller und klassischem Hollywood-Melodram ist ein kritischer Kommentar zum Medien- und Gesellschaftswandel und zugleich eine wunderbare Hommage an Boris Karloff
 The Beyond * * Fulci denkt gar nicht dran, das vorhandene Potenzial der Story zu nutzen, wichtiger scheint ihm zu sein, die Zerstörungsalternativen von Augäpfeln darzustellen;-)
Beyond Re-Animator * * guter Versuch, mehr Splatter und weniger Witz als die Vorgänger
 Beyond the Infinite Two Minutes * * * die sympathische No-Budget-Komödie aus Japan zeigt wie man den Zuschauer mit wenig technischen Aufwand und einer verrückten und gut durchdachten Idee bestens unterhalten kann
Beyond the Limits * * Ittenbach's Bester - nichts für Zartbesaitete!
Beyond the Sea * * Spacey legt ohne Frage eine beeindruckende Show hin, nur sollte man sich anstelle einer Biografie eher auf ein Musical einstellen
 Die Bibel('66) * * * die Bibel für Einsteiger, bildgewaltig und gut besetzt
 Bibliothèque Pascal * * * * thematisch ähnlich dem großen Fisch hier drunter, aber eher was für Erwachsene: düster, packend, experimentierfreudig und visuell berauschend
 Big Bad Wolves * * * das brutale Krimidrama der "Rabies"-Regisseure bleibt durch die ungeklärte Schuldfrage bis zum Ende spannend, besticht aber durch seinen trockenen bis schwarzen Humor
 Big Eyes('14) * * orientiert an wahren Begebenheiten ist Burton ein wenig überraschendes, jedoch facettenreiches Drama um Abhängigkeit, feministischer Befreiung und der Kommerzialisierung von Kunst gelungen
Big Fish * * Burton erzählt etwas schleppend und zum Ende rührend über die Macht und den Preis der Phantasie, wenn man sich ihr hingibt
 The Big Kahuna * * * die dialogstarke Theateradaption über Erfolgsdruck, Freundschaft und wahren Charakter lebt von seinen drei Hauptdarstellern, dabei sticht vor allem Spacey als sarkastischer Zyniker unterhaltend hervor
 The Big Lebowski * * * * grotesk, schwarz und zum Schrei'n komisch - Goodman ist die Kirsche auf dem Sahnehäupchen
 The Big Short * * * McKay's hoch ambitionierter Finanzthriller gibt einen unterhaltsamen wie komplexen Einblick in das Geschehen der Krise von 2007 - um alles auch wirklich nachvollziehen zu können, hätte es allerdings noch einige Einspieler à la "Margot Robbie im Schaumbad" bedarft;-)
 Big Stan * einfallslose Knastklamotte auf unterstem Niveau, den Stern gibt's für den selbstironischen Carradine
 The Big White * * nur wenige Lacher, aber gut besetzt und sehr sympathisch
 A Bigger Splash('15) * * * Guadagnino hat in seinem "Swimmingpool"-Remake die Figuren ausgearbeitet, die Konflikte intensiviert und dabei das Geheimnisvolle des Originals erhalten, ebenso wie das lethargische Sommerfeeling
 Bilanz eines Lebens * * * Kurosawa geht es in seinem großartig gespielten Drama nicht nur um ein psychologisches Porträt, er zeigt auch die japanische Nachkriegsgesellschaft im Umschwung, zwischen Angst und Ignoranz
 Bildnis einer Trinkerin * * kühle, artifiziell-überspitzte Alkoholismus- und Gesellschaftsanalyse
Billy Bathgate * weder die Topstars, noch Kidman's Nacktszenen erwecken die leblose Regie, das lahme Drehbuch und den blassen Helden zum Leben...
Billy the Kid - Einer muss dran glauben * * * in seinem Filmdebüt treibt Penn seiner Hauptfigur sämtliches Heldentum aus und läutet so mit den Spätwestern ein, Newman spielt die Legende grandios als gebrochenen, unsicheren Rächer
Bin-jip * * zärtliche Lovestory, nicht so komplex wie andere Ki-duks, aber in ebenso sinnlichen Bildern
 Bird Box * * * Bier gelingt der kleine Ausflug ins Horrorgenre mit Bravour, mit aufreibender Spannung und einer Bullock in Höchstform geht sie der Angst des Menschen vor dem Unbekannten auf den Grund, welche allein durch unheilvolle Bilder symbolisiert wird
 Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) * * * * Iñárritu legt ein optisch berauschenden Hybrid aus Selbstfindungsdrama und Broadwaykomödie hin, der mit seinem exzellenten Cast, dem fiebrigen Drumscore, der Nähe zu seinen  Figuren, dem Spiel mit der übernatürlichen Ebene und dem losgelösten Ende einzigartiges Kino bietet
 Birds of Passage('18) * * * * die Tragödie eines kolumbianischen Wayuu-Stammes, welcher der kapitalistischen Gier verfällt und dafür seine Kultur auf's Spiel setzt, fesselt dank der komplexen Figuren bis zum Schluss, zugleich ziehen Gallego und Guerra einen Faden spiritueller Poesie durch ihren Film
 Birdy * * Parker verbindet die Story um einen neurotischen Jugendlichen mit einem Vietnamtraumakonflikt, der nur mit echter Freundschaft bewältigt werden kann - große Gefühle, überzeugende Darsteller, aber auch anstrengend
 Birkenau und Rosenfeld * * * der Einblick in das Schicksal eines KZ-Häftlings fällt sehr ruhig aus, ist aber nie langweilig
 Birnenkuchen mit Lavendel * * ein sehr bekömmlicher Kuchen nach altem Rezept ohne unerwünschte Geschmacksstoffe und im Abgang so harmonisch, dass er eigentlich nicht real sein kann:-)
 Birth('04) * * handwerklich und schauspielerisch top, jedoch zum Schluss recht unbefriedigend
