Aaltra * * furztrockener, pointierter Humor gemischt mit stilsicherer Langeweile für Fans von Kaurismäki
 The ABCs of Death * * * 26 Kurzfilme rund ums Sterben von mehr oder weniger bekannten Genreregisseuren, sind zwar auch ein paar Gurken dazwischen, aber die Sichtung lohnt alleine schon für den filmindustrie-bezogenen Beitrag von Spasojevic und die Clips der verrückten Japaner:-)
 The ABCs of Death 2 * * * im Groben und Ganzen: die ersten 2/3 hängen etwas durch, die Produktionen sind im Vergleich zum Erstling zwar hochwertiger, aber weniger originell, das letzte Drittel reißt es denn wieder raus - mein Favorit: "U is for Utopia" von Natali
Abendanzug * * frech, freizügig und grotesk nimmt Blier die Gesellschaft und die Rolle der Frau in dieser unter die Lupe
 Die Abenteuer des Rabbi Jacob * * gewohnt turbulente Komödie à la de Funès mit kleinem Rassenkonflikt und netter Botschaft
 Die Abenteuer des Robin Hood * * stimmige Unterhaltung für den Sonntagnachmittag
 Die Abenteuer des Sherlock Holmes * * ...was wohl die neue Ritchie-Version macht?^^
 Die Abenteuer des Werner Holt * * * in der Verfilmung der DDR-Pflichtlektüre steht der schleichende Prozess eines Gesinnungswandels im Mittelpunkt, widersprüchliche Szenen im Alltag und die schonungslose Darstellung der Kriegsszenerie entlarven die Unvereinbarkeit einer gesunden Moral mit den Forderungen des NS-Regimes
 Abenteuer in Panama * * Bogey macht sie alle platt! - charmanter Spionagekrimi, der es am Ende etwas zu gut meint;-)
Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn * * * optisch liefert Spielberg einen echten Leckerbissen, wobei die Actionszenen teils übertrieben und unübersichtlich wirken, Witz und Charme stimmen aber und machen Lust auf die Fortsetzung
 Die Abenteurer * * * Robert Enrico über drei abenteuerlustige Freigeister, denen auf schmerzhafte Weise klar wird, dass die Zeit für echte Abenteuer schon längst Vergangenheit ist - unterhaltsam, mit Ventura, Delon und Shimkus fantastisch besetzt und dabei sehr sympathisch
 Abgedreht('08) * * Gondry's Handschrift ist deutlich zu spüren und sorgt für einige Lacher, jedoch kann die Story insgesamt genauso wenig überzeugen wie das Ende
 Abgerechnet wird zum Schluss * * * Peckinpah's witzig angelegter Western erweist sich als recht gehaltvoll, dazu ist Jason Robards einfach köstlich
 Abgezockt! * * ganz lustig, aber nichts Besonderes
About Schmidt * * * * herrlich lakonischer Trip über's Älterwerden mit 'nem fantastischen Nicholson
 Abschied('68) * * * das pointierte Satiredrama fängt mit einem Hauch Melancholie den Abschied von der alten Ordnung aus der Sicht eines aufsässigen Feingeistes ein, der die Borniertheit der deutschen Gesellschaft am Vorabend des ersten Weltkrieges besonders zu spüren bekommt
Abschied von gestern * * kühles, zeitloses, deutsches Gesellschaftsportrait
 Abschied von Matjora * * trist und melancholisch
 Absolute Power * * klar, spätestens wenn Luther dem Präsidenten zähneknirschend die Kampfansage macht, schlägt jedes Eastwood-Fanherz schneller - doch leider mindern die zahlreichen Drehbuchlöcher das Vergnügen
 Abwege * * das dramatische Geschehen einer Ehekrise beobachtet Pabst mit freudiger Ironie, die in den Schlusssekunden ihren Höhepunkt findet
 Abyss('89) - Director's Cut * * Cameron's Unterwasserabenteuer sieht sogar heute noch fantastisch aus und auch die erste Hälfte ist fesselnd erzählt, dann tuen sich allerdings nicht nur Längen auf, die Story wandelt sich ebenso zu einem pathetischen Ökomärchen mit einer zu platt vorgetragenen Botschaft
 Accattone - Wer nie sein Brot mit Tränen aß * * * Pasolini's Erstling ist eine äußerst realistische, präzise beobachtete Sozial- und Charakterstudie
 Accident('09) * * der Hong-Kong-Thriller um eine Killerbande, die ihre Aufträge als Unfälle inszeniert, überrascht zwar mit seinen originellen Mordideen, wirkt aber in der Storyline arg konstruiert
Accidents Happen('09) * * es scheint fast so, als hätte die liebevoll inszenierte Dramödie nicht viel mehr zu erzählen als das, was schon im Titel steht - was allein schon wegen der großartigen Davis schade wäre
 Accident Man * * * die mit Martial-Arts-Kämpfern besetzte Actionkomödie unterhält blendend mit knackigen Fights, comichaften Figuren und markig-platten Sprüchen
 The Accountant('16) * * * durch die verzwickte Erzählstruktur bleibt man bei dem Genremix stets am Ball, die gut gewählten Darsteller und eine große Portion Ironie entschädigen sogar für das unnötige Actionfinale und die reißerische Überraschung am Schluss
 Achteinhalb * * Fellinis scheinbar planloses Selbstportrait verlangt einiges vom Zuschauer ab, allerdings ist allein schon das poetisch-schöne Ende einen Blick wert
 Across the Universe * * * * das stimmungsvolle, originell umgesetzte Musical katapultiert einen direkt in die Sixties, starke Bilder und wunderbare Songs trösten über die etwas schlichte Story hinweg
 Ad Astra * * * auf der Suche nach seinem Vater fängt ein Astronaut an, sein Leben zu hinterfragen - Gray erzählt mit meditativer Ruhe in einem nüchternen Weltraumszenario, peppt das Ganze mit ein paar gelungenen Actionsequenzen auf und lässt Pitt in einer seiner subtilsten Rollen glänzen, nur das Finale mag nicht ganz überzeugen
 Adams Äpfel * * * die skurrile Tragikomödie ist mindestens genauso böse wie amüsant, nur das gutmütige Ende mindert das Gesamtbild etwas
Adaption('02) * * * * * die tiefgründige, von Metaebenen durchzogene Selbsttherapie Kaufman's besticht mit schönem Humor und hervorragenden Darstellern