 Birthday Girl('01) * * die Mischung aus Thriller, Lovestory und Komödie geht nicht ganz auf, dabei hat die Thematik Potential und die Darsteller sind gut aufgelegt
 Bis ans Ende der Nacht * * * Hochhäusler ist immer für eine Überraschung gut: sein Krimimelodram kommt nicht nur mit frechem Witz und 60er-Jahre-Schlagern, sondern auch mit einer erfrischend klischeefrei gezeichneten Transfigur(famos dargestellt von Thea Ehre), deren Sexualität löblicherweise nicht zum Thema gemacht wird
 Bis das Blut gefriert * * * * der Schrecken in Wise's Gruselklassiker entsteht allein aus dem Mix aus kühlen Bildern und perfekt eingesetzten Ton, allein die Geräuschkulisse sorgt für Unbehagen und bettet sich gut in das tragische Porträt einer einsamen Außenseiterin ein
 Bis daß der Tod euch scheidet('79) * * * Carow's Ehedrama besticht nicht nur als authentische DDR-Alltagsschilderung, sondern auch als ernüchterndes Porträt eines Mannes, der nicht bereit ist alte Rollenbilder für eine moderne Lebensführung aufzugeben
Bis nichts mehr bleibt * * die TV-Produktion legt ihr Hauptaugenmerk auf die Aufklärung, so bleibt das Drama zwar recht kühl, bietet aber einen realistischen Einblick
 Bitch Slap * * feinster CGI-Trash, unendlich schlecht für echte Geniesser:-)
 Bitter Moon * * * böses Psychodrama um Liebe, Macht und Vergeltung
 Bittere Blumen * * * das sich einem nüchternen Realismus verpflichtende Migrantendrama ist hautnah an seiner Protagonistin, wenn diese durch falsche und dazu teuer bezahlte Hoffnung in einem existenziellen Alptraum erwacht
 Die bitteren Tränen der Petra von Kant * * Fassbinder's intensives Kammerspiel hat etwas Wahrhaftiges an sich, hält den Zuschauer mit dem theatralischen Stil aber auch auf Abstand
 Bittersweet Life * * * Ji-woon Kim legt nach "A Tale of Two Sisters" eine weitere stilsichere, ebenso elegante wie brutale Inszenierung hin
Biutiful * * * * Inárritu zeigt Spanien von seiner hässlichen Seite - realistisch, bedrückend, manchmal auch schön und mittendrin ein bisschen Poesie und ein grandioser Bardem
 Black 47 * * * Daly schildert das Leid sowie die politischen Umstände der großen irischen Hungersnot in Form eines geradlinigen Rachewesterns, welcher in grausig-kühler Optik und mit erlesenen Darstellern die etwas andere Geschichtsstunde darstellt
 Black Book * * * Verhoevens packender Thriller liefert zugleich ein realistisch-ehrliches Kriegsbild
 Black Dahlia * * stimmiger Neo Noir in toller Optik, leider etwas wirr und nicht immer glaubwürdig
 Black Death * * Smith legt ein realistisch-brutales Bild der mittelalterlichen Pestzeit hin und fokussiert dabei die Religionsfrage, die zwar Interesse weckt, aber zu unpräzise behandelt wird
 Black Hawk Down * * * Scott bewegt sich hautnah am Kriegsgeschehen - mitreißend und ohne aufdringlichen Pathos
 Black Mask * * gute Action, mäßige Story mit einigen Logiklöchern (wobei das auch an der gesichteten Version liegen kann)
 Black Mass * * leider konzentriert sich Cooper nicht nur auf seinen Protagonisten, sondern deckt faktennah die Hintergründe für seine FBI-Verbindung auf, was nicht nur ziemlich trocken ist, sondern auch verhindert, dass man Bulger, der faszinierend kühl von Depp dargestellt wird, wirklich nahe kommt
 Black Moon('86) * * die gute alte 80er Jahre Action...
 Black Rain('89) * * auch wenn die American-Knows-Best-Attitüde irgendwann nervt, gefällt Scott's mit markigen Sprüchen versehender Osaka-Actioner durch seine dichte Großstadtinszenierung
 Black Sea('14) * * trotz ordentlicher Ausstattung und Besetzung krankt Macdonald's U-Boot-Thriller an verschiedenen Faktoren: die Story ist von Anfang an nicht sehr glaubwürdig, die Figuren kaum greifbar und Atmosphäre mag auch nicht wirklich aufkommen
 Black Sheep('06) * * trashiger Funsplatter, der nicht so recht zünden will, aber für den ein oder anderen Lacher sorgt
 Black Snake Moan * * das atmosphärische Südstaatendrama hat zwar Blues, aber leider kein Biss...
 The Black String * Frankie Muniz in einem eher unterdurchschnittlichen Paranoiahorrorthriller, dessen bis zum Schluss anhaltende Zweideutigkeit nicht genug Spannung erzeugt, um den vorhersehbaren Handlungsverlauf zu kompensieren
Black Swan('10) * * * * * elektrisierendes, visuell überragendes Psychohorrordrama über sexuelle Befreiung und destruktives Streben nach Perfektion, wie es wohl nur ein Aronofsky inszenieren kann
 Blackout - Anatomie einer Leidenschaft * * * was Roeg hier für einen Sturm an Schnitten entfacht, sollte man sich nicht entgehen lassen, der Krimiplot verkommt fast zur Fassade einer fatalen Amour fou, offenbart am Ende aber einen kurzen Blick in die Abgründe der menschlichen Natur
 Blade * * * * * einfach verdammt cool...I love it:-)
 Blade 2 * * * * mit der GothicOptik muss man sich anfreunden, ansonsten hält del Toro's Fortsetzung gut mit und ist technisch noch ausgereifter
 Blade: Trinity * hier fehlt so gut wie alles, was Blade je ausgemacht hat...außer Snipes...