Adel verpflichtet * * * * * der blasiert-nüchterne Kommentar von Price ist genauso köstlich wie der 8-fache Guinness:-)
 Adieu Bulle * * * mit Ventura und Dewaere großartig besetzter Copthriller mit verzwickter, aber durchaus spannender Story und schönen trockenen Humor
Die Affäre Dominici * * ermüdend-trockene Aufarbeitung eines wahren, bis heute ungelösten Kriminalfalls mit kauzigen Gabin
 Der Affe im Menschen * * an sich hat Romero alle Zutaten für einen kammerspielartigen Tierhorrorfilm zusammen, leider zerstört der unnötige Telepathie-Zusatz die realistische Note, die dem Szenario seine beklemmende Atmosphäre verlieh
 Ein Affe im Winter * * * * eine Ode ans Leben, wundervoll und mit Gabin und Belmondo toll besetzt
 Der Affront * * * warum das Erlangen von Frieden auf der Welt so schwierig ist: superb gespielte Parabel über die schwerwiegenden Folgen von Intoleranz und deren oft tief verwurzelten Ursprünge
African Queen * * * gelungener Mix aus Abenteurfilm und Lovestory, der vor allem von seinen grandiosen Darstellern lebt
After Life('98) * * die nette Grundidee und das darauf folgende Sammelsurium aus Erinnerungen lädt zum sinnieren über die eigenen Erinnerungen ein
 Agenten der Nacht * * * mal witzig, mal spannend, auf jeden Fall sehr unterhaltsam
 Agenten sterben einsam * * * astreiner Männerfilm ohne Gezeter
 Agents Secrets * * unspektakulärer Agententhriller, der zwar ziemlich authentisch wirkt, aber auch viel Geduld voraussetzt
 Agnosia('10) * * * der Spanier Eugenio Mira liefert einen virtuos bebilderten Genremix ab, der den Zuschauer schnell in seinen Bann zieht und mit erlesenen Darstellern und einem herrlich melodramatisch zugespitzten Schluss aufwartet
 Agora('09) * * Amenábar ist hier nicht an einer geschichtlich-präzisen Aufarbeitung interessiert, sondern gibt uns ehr eine kleine, aufwändig in Szene gesetzte Lehrstunde über Emanzipation und religiösen Fanatismus 
Agression Scale * * launige, brutale "Kevin allein zu Haus"-Variante
 Aguirre, der Zorn Gottes * * großartige Bilder, kaum Story und ein etwas blasser Kinski
Aimée & Jaguar * * * subtiles Frauendrama, welches gerade von seinen Hauptdarstellern lebt
 Air Doll * * Was macht das Menschsein eigentlich aus? Mit einem skurrilen Ansatz geht Koreeda dieser Frage gewohnt ruhig und gelassen nach, wobei in der märchenhafte Tragikomödie denn doch einige Längen entstehen
 The Air I Breathe * * seelenloses Episodendrama, welches von seinem hervorragenden Cast getragen wird
 Ajami * * * * aufklärendes, mitreißendes Kino aus Israel, erzählerisch ausgefeilt und mit einem präzisen Blick für Land und Leute
 Akira('88) * * * der Anime-Klassiker kann als Warnung vor einem Nuklearkrieg oder als Lehrstück über selbstzerstörerische Machtgier gelesen werden, die futuristische Story in Verbindung mit den Actionsequenzen vermag heute noch zu fesseln
 Akt der Gewalt * * * Zinnemann ist ein konsequentes Psychodrama im finsteren Noir-Gewand gelungen, in dem ein Familienvater gezwungen wird, sich seinem Gewissen in einem fiebrigen Kampf zu stellen
 Die Akte * * 2 Stunden solide Unterhaltung, es gibt aber bessere Grisham-Verfilmungen...
 Die Akte Odessa * * * * Neame lässt in seinem Mix aus Polit- und Spionagethriller ein unheimliches, da durchaus vorstellbares Szenario entstehen, welches mit kurzen, aber prägnanten Auftritten der Schell-Geschwister veredelt wird und vor allem die Spannung bis zum Schluss hoch hält
 Alamo Bay * * sehr wissenswert, aber nicht gerade mitreißend
Alex Cross * * schon die Freeman-Krimis waren nicht das Gelbe vom Ei und so bleibt auch dieser Fall des Ermittlers, trotz beängstigenden Fox, ehr Mittelmaß - vielleicht liegt's ja an der Vorlage...
 Alexander Newski * * * Eisenstein's Propagandafilm überzeugt vor allem durch die gigantischen Schlachtsequenzen
Alexandre Ajas Maniac * * allein schon wegen der (fast) durchgängigen subjektiven Perspektive reizvoll, schockt das Remake durch heftige Gewalteruptionen - leider nimmt man's Wood nicht ganz ab, dazu gibt's unlogische wie unfreiwillig komische Momente
 Alexis Sorbas * * * * stilvoll inszenierte Literaturverfilmung - intensiv, klug, schön und mit einem grandiosen Quinn
Ali * * * detailreiches Portrait, schade das Ali's Motive im Dunkeln bleiben, Smith in seiner (bis jetzt) besten Rolle
 Alice in den Städten * * in seiner leisen, fernwehlindernden Selbstfindungsreise erzählt Wenders die zarte Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft
Alice's Restaurant * * * schöner, teils lustiger aber auch kritischer Rückblick auf eine vergangene Ära
 Alien * * * * der prächtig ausgestattete Sci-Fi-Horror baut ganz subtil Spannung auf und besticht durch seine schmutzig-düstere Atmosphäre
 Aliens - Die Rückkehr * * Cameron lässt es ordentlich krachen - so gibt es zwar keinen stilvollen Horror, aber dafür saubere Action von einem, der weiß wie's geht...
 Alien³ * * richtet sich ehr nach dem zweiten Teil, ist ein gutes Stück zu lang geraten und tricktechnisch teilweise echt mies
 Alien - Die Wiedergeburt * * * dem vierten Teil gelingt es endlich wieder ein herrlich verruchtes Umfeld zu schaffen, Jeunets skurriler Charme ist dabei regelrecht spürbar und sorgt für beste Unterhaltung
 Alien: Covenant * * * Scott führt auf sehr erhellende Weise die Prometheus-Story fort und verbindet sie mit der Entstehungsgeschichte des Aliens - ein Leckerbissen für Fans, der mit effektvollen Horrorsequenzen an die frühen Filme anschließt und mit Fassbinder als Android ein neues unheimliches Element in die Reihe integriert
 Alien vs. Predator * nette Effekte, dat war's...