 Blade of the Immortal * * schleppendes Geistersamuraiepos von Miike nach einem Manga, in dem die Story kein Ende findet und sich das Gemetzel irgendwann ermüdet
 Blade Runner * * * * es ist schon beeindruckend, wie Scott ohne Hast und gekünstelte Spannung den Zuschauer in seine grandios konstruierte, urbane Dystopie zieht und dazu anregt, sich Dick's cyberphilosophischen Gedanken hinzugeben
 Blade Runner 2049 * * * * auch in der Fortsetzung geht es nicht primär um Spannung, sondern um Atmosphäre die einen Raum schafft, in dem sich der Zuschauer ganz auf das Sujet einlassen kann - somit fängt Villeneuve den Spirit des Erstlings perfekt ein und dass dazu noch in sagenhaften Bildern
 The Blair Witch Project * * * * * der beklemmende Kultfilm zeigt wie man aus kleinen Mitteln einen großen Effekt erzielen kann
 Blair Witch 2 * schwach, nur noch ein wirrer Teenislasher
 A Blast * * das künstlich übersteigerte Drama um eine hysterische Mutter lässt sich als wütendes Pamphlet auf die griechische Gesellschaft lesen und hält den Zuschauer durch fließende Zeitsprünge und das hektisches Geschehen auf Trap, hätte am Ende aber noch einen Schritt weitergehen müssen
 Das Blau des Kaftans * * * das in Marokko angesiedelte Drama über die Vereinbarkeit von ehelicher Liebe und gleichgeschlechtlicher Leidenschaft entwirft statt einem gesellschaftskritischen Sujet eine intime und zutiefst menschliche Momentaufnahme eines ungelebten Lebens
 Blau ist eine warme Farbe * * * * universelle Lebens- und Liebesgeschichte vom sexuellen Erwachen über die erste Liebe bis zum Vertrauensbruch und dessen Folgen, natürlich und realistisch in Inszenierung und Schauspiel
 Die blaue Dahlie * * * Chandler's Story ist zwar nicht ganz stimmig, jedoch bietet der Noir-Klassiker mit Ladd, Lake und Bendix einen gut aufgelegten Cast und bleibt durch die offene Täterfrage bis zur überraschenden Auflösung spannend
 Der blaue Engel * * * * brillant inszenierte Charakterstudie mit einem wunderbaren Jannings und einer bezaubernden Entdeckung: Marlene Dietrich
 Der blaue Express * * das praktisch russische Stummfilmvorbild zu "Snowpiercer" verbindet den Revolutionsgedanken mit einer ausgefeilten Montage, die hektisch erzählte Story birgt dabei allerdings nur wenig Identifikationspotenzial für die Figuren
 Das blaue Zimmer * * * etwas schade ist es schon, dass Amalric seinen anspruchsvoll erzählten und kunstvoll arrangierten Erotikkrimi relativ früh auflöst, wobei es hier, vielleicht als Verbeugung vor der Realität, keine 100% Gewissheit gibt
 Die Blechpiraten * im Gegensatz zu anderen Autoactionern der 60er- und 70er-Jahre stinkt dieser Vertreter deutlich ab, da er zwar aufwändig, aber einfach grottig inszeniert ist und ohne einen Hauch Witz oder gar Charme daher kommt
 Die Blechtrommel * * * * Schlöndorff setzt den ironisch-kuriosen Roman, abgesehen von den spielfilmnötigen Kürzungen, nahezu werkgetreu um
 Bleeder * * * * drastische Gewaltstudie trifft auf lockerluftige Lovestory - trocken, dänisch, gut
 Blessing Bell * * * im gewohnt lakonisch-skurrilen Stil erzählt SABU von einem Mann in einer Sinneskrise, der einen langen Weg quer durch die japanische Gesellschaft antritt und dabei lernt, worauf es im Leben ankommt
 Die blinde Bestie * * * erinnert gerade gegen Ende an "Reich der Sinne", ist zwar net ganz so intensiv, aber mindestens genauso obsessiv
 Blinde Ehemänner * * * schon in seinem Regiedebüt hinterfragt Stroheim die Rolle der Frau in einer von Männern dominierten Gesellschaft und verzichtet auf die damals noch typische theatralische Gestik, sein Ehedrama birgt dabei zwar gerade im Finale wenig Überraschungen, ist aber ironisch-gewitzt in Szene gesetzt
 Bliss('19) * * * der Story um den wahren Preis von großer Kunst gehen zwar irgendwann die Ideen aus, sie ist aber schön rotzig in 16mm mit Heavy Metal und handgemachten Gore-Einlagen in Szene gesetzt
 Blob, Schrecken ohne Namen * ja, auch Steve McQueen hat mal klein angefangen;-)
 Blonde('22) * * * * in dem nur vermeintlichen Biopic nimmt Dominik das Phänomen Monroe(umwerfend: Ana de Armas) als Vorlage für einen fiebrigen, provokanten und visuell herausragenden Alptraum in die Abgründe einer von männlicher Dominanz zerrissenen Frau
 Die blonde Sünderin * * * über die verführerische Kraft von Frauen und Roulettetischen
 Blondinen bevorzugt * * * Hawks' turbulentes Musical entpuppt sich schnell als eine böse Satire auf einen monetär geprägten Lebensinn, in der Monroe mit Bravour ihr Image ausspielt
 Blood('12) * * sicherlich ist die Story um zwei Brüder, die unter der Last ihrer Schuld zusammenbrechen, nicht gerade neu, allerdings macht Murphy viel durch seinen großartig spielenden Cast und die trist-düstere Küstenatmosphäre wett
 Blood and Bones * * das Familiendrama kommt bitter und konsequent daher, wirkt dadurch aber auch emotionslos und ernüchternd
 Blood and Wine * * etwas lahm, wobei Caine und Nicholson durchaus zu gefallen wissen
 Blood Diamond * * actiongeladenes Abenteuer ohne tiefgründige Politkritik
 Blood Feast('63) * damals vielleicht ein Aufreger, heute jedoch nur noch Trash, dabei aber kaum charmant und zu selten amüsant
 Blood on my Name * * * erfrischend und auch etwas nervig ist die Idee des Thrillers, eine mit der (Mord-)Situation komplett überforderte Mutter als Protagonistin zu wählen, durch einige Enthüllungen und das überzeugende Spiel von Lind nimmt die Spannung dabei stetig zu
 Blood Red Sky * * trotz origineller Ausgangslage und menschlich gezeichneter Vampirheldin gelingt es der deutschen Produktion nur bedingt, dem Blutsauger-Genre neue Impulse zu verleihen
 Blood Simple * * * schon in ihrem Erstlingswerk vereinen die Coen's viele Ingredienzen ihres unverkennbaren Stils: dabei neben der inszenatorischen Raffinesse und Frances McDormand(hier auch in ihrer ersten Kinorolle) vor allem die Lust, die Figuren ihrem groteskem Schicksal zu überlassen
 Blood Tea and Red String *

...da hilft auch kein roter Faden, wenn man vor lauter Symbolik den Tee nicht mehr findet...

 Blood Ties('13) * * * das im stimmigen 70er-Jahre-Look inszenierte und bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzte Remake erfindet das Rad nicht neu, verdichtet den Bruderkonflikt aber so weit, dass man sich dem Sog der Geschichte kaum entziehen kann
 Blood Work * sorgt teilweise für Spannung, kommt aber mit einigen Längen, vielen Klischees und einem schlechten Ende
 Bloodsucking Freaks * harter, frauenverachtlicher Stuff, heute aber eher trashig 
 Blow * * * * * Demme gelingt ein zwar recht oberflächliches, aber ungemein unterhaltsames und zutiefst berührendes Biopic mit grandiosen Darstellern
Blow Out * * angelehnt an Antonionis' "Blow Up" inszeniert De Palma einen optischen hochwertigen, recht spannenden Thriller, bei dem es leider des Öfteren mit der Glaubwürdigkeit hapert
 Blow Up * * * surrealer Krimi um Sein und Schein in dessen Mittelpunkt eine typisch-antonionische Figur steht
 Blue in the Face * * * die lockere Fortsetzung von "Smoke" feiert in einer improvisierten und mit vielen Gastauftritten gespickten Collage Brooklyn und seine Einwohner
 Blue Jasmine * * für ihre Darstellung als fragile, tablettensüchtige Witwe eines Investmentbetrügers hat Blanchett den Oscar wirklich verdient, leider stellt die sich im Kreis drehende Story nicht mehr als ihre Plattform dar
 Blue Steel * * solider Thriller, Curtis ist toll
Blue Valentine('10) * * * * Gosling und Williams sind umwerfend in der schmerzlich-authentischen Geschichte über den Anfang und das Ende einer Liebe
 Blue Velvet * * * * Lynch wirft einen Blick in die dunklen Ecken der Kleinstadt - spannend, interpretierbar, abgefuckt und schön
 Blueberry und der Fluch der Dämonen * * der LSD-Trip zum Schluss versaut den ganzen Film
Blues Brothers * * * das irrwitzige Actionspektakel hängt zwar ab und zu mal durch, macht dies aber durch stimmungsvolle Musik, viel Humor und die zahlreichen Gastauftritte wieder wett
 Die Blume des Bösen * * nicht wirklich witzig, aber schön perfide
 Die Blumen von gestern * * * die Tragikomödie über die Bewältigung von generationsübergreifender Schuld scheut sich nicht vor Ecken und Kanten und überzeugt letztendlich durch seine erlesenen Hauptdarsteller
Das Blut der roten Python * * * Trash par excellence
 Blutgericht in Texas * * * * * Tobe Hooper baut eine unglaublich beklemmende Atmosphäre auf, dazu war Leatherface nie wieder so beängstigend wie hier
 Blutige Erdbeeren * * * * ein visuell faszinierender, kraftvoller Blick auf die Studentenrevolte '68, dazu ein wundervoller Score
 Der blutige Pfad Gottes * * * * * kultige Ballerorgie mit Witz, Charme und einem köstlichen Dafoe
 Der blutige Pfad Gottes 2 * Duffy ist so sehr bemüht, seinen Erstling zu übertrumpfen, dass die ganze Sache wie ein aufgesetzter, uninspirierter, zuweilen peinlicher Abklatsch wirkt
 Blutige Seide * * * Bava legt hier zwar den Grund- aber keinen Meilenstein des Giallos, dennoch bleibt der unterhaltsame Whodunit-Krimi besonders durch seine intensive Farbgestaltung in Erinnerung
 Blutige Spur('69) * * so richtig spannend wird's erst zum Schluss, bis dato eher solide....
 Blutiger Strand * * an sich eher solide Kriegsaction, jedoch gefallen die Rückblenden sowie die Idee, die Gedanken der Soldaten mit einzubringen
 Blutrache('04) * * das Rachedrama spielt gekonnt mit den Sympathien des Zuschauers, hat einen gelungenen Twist intus, lässt einem am Ende aber überraschend kalt 
 Blutrot * gute Darsteller, jedoch steigert sich das Finale im Minutentakt von nicht nachvollziehbar bis hin zu haarsträubend
Blutsverwandte('78) * * Chabrol's düsterer Krimi ist früh durchschaut, wird aber durch falsche Fährten immer wieder spannend
 Boat People * * * das im Nachkriegsvietnam der 70er-Jahre handelnde, ungeschönte Sozialdrama klagt die fehlende Menschlichkeit in dem totalitären System an, wirkt in seinem Zorn aber teils zu drastisch
 Bobby * * * * nicht oft schafft es ein Film, ein Lebens- und Zeitgefühl so treffend zu vermitteln, dazu trägt auch das grandiose Star-Ensemble bei
 Bobby Deerfield * * * ein Rennfahrer findet mit Hilfe einer ungewöhnlichen Liebe zu sich selbst - klingt banal, ist aber mit dem brillanten Spiel von Pacino und Keller sowie ohne Gefühlsduselei ehrlich von Pollack in Szene gesetzt
 Bodies Bodies Bodies * * * der durchaus spannende Whodunit-Slasher lässt mit ironischen Spitzen die lässige Fassade der stark auf sich selbst bezogenen Generation Z bröckeln
 The Body('12) * * * * den besten Thrillern gelingt es, den Zuschauer bis zur überraschenden (und befriedigenden) Auflösung an der Nase herumzuführen - dieser spanischen Produktion gelingt dies mit Bravour
 Body and Soul('25) * * das in einer schwarzen Gemeinde spielende Stummfilmdrama erzählt die Geschichte eines als Pfarrer getarnten Sträflings, der eine Mutter und ihre Tochter ins Verderben treibt - der Stoff ist für seine Zeit ganz schön starker Tobak, so dass es gar kein Wunder ist, dass man am Ende die Sache auf ruppige Weise entschärft hat - schade ist es trotzdem...