All About Evil * die Hommage an die frühen Horrortrashfilme präsentiert sich originellerweise selbst als einer - leider mit zu wenig Charme, Exzess und Witz
 All Beauty Must Die * * das Kriminal- und Ehedrama hält sich an die Fakten des realen Falls, da dieser nicht aufgeklärt ist, bleiben folgerichtig einige Storyteile sowie die Motive im Dunkeln, was aber bleibt, ist das brillant gespielte Psychogramm eines Soziopathen
 All Men are Brothers('75) * * überzeugt weniger durch seine Kampfsequenzen, als vielmehr durch seine herrlich trashigen Einlagen
 All or Nothing('02) * * * deprimierend und wunderbar menschlich, allein schon die Darstellung von Timothy Spall verpflichtet zur Sichtung 
Alle anderen * * eine wunderbare Minichmayr, gute Beziehungsfragen, ein hoher Wiedererkennungswert, nur am Ende fehlt mir etwas die Konsequenz
 Alle meine Stars * * * toller Einblick ins Business und auf die Menschen, die hinter den Stars stehen
Alle sterben, ich nicht * * die Verwirrungen der Pubertät in Russland - recht herb, aber(oder gerade deswegen) glaubhaft
 Allein zu zweit * * Bonnie und Clyde auf Französisch - locker-ironisch, witzig und sehr charmant
Alles auf eine Karte('61) * * * der späte Noir vereinigt alle Stilelemente der Richtung zu einem gradlinigen, kompromisslosen Reisser mit einem irren Cliff Robertson und einer zuckersüßen Dolores Dorn 
Alles auf Zucker * * net ganz mein Fall, hat ein paar gute Gags
 Alles aus Liebe('97) * * ein starker Penn auf einem etwas überdrehten, nicht immer glaubhaften, jedoch gut unterhaltenden Liebestrip
 Alles Geld der Welt * * trotz einer lähmenden Zähigkeit bleibt der Ansatz interessant: im Rahmen eines Entführungsdramas studiert Scott den Charakter des als Geizhals und eiskalten Strategen verschrienen Milliardärs Paul Getty, einnehmend gespielt von Plummer, der dem "Monster" menschliche Facetten abgewinnt
 Alles ist erleuchtet * * der tragikomische Roadtrip ist etwas vorhersehbar, jedoch wird das durch die sympathischen Figuren und die subtile Komik wieder wett gemacht
Alles muss raus * * eine Art Feel-Good-Movie mit einem immerhin sympathischen Cast - als Drama zu weichspülig (der Kampf mit Alkoholismus findet praktisch nicht statt) und für eine Komödie reichen ein paar Schmunzler einfach nicht aus...
Alles über Elly * * wie tief die traditionellen Werte noch in den modernen, aufgeklärten Iranern verankert sind, verdeutlicht Farhadi in diesem packenden Drama, das am Ende fast zur Farce mutiert
 Alles über Eva * * * * * hier geht's dem amerikanischen Showbiz an den Kragen: klasse Inszenierung, klasse Dialoge, klasse Darsteller - klasse
Alles über meine Mutter * * * weder sonderlich komisch, noch tragisch, aber mit Aussage und Herz
 Alles, was wir geben mussten * * Romanek konzentriert sich, unterstützt von einem erstklassigen Cast, auf den emotionalen Aspekt des Sci-Fi-Stoffes, wird so aber dem komplexen Thema nicht ganz gerecht
 Allied: Vertraute Fremde * * Zemeckis legt eine opulente Abenteuerromanze hin, die sich später in einen knisternden Psychothriller wandelt - das alles ist übergroß inszeniert und wirklich funken tut's zwischen Pitt und Cotillard auch nicht, aber schön anzusehen ist es allemal und die Lust auf das 100. Mal "Casablanca" ist schon nach 10 Minuten geweckt
 Alone in the Dark   Boll wird immer besser;-)
 Alpha Dog * * starker Stoff mit Imageproblem
 Als das Meer verschwand * * * * ruhiger, klug wie packend inszenierter Mix aus Familiendrama und Psychothriller, schön fotografiert und mit einem Hauch Poesie versehen
 Als der Wind den Sand berührte * * * * selten wurden die Probleme Afrikas so authentisch, nüchtern und dennoch fesselnd eingefangen... und das ganz ohne Leichenberge und Macheten...
 Als wir träumten * * * Dresen's dynamisch-rauer Berlinale-Beitrag ist ein zwar recht fragmentarisches, aber dafür "echt" wirkendes Zeit- und Generationsportrait
 Der alte Affe Angst * * klasse gespielt, wirkt jedoch unausgegoren und zum Ende hin verwaschen
 Das alte Gewehr * * harter Rachethriller, mäßig spannend und ohne Tiefe, aber mit Noiret und Schneider interessant besetzt
Die alte Jungfer * * Bette Davis opfert sich für das Glück ihrer Tochter - bitter und am Ende doch schön...
Alte Liebe ('07) * * kleiner, erfrischender Liebesfilm
 Der alte Mann und das Kind * * * * die herzerwärmende Tragikomödie um Vorurteile besticht vor allem durch einen herrlichen Michel Simon
 Der alte Mann und das Meer('58) * * * gelungene Umsetzung des Hemingway-Klassikers mit einem großartigen Spencer Tracy
 Der alte Mann und das Meer('90) * * gegen die Sturges-Version sieht diese hier trotz Quinn in der Titelrolle etwas alt aus, was auch an dem unnötigen Nebenplot um einen Schriftsteller liegen mag
 Alucarda * irgendwo zwischen Okkulthorror und Sexphantasie - billig, einfallslos und auf Dauer öde bis nervig
 Am Ende des Meeres * * * in dem fatalistischen Drama um eine schwierige Annährung wirkt fast jedes Bild wie ein Kunstwerk und die Melancholie des tristen Triests überträgt sich bald auf den Zuschauer
Am Ende des Weges('09) * * klar, die Besetzung spricht für sich, allerdings erzählt die Tragikomödie zu wenig, nutzt Themen wie die Komplexität der Wahrheit nur als Aufhänger für eine typische Selbstläuterungsstory
 Am Ende kommen Touristen * * kleine, unaufdringliche, aber sehr engagierte Auseinandersetzung mit dem gegenwärtigen Auschwitz, die zeigt, dass es immer noch was zu tun gibt
 Am goldenen See * * * einer der wenigen amerikanischen Dramen, die auf leise Töne setzen und gerade deshalb berühren, förderlich sind dabei sicherlich die facettenreiche Story und die wundervolle Besetzung
 Am grünen Rand der Welt * * wenn der Herzschmerz im Mittelpunkt steht, müssen Moral und Realismus schon mal weichen, da macht auch Vinterberg's in schönster Landschaft und mit erlesenen Darstellern inszenierte Romanze keine Ausnahme
 Am Himmel der Tag * * * das Drama um die Einsamkeit einer jungen Frau und deren verzweifelter Ausbruch aus dieser, bleibt trotz der dramatischen Story glaubwürdig, was auch dem vielfältigen Spiel Tezels zu verdanken ist
 Am Rande der Nacht('83) * * * * packender Mix aus Charakterdrama und Film Noir, gerade Coluche's Darstellung ist wunderbar
 Am Sonntag bist du tot * * ernster und trockener als "The Guard", versucht McDonagh erst gar nicht Spannung aufzubauen, sondern konzentriert sich ganz auf die Lebenskrise seines Protagonisten, der wieder mal großartig von Gleeson verkörpert wird
Am Wendepunkt * * MacLaine und Bancroft überzeugen in dem klugen Drama über vertane Lebenswege
 Amadeus * * die opulent ausgestattete Künstler-Biografie hält sich zwar nicht an die Fakten, kann aber als Psychodrama überzeugen, dazu sollte man der Oper nicht abgeneigt sein...