 Der Bodyguard('15) * * * das mit knisternder Spannung versehende Thrillerdrama beinhaltet die subtile Charakterstudie eines traumatisierten Kriegsheimkehrers, welche stark vom aufreibenen Score und einem Schoenaerts in Hochform geprägt ist
 Bohnenstange * * das berührend gespielte Drama um zwei Soldatinnen die sich selbst im Nachkriegsrussland finden müssen konterkariert seine Tristesse mit zu ästhetischen Bildern
 Bomb City * * * ein tödlicher Vorfall steht im Mittelpunkt des elektrisierenden Porträts der amerikanischen Punk-Szene, welches teilweise etwas dick aufträgt, aber anhand von Tatsachen auch verdeutlicht, wie wenig Akzeptanz nonkonforme Gruppen in der Gesellschaft erfahren
 Bone Tomahawk * * das Regiedebüt bemüht sich bis zu einem bestimmten Grad um eine realistische Schilderung des Wilden Westens, leider bleiben die Figuren trotz der ordentlichen Besetzung eher blass, so dass der nicht immer schlüssige Horrorwestern vor allem wegen seiner heftigen Gewalteruptionen im Gedächtnis bleibt
 Bones * 08/15 Teenislasher mit nem cool'n Dogg
 Bones and All * * * Guadagnino's gefühlvoller und hervorragend gespielter Kannibalen-Romanze über den moralischen Umgang mit der Fleischeslust fehlt am Ende trotz der frischen Perspektive etwas der Biss, ist aber allein schon durch seine unheimlichen Figuren und magischen Bilder sehenswert
Bonjour tristesse('58) * * * * die kleine Jean Seberg für ewig gefangen in ihrer "bittersweet tristesse" - Premininger's traurig-schönes, vor sonnigster Kulisse gefilmtes Melodram über unbekümmert-ignorante Menschen, die nicht erwachsen werden wollen
 Bonnie und Clyde * * * * Penn zeigt das Gangsterpaar als das, was sie für die meisten Amerikaner in der Wirtschaftskrise waren: Helden
 Boogie Nights * * * * * Anderson schaut mit herrlich-coolem 70er-Jahre-Feeling und tollen Figuren(die allesamt großartig besetzt sind) auf die Anfänge der Pornoindustrie und verknüpft diese mit packenden Schicksalen
 The Book of Eli * brutales Action-Gemetzel in artifiziellen Bilder, dessen religiöser Pathos in der finalen Wendung seinen Höhepunkt findet
 Das Boot * * * * * packende Atmosphäre, absolut spannend, gut besetzt und gespielt, werd' mir wohl bald die TV-Version geben 
 Das Boot der Verdammten * * * die Ausgangslage in Clément's Kammerspiel um ein nach Südamerika flüchtendes Nazi-U-Boot ist dank der differenziert gestalteten Figuren vielversprechend und tatsächlich nie langweilig, allerdings hätte die finale Zuspitzung der Konflikte ruhig etwas filigraner ausfallen können
 Das Boot ist voll * * über die "neutrale" Haltung der Schweiz im zweiten Weltkrieg und den Umgang der Zivilbevölkerung mit dieser weiß das realistisch wirkende Drama in nüchtern-klaren Bildern zu erzählen
 Borat * zwar schön provokativ, aber selten witzig und meistens ziemlich debil
 The Borderlands * * auch wenn die UK-Produktion dem Found-Footage-Format kein neues Leben einhaucht, gefällt sie durch das Setting, die nur fragmentarisch gestreuten Informationen und das beklemmende Höhlenfinale
Borderline('08) * * Isabelle Blais verkörpert die Rolle mit viel Intensität, die leichtfüssige Inszenierung wirkt zwar sehr sympathisch, nimmt aber auch etwas den dramatischen Wind aus den Segeln
 Borg/McEnroe * * * das Spielfilmdebüt um die beiden Kontrahenten des Wimbledon-Finales 1980 macht vor allem den Druck deutlich, unter dem die Spieler stehen und den sie sich selbst auflasten, das denn durch die fantastischen Darsteller Gudnason und LaBeouf mitzuerleben ist genauso fesselnd wie das Finale selbst - vor allem wenn man den Ausgang noch nicht kennt;-)
 Borga * * * das hervorragende gespielte Flüchtlingsdrama zeigt neben dem ernüchternen Alltag und dem hohen Risiko was viele auf sich nehmen auch die nicht minder großen kulturell bedingten Probleme in der Heimat, die "erfolgreiche" Einwanderer belasten
 Borgman * * van Warmerdam thematisiert hier unter anderem die Unergründlichkeit des Bösen und erinnert so ganz automatisch an Haneke, durch die bizarre Skurrilität verliert er aber an Bodenständigkeit und somit auch an Schrecken
 Born to be wild('07) * * na halt so 'ne Komödie, guter Cast
 Borsalino * * das Gangsterdrama spielt erfrischender Weise im Marseille der 30er-Jahre und ist dazu mit Delon und Belmondo bestens besetzt, nur leider werden die Figuren der beiden nur oberflächlich skizziert und der lässige Erzählton lässt dazu auch kaum Atmosphäre aufkommen
Das Böse unter der Sonne * * unterhaltsamer Rätselspass mit einer nicht ganz schlüssigen Auflösung
 The Boss of it All * * * bitterböse Komödie um sentimentale Bürohocker, gerissene Betrüger und narzisstische Schauspieler
 Boston Strangler('23) * * * das düster wie elegant fotografierte Krimidrama erzählt von der Suche nach dem "Würger von Boston" aus der Perspektive zweier Journalistinnen, die dem Zuschauer nicht nur ein dysfunktionales Polizeisystem offenbart, sondern vor allem das erschütternde Bild einer Gesellschaft, in der Frauen weder respektiert noch geschützt werden
 Boudu('32) * * Renoir's Komödie über die Doppelmoral der Bourgeoisie geht trotz eines spielfreudigen Simons nicht ganz auf, da wohl jeder normale Mensch Boudu so schnell wie möglich vor die Tür gesetzt hätte:-)
 Boulevard der Dämmerung * * * * Wilder's Abrechnung mit dem Hollywood-Glamour - garstig wie großartig!
 La Boum * * ganz nah an der Heldin, erzählt die gelungene Komödie(was vor allem einem herrlichen Brasseur zu verdanken ist) ganz authentisch von den Leben der Teenies, nur "Reality" nervt nach 'ner Zeit
 Die Bourne Identität * * * * packender Verschwörungsthriller mit Tempo und Tiefe
 Die Bourne Verschwörung * * * gelungene Fortsetzung auf gewohnt hohem Niveau
 Das Bourne Ultimatum * * * actionreicher, runder Abschluss der Reihe
Boxhagener Platz * * ohne DDR-Klischess veranschaulicht die kleine Milieustudie den Alltag der Menschen zwischen Mord, Suff, Nazis und Karpfen
Boy A * * während die Darsteller, besonders Garfield, alles geben, neigt das Drehbuch hin und wieder zu Kitsch und Klischees, was gerade zum Ende hin störend wirkt
 Boy eats Girl   einfallsloser Schund, bei dem die 70 Minuten Warten auf das durchaus gelungene Finale einfach zu lang sind
 Boys don't cry * * * superb gespieltes Identitätsdrama und ein kleiner Tritt gegen den konservativen Westen Amerikas
 Boy Missing * * Atmosphäre und Spannungsgehalt stimmen auch in diesem spanischen Krimithriller, das Niveau anderer Werke aus der Feder Paulo's erreicht er plottechnisch jedoch nicht ganz
 Boyhood('14) * * * * * Linklater's Experiment hat seine Längen, aber es zahlt sich aus: durch die schleichend vergehende Zeit in einem 12-jährigen Zeitraum, wird aus an sich banalen Lebensbotschaften ergreifende Wahrhaftigkeit
 The Boys from Brazil *** die irre B-Movie Story wird mit Schauspielgrößen wie Mason, Olivier und einen ungewohnt bösen Peck gekrönt, da lässt es sich auch leicht verkraften, dass Schaffner die Spannung nicht die vollen zwei Stunden halten kann
 Boyz n the Hood * * * * eine Vater-Sohn-Beziehung stellt in dem Ghettodrama den emotionalen Kern dar, aber auch die authentisch geschilderten Lebensumstände und die überzeugenden Darsteller lassen den Zuschauer nicht unberührt
 Braindead * * * * * Jackson's Funsplatter kennt keine (Geschmacks-) Grenzen und ist gerade deshalb das unangefochtene Meisterwerk im Genre
 Bram Stoker's Dracula * * * fantastische Story im großspurigen Bildergewand
 Das brandneue Testament * * auch in der skurrilen Abrechnung mit Gott ist Van Dormael's unbändiger Ideenreichtum in jeder Szene zu spüren, allerdings hätten mehr Biss und Spannung an Stelle des ausufernden Klamauks nicht geschadet
 Die Braut des Prinzen * * locker-luftige Unterhaltung zwischen Märchenerzählung und Fantasyparodie
 Die Braut kam per Nachnahme * * unterhaltsamer Spass mit gut aufgelegten Stars
 Die Braut trug schwarz * * * spannender Thriller in bester Hitchcock-Manier, der durch eine fabelhafte Moreau als Racheengel überzeugen kann
 Bravados('58) * * mit prächtigen Cinemascope-Bildern und Peck in der Hauptrolle inszeniert King den harten Rachefeldzug eines Ranchers, an dessen Ende eine gewaltige Überraschung wartet, die dann einen moralischen Konflikt auslöst, dem dann wiederum die nihilistische Kaltschnäuzigkeit eines Italowestern fehlt
 Brawl in Cell Block 99 * * * * Zahler bringt auch frischen Wind ins nächste Genre: die ausführliche Einführung des Helden(sehr physisch: Vaughn) macht diesen greifbar und sein entschlossenes Handeln nachvollziehbar, die wechselne Farbpalette passt sich dem immer düsterer werdenen Szenarien perfekt an und der desillusionierende Grundton der kompromisslosen Geschichte wird von den heftigen Gewalteruptionen weiter vertieft
 Brazil('85) * * strotzt nur so vor Absurditäten und Spitzen gegen Staat & Gesellschaft, auf Dauer verliert man jedoch das Intresse an Gilliam's verrückter Welt
 Breakdown('97) * * * aus der spannenden Ausgangslage heraus entfesselt der Thriller nervenaufreibene Action(Kurt Russell gibt alles!), wobei man sich besonders am Ende mehr psychologische Spannung gewünscht hätte
 The Breakfast Club * * * die 80er-Jahre-Kultkomödie nimmt bei aller Blödelei seine vielschichtigen Figuren ernst und befasst sich mit deren Sorgen und Sehnsüchten, nur das simple Ende mag so gar nicht dazu passen
 Breaking the Waves * * Trier's heikles Drama geht bis an die Schmerzgrenze, nur kann man mit der einfältigen Hauptfigur kaum mitfühlen, dazu missfällt das metaphysische Ende
 Brennende Sonne * * * das nuanciert beobachtete Drama um den unverarbeiteten Tod eines Kindes spielt vor traumhaft eingefangener Urlaubskulisse und unterstreicht so die Botschaft, dass man der Konfrontation nicht entfliehen kann
 Brick * * * stimmige Mischung aus "Bugsy Malone" und einem Marlowe-Streifen, jedoch muss man sich drauf einlassen
 Bride of Re-Animator * * kommt in Sachen Witz nicht ganz an den Ersten, nervt ein bissel 
 Ein Brief an drei Frauen * * * Mankiewicz erzählt nach einer Romanvorlage von drei unterschiedlichen Schicksalen, die alle kurz vor einem möglichen Tiefschlag stehen - durch die Frage wen es treffen könnte, erhält das lebensnahe Frauendrama(bis auf die konstruierte Exposition natürlich;-) eine krimiartige Spannungskurve
Brief einer Unbekannten('48) * * * * eine wunderbare Fontaine in einem tragischen Melodram nach Stefan Zweig, dessen subjektive Perspektive einige Interpretationsmöglichkeiten zulässt
 Briefe an Julia * zuverlässig kitschige Romantikkomödie, die sich aber immerhin durch schön fotografierte Motive und einige bekannte Gesichter hervorhebt
 Brille mit Goldrand * * * subtiles Gesellschaftsdrama um Einsamkeit und Verlust, welches ganz unaufdringlich die Folgen menschlicher Intoleranz aufweist
 Brimstone('16) * * * Koolhoven macht durch die quälende, teils übertrieben brutale Inszenierung den harten Weg der weiblichen Emanzipation regelrecht spürbar, keine angenehme Lehrstunde, aber eine die auch dank der großartig agierenden Darsteller zu fesseln weiß