 Amarcord * * * Fellini führt uns mit einem Haufen liebenswerter Figuren durch eine lose Ansammlung von Anekdoten - ItalianFeeling pur!
Amateur('94) * * eigenwillige, garstige Thrillerromanze mit ein bissl philosophischen Anspruch
 Ambulance('05) * * für eine schwarze Komödie fehlt der Witz, für ein Drama verpasst es Munch-Petersen, den Bruderkonflikt zu verdichten - als recht unterhaltsamer B-Thriller ist er wohl am ehesten zu genießen
 The American('10) * * der vor Postkartenkulisse gedrehte Agententhriller schlägt ein meditatives Tempo an und bietet einige Spannungspunkte, befindet sich handlungstechnisch aber ehr auf durchschnittlichem Niveau
 American Beauty * * * * * die Demontage des American Dream ist mittlerweile Kult, was vor allem einem göttlichen Spacey zu verdanken ist
American Buffalo * * dialoglastige Verliererstudie mit guten Darstellern, aber wenig Überzeugungskraft
 An American Crime * * * die subtile Inszenierung wirkt stets authentisch und sorgt mit Keener und Page für eine spürbare Intensität
 American Dreamz * ziemlich platt, da sind Bohlensprüche amüsanter
 American Gangster * * * packender Mix aus klassischem Gangsterfilm und authentischen CopThriller mit zwei starken Haupdarstellern
 American Graffiti * * Lucas zeichnet ein nostalgisches Jugendportait der 60er Jahre mit Witz, Charme und der dazu passenden Musik
 American Gun('05) * * bietet einige Denkansätze und hervorragende Darstellungen, lässt sich jedoch nicht intensiv auf die Thematik ein und hinterlässt so einen faden Nachgeschmack
American History X * * * * * das aufwühlende Rassismusdrama ist wie ein Schlag in die Magengrube, bleibt stets authentisch und ist großartig von Norton und Furlong gespielt
 American Honey * * * Arnold's US-Debüt um eine Gruppe streunender Kids im amerikanischen Hinterland lässt das sehnsuchtsvolle Gefühl von Freiheit auferleben und hinterfragt es zugleich, dazu entsteht eine vielfältige Ansammlung von Eindrücken über Land und Leute und das äußerst authentisch und ohne aufdringliche Botschaft
 American Hustle * * * O.Russell nutzt seine recht simple gehaltene Story als eine Art Spielwiese, auf der seine hochgradigen Darsteller mit einem Karussell voller köstlicher Dialoge sich mal so richtig austoben können
American Mary * * bizarrer Einblick in die Bodymodification-Szene mit ziellos-schleppender Story
American Pie * * * och, wir waren ja alle mal Teenis:-)
American Pie 2 * * noch ok...
American Psycho * * * * gnadenlose Abrechnung mit der Yuppie-Gesellschaft mit einem grandiosen Bale
 American Psycho 2 * hat nichts mehr mit dem genialen Ersten zutun, aber Mila ist einfach süss:-)
American Splendor * * * passend-inszeniertes Portrait eines Eigenbrötlers, herrlich komisch, Giamatti wiedermal wunderbar
Der amerikanische Freund * * Thrilller à la Wenders - nicht gerade spannend, aber sehr eigen
Der amerikanische Soldat * Fassbinder auf den Spuren von Melville's eiskaltem Engel - leider werden die Ambitionen von dem artifiziell-überhöhten Regiestil überschattet, der für viel unfreiwillige Komik sorgt
 Amerikanisches Idyll * * * * anhand von aufmerksam wie schlüssig psychologisierten Figuren zeigt McGregor in seinem Regiedebüt, wie zerbrechlich die Wand ist, die das titelgebende Idyll schützt, zusammen mit einem grandiosen Cast gelingt es ihm, die Konflikte kraftvoll zu emotionalisieren
 Aminas Briefe * * * Hauptdarsteller Esben Smed überzeugt in dem beklemmend-intensiven Psychodrama als Besessener, in dessen Wahrnehmung man erst eintaucht, um später zusammen mit ihm von der Realität schonungslos eingeholt zu werden
The Amityville Horror('79) * schwach und auf Dauer nervend
 The Amityville Horror('05) * * die solide Inszenierung vermeidet das Schlimmste
 Amok - He Was a Quiet Man * * * die Mischung aus schwarzer Komödie, Psycho- und Beziehungsdrama schlägt einen eigenwilligen Ton an, bricht bis zum Schluss mit den Erwartungen und berührt durch das Spiel von Slater und Cuthbert
 Among the Living('14) * enttäuschende dritte Zusammenarbeit von den "Inside"-Schöpfern Bustillo und Maury, die mit gelungenen Schockmomente nicht die krude, einfallslose Story kompensieren können
 Amores perros * * * * * wuchtiges Episodendrama - schmerzlich, sinnlich und komplex
Amores possiveis * * gute Idee, Schwächen in der Inszenierung
 Amusement   amüsant, die Inszenierung ist ein einziges Rätsel: Wie viele Filme erkennst du wieder?
An einem Freitag in Las Vegas * * cooler Clou, zieht sich aber etwas
An einem Samstag * * teilweise hautnah dran und intensiv, doch die "Story" verliert sich und endet auch dementsprechend, schade ums Thema und den guten Hauptdarsteller
 An einem Sommertag * * das ruhig inszenierte Drama versingt in Andeutungen und berührt deshalb nur teils
 An einem Tag wie jeder andere * * * * * Bogart und March liefern ein Kammerspiel der Extraklasse - mitreißend
An ihrer Seite * * * Polley ist nah an der Thematik, macht nicht nur die Krankheit an sich greifbar, sondern auch die Sicht der Angehörigen
 An jedem verdammten Sonntag ** mit einem hochkarätigen Cast taucht Stone tief in die Welt des American Footballs ab, dabei gerät die Kritik an der Kommerzialisierung des Sports zu halbherzig, was sich besonders im allzu versöhnlichen Schlussteil bemerkbar macht
 Ana, mon amour * * * * das tiefgründige Beziehungsdrama springt permanent zwischen den Zeitebenen und zwingt den Zuschauer so, jede Szene einzeln zu deuten, statt dem typischen dramaturgischen Fluss zu folgen, was zusammen mit den grandiosen Darstellern einen noch präziseren Blick auf die Psyche der Figuren ermöglicht
 Anastasia('56) * * das pathetisch erzählte Melodram kann mit einer wundervollen Bergman punkten
Anatomie einer Entführung * * * das kühl inszenierte Geiseldrama erzählt die zwei Handlungsstränge parallel und erzeugt allein durch das Spiel mit den Zeitebenen Spannung, dazu kommen hervorragende Darsteller und ein unkonventionelles Ende
 Anatomie eines Mordes * * * Preminger führt uns in die Welt der Justiz und findet gerade mit Stewart als gewieften Anwalt die perfekte Besetzung
Anchorman * * * neben dem herrlich absurden Humor gibt es auch einige Kalauer, dazu hätte so manch weggefallene Szene den Film durchaus bereichert
 Anchorman 2 * * die Fortsetzung ist etwas zu lang geraten, erfreut das Fan-Herz aber mit vielen Anspielungen auf den ersten Teil und noch mehr Gastauftritten
 Der andere Liebhaber * * Ozon ist ein Erotikthriller in bester De Palma-Manier gelungen, den Knackpunkt stellt allerdings das Ende dar, welches das bereits Gesehende nahezu bedeutungslos macht, da auch eine nachträgliche Analyse der Psyche der Hauptfigur zu keinem befriedigenden Ergebnis kommt
 Die andere Seite * * * der frühe deutsche Tonfilm schildert nach einem Roman von R.C. Sherriff den Krieg an der Westfront 1918 aus der Perspektive der Engländer, mit Conradt Veidt in der Hauptrolle ist ein erschütternder Antikriegsfilm entstanden, der zur Kompensation des Schreckens auch ironisch-heitere Töne anschlägt
 Die andere Seite des Mondes * * die gescheite Tragikomödie stellt gute Fragen, erweist sich jedoch als unnahbar und kaum amüsant
 Anderland * * * * die bitterböse Gesellschaftssatire entführt uns in eine beklemmend-surreale Welt und versucht diese (Gott sei Dank!) erst gar nicht zu erklären
 Der Anderson-Clan * * solides Heist-Movie mit Spitzen gegen den Überwachungsstaat
 Andrej Rubljow * * * Tarkowski zeichnet in stimmungsvollen Bildern das Portrait eines Mannes, der mit einer schweren Schaffenskrise zu kämpfen hat - ausdrucksstark
 Andromeda * * * Wise's Sci-Fi-Thriller erhält durch die klinisch-dokumentarische Inszenierung eine ganz eigene, unbehagliche Atmosphäre, die zusammen mit der untergründigen Spannung und dem enormen Detailreichtum den Genreklassiker ausmachen
Angel Heart * * an sich erzählt Parker eine klassische Detektivgeschichte, in der traditionell die meisten Spuren im Sand verlaufen und mischt diese mit einer deftigen Portion Okkulthorror, der am Ende aber zu viele Fragen aufwirft
Angèle und Tony * * die Annährung zwischen zwei grundverschiedenen Menschen - zwar nahzu überraschungsfrei, aber präzise beobachtet und hervorragend gespielt
 Angelo('18) * * * vom Leben des Angelo Soliman, der im 18. Jahrhundert als Kind aus Nigeria verschleppt wurde und später als Hofmohr "Karriere" machte, erzählt Schleinzer völlig wertungsfrei und macht durch Erzählbrüche auf Parallelen in der Gegenwart und somit auch auf die arrogant-bevormundende Haltung Europas aufmerksam
Angels' Share * was als grimmiges Sozialdrama beginnt, verkommt nach und nach zu einer seichten Roadtripkomödie mit abgenutzen, platten bis pubertären Witzen
 Angriff der Killertomaten * zu Recht gilt dieser Murks als einer der schlechtesten Filme der Geschichte, hier trifft eine miese Inszenierung auf noch miesere Witze, ein Stern gibt's denn doch für die Kühnheit, mit der die Macher diesen Schrott hier durchgezogen haben:-)
 Angriffsziel Moskau * * in einem beklemmenden, jedoch leider auch etwas lang und trocken geratenen Kammerspiel zeichnet Lumet ein realistisches Szenario vom drohenden Atombombenabwurf während des kalten Krieges
 Angst('83) * * ein Tag mit einem Psychopathen, allein mit seinen Gedanken und Intentionen - technisch ausgereift, authentisch, aber teils auch ermüdend
 Angst essen Seele auf * * * * Fassbinder verbindet eine ergreifende, nie kitschige Lovestory mit einem kritisch-zeitlosen Gesellschaftsbild, dazu ist Brigitte Mira einfach wundervoll
 Angst über der Stadt * * rasanter Actionkrimi, zwar nicht immer ganz logisch, aber dafür kann Bebel mit waghalsigen Stunts begeistern
Angst vor der Angst * * Fassbinder beobachtet empathisch den Verlauf der Krankheit und deutet natürlich soziale Verhältnisse und Konventionen als Ursache an