 Bring Me Home * * * das südkoreanische Drama taucht glaubhaft wie erschreckend in das Klientel des Kinderhandels ein, zusammen mit der eindringlichen Performance von Lee Yeong-ae als suchende Mutter kann man über ein paar Drehbuchschwächen gegen Ende hinwegsehen
 Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia * * * dreckig-aparter Mix aus Lovestory und Roadmovie mit gut ausgearbeiteten Figuren und einem wunderbaren Warren Oates
 Bringing out the Dead * * * * * eine Gesellschaft kurz vor dem Kollaps: die grelle, effektreich-verspielte Inszenierung ist für Scorsese zwar eher ungewöhnlich, nicht aber das abgründige Thema: der nie enden wollende, ironisch überhöhte Trip durch die Nächte des Molochs New York wirkt wie ein 90er-Update von "Taxi Driver"
Broadway Danny Rose * * liebevolle Hommage an die "Kleinen" vom Broadway - zwar nicht so tiefgreifend wie andere Allens, dafür aber umso sympathischer
 Broadway Therapy * * * nach langer Kinopause präsentiert uns Bogdanovich eine herrliche Hommage an das Screwballgenre, die ihr Potenzial zwar nicht ganz ausreizt, aber mit einer vorzüglichen Besetzung glänzt
 Brokeback Mountain * * * * hinter dem von Gyllenhaal und Ledger intim gespielten und wunderbar fotografierten Beziehungsdrama verbirgt sich ein universeller, lebenskluger Film
 The Broken Butterfly * * kleine poetische Stummfilmtragödie, die mit etwas mehr Laufzeit vielleicht den Zuschauer stärker an das Schicksal seiner Heldin gebunden hätte
The Broken Circle * * * * * van Groeningen erspart den Figuren in seinem raffiniert geschriebenen Drama nichts, weiß aber mit den heftigsten Szenen subtil umzugehen und lässt alles mit wundervollen, bannenden Bluegrass verschmelzen
 Broken Flowers * * * herrlich lakonischer Roadtrip, Murray ist wie gemacht für die Rolle
 Broken Wings('02) * * * stets glaubwürdig und einfühlsam fängt Nir Bergman eine authentische Familiensituation ein, ohne sich dabei in Pathos zu verlieren
 Broker('22) * * * Kore-eda gelingt wieder ein warmherziger Blick auf die Verlierer der Gesellschaft, die sich hier in ihrer Not zu einer temporären Familie zusammenschließen, dabei erreicht er zwar nicht die emotionale Kraft seiner anderen Werke, aber deren unverstellte Bodenständigkeit allemal
 Bronson * * Refn verlässt sich ganz auf seinen rabiat-kultigen Stil sowie auf einen köstlichen Tom Hardy, geht aber weder näher auf die Figur ein, noch hat er eine Story zu bieten
Das Brot der frühen Jahre * * die anspruchsvolle Böll-Vorlage fügt sich gut in die experimentierfreudige Inszenierung ein, welche zwar den Kern des Buches etwas aus den Augen verliert, aber immerhin den "Neuen Deutschen Film" mitbegründete
 Das Brot des Bäckers * * das engagierte Sozialdrama fängt ganz unaufgeregt und authentisch die Situation am Ofen ein
 Brother('00) * * * Kitano verzichtet hier weitgehend auf Poesie und legt stattdessen in Sachen Coolness, Komik und Brutalität noch einen drauf
 Brother's Keeper('21) * * * in dem mit feiner Ironie und der mitreißenden Darstellung des jungen Samet Yildiz bereicherten Internatsdrama unterstreichen die frostig-grauen Bilder die vorherrschend kühl-gedrillte Atmosphäre der abgelegenen Einrichtung in den anatolischen Bergen
 Brotherhood * * tolle Schlachten, etwas viel Pathos
 Brothers('04) * * * * wie schon in "Open Hearts" entwirft Bier ein komplexes Drama mit facettenreichen Figuren, welches dank seiner brillanten Darsteller nur so vor intensiven Momenten strotzt
 The Brown Bunny * * in rauen, spröden Bildern fängt Gallo die Leere und Hilflosigkeit seines Helden ein, dessen Ursache(n) erst am Ende mit nahezu übertriebener Wucht und Schwere aufgelöst wird
 Bruce Allmächtig * * nervige Moralpredigt, aber eine verdammt gute Jim-Carrey-Show
Die Brücke('59) * * * der erschütternde Antikriegsfilm unterstreicht die Sinnlosigkeit von Krieg, warnt vor blinden Idealismus und zeigt den (Helden-)Tod in seiner ganzen Grausamkeit
 Die Brücke am Kwai * * * hätte etwas kürzer ausfallen können, jedoch macht das spannende Finale und Guinness's großartige Darstellung dies locker wieder wett
 Die Brücke von Arnheim * * der großspurig angelegte Kriegsthriller hat eine weit gestreute Handlung, die viele tiefergehende Ansätze fallen lässt und dabei größtenteils den hochwertigen Cast verschenkt, Spannung wird dabei nur in Form von aufwendig produzierten Actionsequenzen generiert
 Die Brücken von Toko-Ri * * * auch wenn das Kriegsdrama Navy-Werbung und Pathos beinhaltet, macht es doch die Angst der Piloten zum Thema und wartet mit hochwertigen Darstellern und einem ungeschönten Ende auf
 Brüder('29) * * * das mit Laien besetzte Stummfilmdrama wirkt in seiner Schilderung des Hamburger Hafenarbeitermilieus äußerst authentisch, dabei setzt Regisseur und Autor Werner Hochbaum die Geschichte um den großen Streik von 1896 mit wenigen Texttafeln und ausdrucksstarken Bildern in Szene
 Die Brüder Karamasow('58) * * * es ist nahezu unmöglich Dostojewski's komplexen Gesellschaftsroman für einen Film zu adaptieren, Brook's Versuch fängt mit fantastischen Darstellern wie Brynner, Cobb, Schell und Bloom zumindest den unbändigen Geist der russischen Seele ganz im Sinne des Autors ein
Brügge sehen... und sterben? * * * die tiefschwarze Komödie fährt ein gemächliches Tempo, bietet neben tollen Darsteller(Gleeson) ein gelungenes Ende und fängt das beschissene Brügge scheiße-schön ein
 Brust oder Keule * * satirische Ansätze lassen sich nur selten blicken, ansonsten der übliche de Funès-Klamauk
 Die Brut * * unheimlicher Schocker von Cronenberg, der hier mal wieder seinen abstrakten, aber diesmal interpretierbaren und durchaus interessanten Gedankengängen freien Lauf lässt
 Bubba Ho-Tep * die originell-trashige Story und Campbell können die öde Horrorkomödie auch nicht retten...
 Bube, Dame, König, Gras * * * * * innovativ, brutal, grotesk und verdammt cool - Guy Ritchie's Debüt schlägt ein wie eine Bombe!