 Anklage: Mord('13) * * so gut wie in dem Justizthriller hat man Beckinsale selten gesehen, leider kann die dramaturgisch zerfahrene Story weniger überzeugen: das Tochterdrama wird holprig im Eiltempo durchlaufen, die Prozesse wirken teils lächerlich
Anna Christie('31) * * Garbo als Prostituierte, die mit ihrer Vergangenheit ringt - klingt nicht schlecht, ist es auch nicht, nur fehlt vor allem ein "dramatischer" Schluss
 Anna Karenina('35) * * * * eindrucksvolles Liebesdrama mit sozialkritischem Touch und einer umwerfenden Garbo
 Anna Wunder * * niedlich-verträumtes Familienportrait
 Anomalisa * * * Kaufman erzählt, gewohnt originell, über die Lebenskrise eines Motivationscoaches, hellt dabei das bewusst monoton gehaltene Drama mit spleenig-ironischen Witz und authentischen Figuren auf
 Anonyma - Eine Frau in Berlin * * heikles Thema in einer etwas zu sauberen Inszenierung
 Another Year('10) * * auch in der unaufgeregt erzählten und mit sanfter Streichmusik unterlegten Tragikomödie frönt Leigh seiner Leidenschaft für enervierende Frauenfiguren, aber auch das alte Musterehepaar um das sich die Geschichte vorrangig dreht weckt mit ihrer Gutmenschenattitüde nur wenig Sympathie
 Der Anschlag('02) * * recht spannendes, jedoch teilweise unglaubwürdiges Politkino
 La Antena * * * * originelle, eindrucksvolle Hommage an die Stummfilmära, die gekonnt Form und Inhalt miteinander kuppelt und einen großen Interpretationsraum inne hat
 Anthony Zimmer * * * raffiniert arrangierte Thrillerromanze, die einem nach dem letzten Twist dazu anregt, das mit Marceau wunderschön besetzte Geschehen nochmal durchzudenken
 Antichrist * * das etwas andere Ehedrama ist weder leichte Kost, noch leicht zu deuten, wirkt aber durch seine eindringliche Bilderflut lange nach
Antikörper * * der Mix aus "Sieben" und "Schweigen der Lämmer" wirkt oft plakativ und am Ende zu zahm, Hennicke mimt den Psycho sehr überzeugend
 Der Anwalt

* *

abgründiger Psychokrimi, in dem Delon sowie Blanc überzeugen können
 Anything Else * * Woody selbst rettet seinen Film - dieser hat zwar gute Ansätze, hinterlässt jedoch durch den fehlbesetzten Biggs einen ehr zwiespältigen Eindruck
 Apartment 212 * der kleine Horrorfilm nimmt sich Zeit für die Figuren und hat zumindest ein grausiges Geheimnis - welches allerdings längst nicht so grausig wie die Regie oder die fehlende Finesse am Plot
Apocalypse Now (Final Cut) * * * * * Coppola's grandios bebildertes Antikriegsfilmmeisterwerk lässt einen das "Grauen" nicht nur durch gnadenlose Zerstörungsorgien spüren, sondern vor allem durch die radikale Darstellung der stationierten Soldaten, in deren Psyche sich der Wahnsinn des Krieges auf verschiedene Arten widerspiegelt
Apocalypto * * * bildgewaltiges, packendes und ebenso brutales Actionabenteuer ohne historischen Anspruch
 Apollo 13 * * That's Hollywood: große Gefühle, tolle Ausstattung, gute Besetzung, wenig Hintergrund, kaum Anspruch...
Appaloosa * * Harris widmet sich in seiner zweiten Regiearbeit ausgiebig dem Freundschaftsthema und bettet dieses in ein realistisches Westernszenario mit viel Dialog und einem schlüssigen, aber laschen Ende
Das Appartement * * * * die bissige Gesellschaftssatire ist exzellent inszeniert und trumpft mit wunderbaren Darstellern... nur das Ende...
 Aquarius('16) * * * in seinem zweiten Spielfilm begleitet Mendonca Filho die letzte Mieterin eines Wohnhauses, die sich gegen einen Immobilienriesen zur Wehr setzt, dabei macht er ihre Hartnäckigkeit nicht etwas durch ein Schlüsselerlebnis nachvollziehbar, sondern lässt den Zuschauer durch die wunderbare Braga den unbezahlbaren Wert eines Zuhauses spüren
 Arabeske * * drei Jahre nach "Charade" versucht Donen seinen Erfolg zu wiederholen, was ihm mit der unausgegorenen Story und dem rar gesäten Dialogwitz zumindest künstlerisch kaum gelingt - und auch wenn Loren und Peck gut aufgelegt sind, funken tut's zwischen ihnen nicht
 Araf('12) * * in (zu)langen, grautönigen Einstellungen zeichnet Ustaoglu ein Bild vom Alltag in der türkischen Provinz zwischen traditioneller Eintönigkeit und innigen Fernwehwünschen, welche in einer Katastrophe münden und den Zuschauer nachdenklich zurücklassen
 Die Arbeiterklasse kommt ins Paradies * * * * Petri gelingt zusammen mit einem brillierenden Volonté ein aufrüttelndes wie vielschichtiges Arbeiterdrama, in dessen Mittelpunkt die Kritik an der Akkordarbeit und die gewerkschaftliche Instrumentalisierung der Arbeiter steht
 Ardennen 1944 * * * Aldrich fängt sehr authentisch das Geschehen ein, konzentriert sich dabei stark auf die Charaktere und übt Kritik am Kriegsmechanismus
Ärger im Paradies * * * Lubitsch's dynamische Upper-Class-Komödie ist voll mit feiner Ironie und elegantem Charme
Argo('12) * * Affleck gelingt der Spagat zwischen realen Ereignissen und Unterhaltung ganz gut, auch wenn seine Spannungsmechanismen mehr als ersichtlich sind und z.B. im Finale der Logik strotzen
 Ariane('57) * * * frech-fröhlicher Spass mit tollen Dialogen und wundervollen Darstellern
 Ariel('88) * * * hier können auch mal Nicht-Kaurismäki-Fans reinschauen, habe drei gute Lacher gezählt und der Held befindet sich in einer nicht enden wollenden Abwärtsspirale, so dass man ihn einfach ins Herz schließen muss!
 Arizona Dream * hat seine guten Momente, hauptsächlich aber exzentrisch, nervig und exzessiv
 Arizona Junior * * * kernige Krimikomödie, in der sich der CoenStil schon klar herauskristallisiert
Arlington Road * * * * der Paranoiathriller sät fleißig Zweifel und punktet neben Bridges' und Robbins' packenden Spiel mit seiner perfiden Schlusspointe
Armageddon * * * vielleicht etwas klischeereich, vielleicht etwas unlogisch, vielleicht etwas patriotisch - aber ich mag ihn:-)
Armee der Finsternis * * schwächster Teil der Reihe, für Fans aber ein Muss
 Armee im Schatten * * * düster-bedrückender, nüchtern beobachteter Einblick in die Mechanismen des Widerstandes
Army Go Home! * * * hervorragend inszenierte, bitterböse Militär-Satire
 Army of One('16) * Charles' halbwahre wie halbgare Komödie um einen Spinner, der Osama bin Laden im Alleingang schnappen wollte, geht vor allem durch die Hauptfigur auf die Nerven, in deren Irrsinn Cages Overacting keine Grenzen gesetzt sind
 Arrhythmia('17) * * * ein russisches Liebespaar steht kurz vor der Trennung: authentisch-erschütternde Alltagsschilderung mit scharfer Kritik am Gesundheitssystem - direkt, elektrisierend und für's russische Indie-Kino fast ungewöhnlich: mit Hoffnung
 Arrival('16) * * * * wie plastisch Villeneuve das Unbekannte visualisiert, macht schon einiges her, dazu erweist er sich auch hier wieder als anspruchsvoller Erzähler, der mit emotionaler Wucht die menschlichen Makel verdeutlicht
Arsen und Spitzenhäubchen * * * tödlich schwarz, herrlich albern und toll besetzt
 Arsenal('29) * * pathetisch-rot gefärbter Revolutionsfilm über den Aufstand in der ukrainischen Waffenfabrik, dessen unübersichtlich gestaltete Story man ohne geschichtliche Vorkenntnisse nur schwer folgen kann
The Art of War   überzeugt weder als Politthriller noch als Actionfilm, wirkt unnötig kompliziert und bringt einige Längen mit sich
The Artist('11) * * vorhersehbar und zu glatt, aber mit zauberhaften Darstellern und rührenden Momenten
 Arzt und Dämon * * * diese Verfilmung des Stoffes besticht vor allem durch Bergman und Tracy, letzterer punktet durch seine herrlich-wahnsinnige Visage
 Asche ist reines Weiß * * * in Jia Zhangke's Mix aus bodenständigem Gangsterfilm und berührendem Liebesdrama folgen wir über mehrere Jahre einer Frau(fesselnd: Zhao Tao), die in einem sich rasant wandelnden Land ihren Platz neu finden muss
Die Asche meiner Mutter * * * starkes Zeitportrait, niedlich, mit kleinen Schwächen
 Asche und Diamant * * * * der Höhepunkt der polnischen Schule sieht der Zukunft seines Landes mit bitterer Ironie entgegen und gefällt vor allem durch die symbolträchtige, grandiose Bildgestaltung
 Aschenblödel * * neben sehr gelungenen Blödeleien haben sich in Lewis' Aschenputtel-Version leider auch einige Längen eingeschlichen, die gerade zum Ende hin ins Gewicht fällt
 Asphalt-Blüten * * * * * ungemein glaubhaftes Loserportrait zwischen Tragik und Komik, auf jeden Fall verdammt gut von Hackman und Pacino gespielt
 Asphalt Cowboy * * * die mit Voight und Hoffman äußerst passend besetzte Verliererballade wirft einen Blick auf das desolate Leben im Schatten des Big Apple's
Asphalt-Dschungel * * * * * fesselndes Noir-Meisterwerk mit ausgeprägten Antihelden
 Asphaltrennen * * in dem vieldeutigen Hippiestreifen treffen zwei wortkarge Rennfahrer einer verlorenen Generation auf einen Tagträumer der vorherigen und fühlen sich durch ihre gemeinsame Ziellosigkeit verbunden
Assassins - Die Killer * * Story naja, bietet aber einige Spannungsmomente und solide Action
Assault - Anschlag bei Nacht * * Carpenter's Klassiker weiß mit seiner beklemmenden Atmosphäre und dem ein oder anderen lockeren Spruch auch heute noch zu gefallen
Asylum('72) * * der "Irrgarten des Schreckens" erweist sich als altmodischer, durchaus unterhaltsamer Episodenhorror, der sich selbst nicht zu ernst nimmt
 Atemlos vor Angst * * unnötiges Remake, welches zwar einem den Atem nicht verschlägt, aber für solide Unterhaltung sorgt
 Atlantic City, USA * * in Malle's nüchtern-melancholischen Verliererportrait kann Lancaster als abgehalfteter Möchtegerngangster brillieren
 Atlantique * * * Diop beschreibt in ihrem Spielfilmdebüt das afrikanische Leben an der Atlanikküste zwischen Korruption, Flucht und Klassenkonflikte, dabei mischt sie geschickt nüchternen Realismus mit einer übernatürlichen Ebene, welche Trost und Zuversicht spendet
 Atlas('18) * * * Bock überzeugt mit physischer Präsenz als in die Jahre gekommener Möbelpacker, der in einen Konflikt zwischen Recht, Unrecht und Vergebung gerät, dabei zieht das in einem realistischen Milieu eingebettete Drama kontinuierlich die Spannungsschraube an
 Die Attacke der leichten Brigade * * Curtiz verbindet geschickt ein herzhaftes Melodram mit einem prächtig bebilderten Kriegsabenteuer
 Attentat auf Richard Nixon * * * eindringliche Psychostudie eines Außenseiters, getragen von einem erstklassigen Penn
 Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe * * kurzweilige Westernparodie mit einem gut aufgelegten Garner und galligem, teils aber schon angestaubten Witz
 Audition('99) * * ominöses, leicht surreales Psychodrama mit deftigem Splatter-Finale
 Auf Anfang('06) * * * das vielschichtige Drama um Freundschaft, Erfolg und Liebe besticht durch eine kunstvoll-originelle, leichtfüssige Inszenierung
Auf brennender Erde * * * kraftvolles Gefühlskino mit starkem Cast, welches den Zuschauer durch das Springen zwischen den Zeitebenen lange auf Trab hält
Auf der anderen Seite('07) * * * Akin legt ein kluges Drama über Zufälle, deren Wirkung, Vertrauen und Vergebung hin
 Auf eigene Faust('59) * * der Western ist nett anzusehen, bleibt recht spannend und ist mit Scott, van Cleef und Coburn gut besetzt
Auf kurzer Distanz * * Penn und Walken sind spitze, zieht sich aber etwas
Auf Liebe und Tod * * die charmant-ironische Film-Noir-Hommage im stimmigen Schwarzweiß ist Truffaut's Letzter
 Auf Wiedersehen Kinder * * * wunderbar und tragisch zugleich, vielleicht etwas viel nerviger Chorgesang