 Die Büchse der Pandora * * * * die tragische Geschichte der Lulu hüllt Pabst in ausdrucksstarke, atmosphärisch dichte Bilder
Bucktown * * Williamson und Grier in einem eher unterdurchschnittlichen Thriller, der aber interessanterweise wie ein Western aufgezogen ist
 Buenos Aires 1977 * * nüchtern-realistischer Einblick in den Foltermechanismus
Buffalo '66 * * * * Gallo's verschrobene Lovestory entwickelt ihren ganz eigenen Charme und hat viele kleine Einfälle zu bieten
 Buffalo Bill und die Indianer * * diesmal fällt Altman über die Mythen des Wilden Westens her, dies natürlich in einer geistreichen Manier, die jedoch nicht ohne Längen auskommt
Bug('06) * * Friedkin legt einen kleinen, aber besonderen, intensiven Film mit packend spielenden Darstellern hin, dessen Konsum am spannendsten ist, wenn man so wenig wie möglich über ihn weiß...
 Bugsy * * * erreicht zwar nicht die Klasse anderer Genrefilme, hat seinen Unterhaltungswert dank des exzentrischen Beattys aber weg
 Bugsy Malone * * formal durchaus interessant, jedoch als Gangsterfilmparodie eher weniger geeignet, dazu 'ne Menge Gesangseinlagen...
 Ein Bulle sieht rot * * * edler Rachethriller, der durch seine moralische Komplexität den Zuschauer fordert und mit Bouquet einen faszinierend-abgebrühten Rächer präsentiert
 Bullet in the Head * * * Woo nimmt hier mal wieder eine Freundschaft auf den Prüfstand, bietet anstatt stylische Shootouts diesmal eher explosive Action, dabei ist sein Film natürlich genauso unterhaltsam wie gewohnt
 Bulletproof Monk   selbst wenn man das Hirn schon vollständig runtergefahren hat, nervt dieser einfallslose 08/15-Schinken noch, schade um Chow Yun-Fat
 Bullets over Broadway * * eine eher mäßige Komödie, die jedoch ihre Momente hat und durch gute Darsteller auffällt
Bullhead('11) * * * * als ein Mix aus Drama und Krimi beginnend, offenbart sich nach und nach in ruhiger, bedrohlicher Atmosphäre eine menschliche Tragödie
 Bullitt * * * * mit Yates' stilsicher inszenierten Polizeiactiondrama festigt McQueen weiter sein "Mr. Cool"-Image, dazu gibt's ein lebendiges San Francisco, einen peppigen Jazz-Score, eine Prise Charakterstudie und natürlich eine der legendärsten Autoverfolgungsjagden der Filmgeschichte
 Bully - Diese Kids schockten Amerika * das Ganze wirkt, trotz wahrer Begebenheit(!), ziemlich unglaubwürdig, teilweise sogar eher lächerlich, dazu gibt's einige Längen
 Bulworth * * * leicht überdrehte Politsatire mit einem herrlichen Warren Beatty - frech, komisch, ehrlich
 Der Bunker('15) * * das Sujet dieser mal witzigen, mal beklemmenden, mal anstrengenden Groteske sind wohl bornierte Eltern, die statt ihren Nachwuchs individuell zu fördern, ihn an gesellschaftliche Leistungsstandards festnageln und im Notfall(und Klaus ist definitiv einer) halt austauschen;-)
Bunny and the Bull * * wäre die Story so originell wie die liebevoll gestalteten Bilder, hätte der Roadtrip das Zeug zum modernen Klassiker gehabt
 Bunny Lake is Missing * * * * * Premingers Psychokrimi ist absolut spannend, gut gespielt und bietet eine äußerst gelungene Schlusspointe 
Bunohan * * gerade Kampfsportfans werden von dem schwer durchschaubaren Mix aus paranormalen Familiendrama und kapitalismuskritischen Immobilienkrimi etwas enttäuscht sein
 Der bunte Schleier * * typisches Hollywood-Melodram, dank der Garbo aber 'ne Sichtung wert
Die Buntkarierten * * * die kleine DEFA-Perle führt uns mit viel Charme durch die Jahre und stellt zwar nicht die detaillierteste, wohl aber die unterhaltsamste Familienchronik dar, die ich kenne
 Bunuel im Labyrinth der Schildkröten * * * kontrastiert mit Originalaufnahmen begleitet der Animationsfilm Bunuel und sein Team bei den teils erschütternden Dreharbeiten zu dem Dokumentarfilm "Land ohne Brot" und kommt dabei auch dem Wahnsinn des Kultregisseurs auf die Spur
 Buried('10) * * konsequent in Handlung und Inszenierung, leider verpasst es Cortés, Mitgefühl für die Figur zu wecken
 Burn After Reading * * * die Coens nehmen hier so ziemlich alles und jeden auf den Arm und servieren es in einer geschickt verschachtelten, herrlichen skurrilen Story
 Burning('18) * * * * mit magischen Bildern, die denen eines Malicks ebenbürtig sind, verfolgt das geheimnisvolle wie fesselnde Krimidrama das Geschehen allein durch die Perspektive des Helden, dabei erhält der Zuschauer die Chance, das Gesehende für sich selbst zu interpretieren und gegebenfalls dessen Handeln zu hinterfragen
 Bürgschaft für ein Jahr * * * ohne zu werten zeichnet das ernüchternde DDR-Drama das authentische Porträt einer unsteten Frau, die mit der Rolle als alleinerziehende Mutter überfordert ist
Der Bürotrottel * * Jerry Lewis hinter den Kulissen von Hollywood - hört sich gut an, ist es aber nur teilweise
 The Business('05) * auf den Spuren von "Blow" - zwar stimmig inszeniert, jedoch lassen einen die Figuren ebenso kalt wie die um Coolness und Witz bemühte Story
 Butch Cassidy und Sundance Kid * * * * Hill porträtiert hier locker und ironisch die wahre Freundschaft der beiden Outlaws, die mit ansteckender Spielfreude von Newman und Redford verkörpert werden und sich durch das wehmütige Ende ins Gedächtnis der Filmgeschichte eingebrannt haben
 Butterfly Effect * * * * * ein virtuos inszenierter, einzigartig-genialer Trip, der von Anfang bis Ende zu fesseln vermag

 

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