Auf Wiedersehen, Mr. Chips * * schöner Klassiker, der so manchen zum Lehrerberuf inspiriert haben dürfte:-)
 Aufenthalt vor Vera Cruz * * authentischer Blick auf die "damaligen" Zustände Mexikos, hervorragend von Morgan und Philipe gespielt, jedoch stört das versöhnlich-süße Ende
Der Aufsteiger('11) * * * das bissige Politportrait über einen Karrieristen, der tief in das Machtspiel eingetaucht ist und seine Ideale langsam begräbt, besticht durch seine ernüchternde Realitätsnähe
 Aufstieg * * * erschütternd-intensives Kriegsportrait mit exzellenten Darstellern
 Der Aufsieg des Paten * * gut gespielt, aber etwas trocken das Ganze
Das Auge('83) * * * herrlicher Humor, zum Ende hin recht melancholisch, Michel Serrault ist einfach köstlich
 Augen der Angst * * * das Serienkillermelodram war damals ein Skandal, ist heute zwar schon etwas angestaubt, jedoch gefällt die Idee vom perfekten Shot genauso wie die intensive Farbgestaltung, dazu läuft einem bei Böhm immer noch ein Schauer über den Rücken
 Die Augen der Laura Mars * * Carpenter schrieb das Drehbuch zu diesem skurrilen Mysteryschocker, der zwar leichte Spannung erzeugt, jedoch die Auflösung am Ende aus dem Hut zaubert
 Augen ohne Gesicht * * die Story um einen Chirurgen, der für seine entstellte Tochter ein neues Gesicht sucht hat auch ohne die expliziten Szenen schon einen hohen Schreckensfaktor, nur leider misslingt der letzte Akt durch eine allzu plötzliche Figurenentwicklung sowie dramaturgische und logische Verirrungen
 Auge um Auge('13) * * typisch amerikanisch: großartige Darsteller(Harrelson ist zum Fürchten) und eine stimmige Atmosphäre treffen auf eine überdeutliche Dramaturgie und ein verwurstetes Ende
Aujourd'hui * * der letzte Tag eines Mannes - mal ganz anders, jedoch trotzdem sehr natürlich und zum Ende hin unglaublich zart
 Aurora('10) * * Puiu kühles Amokdrama spart mit Informationen und hält den Zuschauer so am Ball, dieser wird dann mit einigen beklemmend-intensiven Momenten belohnt, die aber nicht ganz die fast dreistündige Spielzeit rechtfertigen
 Aus dem Nichts('17) * * * Akin's Wut merkt man dem mitreißenden Rassismus-, Justiz- und Rachedrama deutlich an und man neigt gar dazu, am Ende die politisch korrekten Gedanken über Bord zu werfen und zu jauchzen: Ja, das ist Gerechtigkeit!
Die Ausbildung * * * das kühle Drama seziert die Strukturen der modernen Arbeitswelt, zeigt aber auch den ständig auf Optimierung getrimmten, "leeren" Menschen dahinter und wie dieser schon früh lernt, dass Egoismus sich auszahlt
Ausbruch der 28 * * Griem und Keith liefern sich ein durchaus spannendes Duell, das den Vergleich mit "Gesprengte Ketten" nicht zu scheuen braucht
 Die Ausgebufften * * * locker - lustisch - grotesk
 Der Auslandskorrespondent * * unterhaltsamer Spionageflick mit einigen guten Ideen und tollen Darstellern
Die Auslöschung('13) * * der Alzheimer-Beitrag zeigt in einzelnen Episoden den schleichenden Verlauf der Krankheit und setzt dabei ganz auf seine großen Darsteller
 Auslöschung('18) * * * nach dem Roman von VanderMeer schrieb und inszenierte Garland sein zweites Sci-Fi-Drama, welches sich nicht nur durch den ungewöhnlichen Einfluss des Außerirdischen auf die Erde sowie des Visualisierung von anderen Genrevertretern abhebt, sondern auch durch das ruhige Erzähltempo, das dem Zuschauer genug Raum für eigene Gedanken lässt
 Ausnahmezustand('98) * Zwick entwirft ein realistisches, leider nur mäßig spannendes Terrorszenario, welches die gesamte Schuld hollywoodtypisch nur einem Schurken in die Schuhe schiebt und somit das brisante Thema verbanalisiert
Die Aussenseiterbande * * * leichtfüßiger Gaunerfilm mit ironischen Zügen, interessant auch als Isolationsbeitrag
Ausser Atem * * * * Godard's Nouvelle-Vague-Beitrag ist eine locker-luftige Beziehungskiste mit megacoolen Darstellern und grandiosem Abgang
Die Austernprinzessin * * Lubitsch's frivole, mit Slapstick angereicherte Groteske über die Oberklasse sorgt für gute Unterhaltung
Eine auswärtige Affäre * * * * Billy back in Berlin - sehr gelungen, teilweise sogar recht böse, spielt er hier wunderbar mit den amerikanischen Moralvorstellungen
Auszeit('01) * * Cantet lässt sich viel Zeit um die Lage des Mannes, der zwischen Verantwortung und Erschöpfung steht, zu schildern - ein kluger, guter, glaubhafter Film
 The Autopsy of Jane Doe * * schade dass am Ende die Auf- und Erklärung so vaage ausfällt, weil bis dahin der mit Cox und Hirsch prominent besetzte Gruselschocker mit seiner sich langsam aufbauenden, klaustrophobischen Atmosphäre für gepflegten Nervenkitzel sorgt
 Avanti, Avanti! * * die leichte Komödie mit Spitzen gegen die amerikanische und italienische Lebenskultur ist auch dank Lemmon einfach herrlich, aber auch ein gutes Stück zu lang
 Avatar('09) * * * * die Story bietet keine weiteren Überraschungen, dennoch schafft es Cameron mitzureißen, visuell zu berauschen und dabei einige böse Spitzen am Amiland zu lassen
Aviator * * * das unterhaltsame, wenn auch nicht sehr tiefgreifende Biopic ist bis in die kleinsten Rollen bestens besetzt und bietet einen großen DiCaprio
 The Awakening('11) * * * reiht sich mit seinem sorgfältig eingebundenen EndTwist und einer überzeugenden Hall ohne weiteres neben hochkarätigen Gruseldramen wie "The Others" oder "Das Waisenhaus" ein
Away We Go * * * Mendes beweist wiedermal sein Gespür für gute Stoffe, diesmal ein warmherziges, überaus sympathisches Roadmovie mit feinem Humor
 Die Axt('05) * * Costa-Gavras bissiger Kommentar zum gegenwärtigen Arbeitsmarkt strotzt nur so vor schwarzem Humor, ist aber auch 'ne ganze Ecke zu lang geraten
 Ayka * * * * das Martyrium einer jungen Kirgisin quer durch die russische Hauptstadt geht durch die unmittelbare Nähe zur Protagonistin und der unverblümten Schilderung der Verhältnisse sowie deren Ausweglosigkeit tief unter die Haut
 Azumi - Die furchtlose Kriegerin * dass Kitamura hier mal ein paar Kohlen zur Verfügung hatte, sieht man dem Streifen nicht unbedingt an, ansonsten der übliche GenreQuark mit 'ner süssen Azumi:-)

 

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